Keine Kraft mehr für Innovationen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Rücksichtnahme auf auftretende schwierige private Situationen bei MA ist sehr positiv zu bewerten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Leistung und kritisches Denken werden nicht honoriert. Das Unternehmen besitzt keine Innovationskraft mehr. Diese Wahrnehmung und Erkenntnis durchdringt die gesamte Belegschaft.
Verbesserungsvorschläge
Die interne wie externe Politik wird von der obersten Leitung bestimmt. Deren Druck sollte man nicht unkritisch weitergeben, sondern gemeinsam abteilungsübergreifend Wege suchen, diesen Druck abzuleiten.
Arbeitsatmosphäre
Es gibt keine offenen Anfeindungen. Aber unter der Decke werden primär persönliche Interessen verfolgt. Wenn es opportun erscheint werden auch Intrigen gesponnen.
Image
KRONOS wird nicht mehr als verlässlicher Arbeitgeber angesehen. Das Personal vermisst Wertschätzung und fühlt sich wie eine beliebige Ressource behandelt. KRONOS wahr einmal Qualitätsführer, kann dieses Image aber nicht mehr erhalten. Das ist auch der Belegschaft bewusst.
Work-Life-Balance
Urlaub, Mobiles Arbeiten, Berücksichtigung familiärer Belange werden großzügig gehandhabt.
Karriere/Weiterbildung
Karriereperspektiven gibt es primär nur für MA die "aligned" sind. Leistung ist nicht das entscheidende Kriterium. Dies ergibt sich zwangsläufig aus dem "teile und herrsche" der obersten Leitung.
Gehalt/Benefits
Bezahlung und Sozialleistungen sind grundsätzlich auf dem Standard der chemischen Industrie. Die Bedingungen für variable Einkommenskomponenten für Key Employees und Leitende Angestellte wurden allerdings in den letzten Jahren immer so hoch angesetzt, dass sie nicht erreichbar waren. Sie verfehlen damit vollständig ihre Zielsetzung als Leistungsanreiz. Augenscheinlich will man die Karotte die man vor die Nase hält nicht verfüttern.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Umwelt- und Sozialbewusstsein sind auf dem Niveau der chemischen Industrie. Bestimmt wird dies aber nicht durch unternehmerische Vorgaben sondern durch die gesetzlichen Regelungen.
Kollegenzusammenhalt
Das Unternehmen wird von der obersten Leitung nach dem Prinzip "Teile und herrsche" geführt. Dadurch stehen alle Führungskräfte im Wettbewerb miteinander einen "guten Eindruck" zu machen. Es werden deshalb primär die Partikularinteressen jeder einzelne Abteilung zum Nachteil einer kooperativen Zusammenarbeit verfolgt.
Umgang mit älteren Kollegen
Auch bei dem nun dritten Personalabbau in 10 Jahren hat man sich primär von älteren Kollegen getrennt, weil diese die höchsten Einkommen haben. Eine Bewertung der Erfahrungen, des Know Hows und der Kompetenzen ist dabei nicht erfolgt.
Vorgesetztenverhalten
Vorgesetzte leiden ebenso unter dem "Teile und herrsche" Prinzip der obersten Leitung. Ihre eigene Unsicherheit über die Erwartungen der obersten Leitung an sie bricht sich auf den Umgang mit den eigenen Untergebenen runter.
Arbeitsbedingungen
Am Arbeitsumfeld ist nichts wesentliches auszusetzen.
Kommunikation
Bei strategischen Entscheidungen oft unklar, unsauber oder zu spät. Es gibt nur die unternehmerische Strategie des Opportunismus, weshalb getroffenen Entscheidung oft zurückgenommen werden. Es fehlt eine klare strategische Linie und deren stringente Kommunikation.
Gleichberechtigung
Ich sehe keinerlei Benachteiligung von Frauen.
Interessante Aufgaben
Nach dem nun dritten drastischen Personalabbau in den letzten 10 Jahren in den zentralen Bereichen der Produktentwicklung, Prozessentwicklung, technischen Kundenbetreuung und wissenschaftlichen Abteilungen hat das Unternehmen durch eigene Entscheidung seinen "unique selling Point" aufgegeben und sich selbst zum Commodity-Lieferanten degradiert. Zukunftsweisende interessante Aufgaben und deren Umsetzung sind nicht mehr gegeben.