Verdient den Titel Residenz in keinster Weise
Gut am Arbeitgeber finde ich
Gehalt kommt einigermaßen pünktlich
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Pflegekräfte werden zum "Mädchen für alles". Eine soziale Betreuung der Bewohner findet vor allem in den Spätdiensten kaum statt, so dass diese sich selbst überlassen sind, weil die Pflegekräfte an anderen Stellen beschäftigt sind. Die Aufnahme neuer Bewohner scheint völlig wahllos zu sein und ungefiltert stattzufinden. Es kommt häufig dazu, dass der neue Bewohner absolut nicht ins das aktuelle Gefüge passt. Hier scheint Vollbelegung wichtiger zu sein als ein gutes Miteinander.
Verbesserungsvorschläge
Lernt die Fähigkeiten eurer Mitarbeiter wertzuschätzen und hört auf diese zu verheizen. Sie sind euer wichtigstes Gut.
Arbeitsatmosphäre
Chronische Unterbesetzung in fast allen Bereichen. Hoher Krankenstand durch dauerhaft hohe Arbeitsbelastung. Dadurch hohe Unzufriedenheit unter den Kollegen. Leider stoßen Informationen diesbezüglich auf Taube Ohren.
Neue Kollegen werden oft direkt ins kalte Wasser geworfen, weil aufgrund des Krankenstandes keine umfassende Einarbeitung stattfinden kann. Auszubildende werden als volle Kräfte genutzt, um Ausfälle zu kompensieren.
Entsprechend viele Kündigungen gibt es, vor allem gehen immer wieder (oder werden gegangen) gute Fachkräfte.
Image
Der Ruf unseres Hauses in der Region hat über die Jahre leider stark gelitten.
Work-Life-Balance
Gibt es kaum. Man arbeitet einen Block, hat einen Tag frei und darf dann direkt wieder antreten. Erholung nicht möglich. Kein Wunder, dass so viele Kollegen krank sind oder werden.
Karriere/Weiterbildung
Inhouse Schulungen finden kaum statt, es läuft fast alles über den Pflegecampus.
Gehalt/Benefits
Orientiert sich am regionalen Standard, Zuschläge sind ein Witz.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Umweltbewusstsein ist in Ordnung. Man gewinnt den Eindruck, dass Gewinn vor sozialer Verantwortung steht.
Kollegenzusammenhalt
Viele Kollegen geben Tag für Tag ihr Bestes, um den Bewohnern ihren Lebensabend, trotz der widrigen Umstände, so schön wie möglich zu gestalten. Auf den einzelnen Wohnbereichen funktioniert der Zusammenhalt ganz gut, wenn bereichsübergreifend gearbeitet werden muss, bröckelt der Zusammenhalt oftmals ziemlich.
Umgang mit älteren Kollegen
Die müssen genauso anpacken wie die jungen Kollegen. Schonplätze gibt es nicht.
Vorgesetztenverhalten
Stark schwankend, je nachdem mit wem man es zu tun hat. Oftmals leider eine Katastrophe.
Arbeitsbedingungen
Grundlegende Arbeits- und Hilfsmittel sind zwar vorhanden, vor allem aber an Wochenden kommt es seit Jahren zu Engpässen.
Kommunikation
In den einzelnen Bereichen untereinander in Ordnung, zwischen Leitung und dem restlichen Personal oftmals eine Katastrophe. Man spürt leider ein deutliches Machtgefälle. Kommunikation auf Augenhöhe findet kaum statt.
Gleichberechtigung
Man gewinnt den Eindruck, dass "Mitläufer" gefördert werden und eigenständig denkende Kollegen nicht erwünscht sind.
Interessante Aufgaben
Jeden Tag der gleiche Trott, ab und zu gibt es eine Überraschung in Form eines plötzlichen Personalausfalls, was mehr Arbeit für den Rest bedeutet.

