Es hätte so schön sein können.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Wie bereits beschrieben: Die mangelnde Wertschätzung und die fehlende Ehrlichkeit haben mich am stärksten enttäuscht. Es ist für mich völlig inakzeptabel, dass Mitarbeitende in einer verschmutzten Arbeitsumgebung arbeiten müssen und ihnen dabei noch mit einem Lächeln ins Gesicht Unwahrheiten präsentiert werden.
Verbesserungsvorschläge
Ehrliche, transparente Kommunikation und echte Wertschätzung wären dringend notwendig. Mitarbeitende sollten ernst genommen und nicht erst dann Maßnahmen ergriffen werden, wenn die Situation bereits eskaliert ist.
Mein persönlicher Eindruck ist jedoch, dass das Unternehmen offenbar eher darauf abzielt, Mitarbeitende durch untragbare Bedingungen zum Weggang zu bewegen, möglicherweise um Stellen abzubauen um diese dann in die anderen Standorte zu verlagern.
Arbeitsatmosphäre
Seit der Übernahme durch die neue Geschäftsführung hat sich die Arbeitsatmosphäre meiner Wahrnehmung nach deutlich verschlechtert. Die allgemeine Unzufriedenheit war spürbar und spiegelte sich auch in der auffällig hohen Zahl an Kündigungen wider. Zwischen den Kolleginnen und Kollegen war das Miteinander zwar überwiegend gut, doch die Stimmung im Unternehmen insgesamt ist aus meiner Sicht kontinuierlich gesunken.
Image
Nach außen hin wird immer alles ganz schön und toll suggeriert.
Work-Life-Balance
Je nach Position wird erwartet, praktisch rund um die Uhr erreichbar zu sein. Der Aufgabenumfang ist stark gestiegen, was aus meiner Sicht vor allem dem ausgeprägten Micromanagement geschuldet ist. Nach Kündigungen wurden offene Stellen teilweise nicht nachbesetzt, sodass die Arbeitslast bei einzelnen Personen landete. Dadurch war der Workload in manchen Bereichen sehr hoch.
Karriere/Weiterbildung
Unter der aktuellen Geschäftsführung habe ich keinerlei Entwicklungsmöglichkeiten wahrgenommen.
Gehalt/Benefits
Es gibt die üblichen Standardleistungen wie vermögenswirksame Leistungen, JobRad und ein Mitarbeiterportal – darüber hinaus jedoch kaum etwas. In Produktion und Montage kam es zu Streiks, da Mitarbeitende nach meiner Kenntnis nur Mindestlohnniveau bezahlt werden, während Leiharbeitskräfte besser vergütet werden. Die wirtschaftliche Lage wurde immer wieder als Begründung angeführt, weshalb es weder Inflationsanpassungen noch Prämien gab. Individuelle Gehaltserhöhungen wurden ebenfalls abgelehnt. Zumindest im Solinger Standort.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Am Umweltbewusstsein wird gearbeitet, aufgrund von gewissen Auflagen. Von Sozialbewusstsein kann hier nicht die Rede sein.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb des Kollegiums ist der Zusammenhalt eigentlich ganz gut.
Umgang mit älteren Kollegen
Kann ich tatsächlich nicht viel zu sagen.
Vorgesetztenverhalten
Ich beziehe mich hier ausschließlich auf Führungskräfte, die aus dem AEQUITA-Umfeld stammen. Das Führungsverhalten wirkte auf mich häufig herablassend. Feedbackgespräche wurden aus meiner Sicht nicht ernst genommen, und der Standortleiter zeigte meiner Meinung nach wenig ausgeprägte Führungskompetenzen. Kritik oder abweichende Meinungen wurden oft als persönlicher Angriff interpretiert, was höchst unprofessionell ist.
Arbeitsbedingungen
Aufgrund von Sparmaßnahmen, wurden seit über einem Jahr die Büros nicht mehr gereinigt. Das heißt der Schmutz sammelt sich in sämtlichen Ecken. Die sanitären Anlagen in der Verwaltung wurden nur einmal pro Woche gereinigt. Für ein angenehmes Arbeitsumfeld ist das aus meiner Sicht völlig unzureichend - und meiner Meinung nach auch niemanden zumutbar.
Kommunikation
Eine klare, transparente Kommunikation findet aus meiner Sicht nicht statt. Die Geschäftsführung kommuniziert häufig von oben herab, und Rückfragen werden – insbesondere bei Informationsveranstaltungen – eher ausweichend beantwortet. Meiner Erfahrung nach erhält die Belegschaft oftmals nur unvollständige oder beschönigte Informationen. In persönlichen Gesprächen wird teilweise mit rhetorischen Techniken gearbeitet, die auf mich manipulativ wirken.
Gleichberechtigung
Unter der alten Geschäftsführung hat man schon gemerkt, dass manche etwas besser behandelt wurden als andere - unter der neuen Geschäftsführung hatte ich jedoch den Eindruck, dass alle gleichermaßen schlecht behandelt wurden – mit Ausnahme des Werks in Weißenburg, in das weiterhin investiert wird und die Mitarbeiter offenbar keine Einschränkungen erleben mussten.
Interessante Aufgaben
Durch das intensive Micromanagement entstanden viele zusätzliche Auswertungen und Aufgaben. Ob diese immer sinnvoll waren, sei dahingestellt – allerdings wurde man dadurch regelmäßig vor neue Herausforderungen gestellt.