Unverständlich wie ein Unternehmen mit so einer Geschäftsführung wachsen kann.
Gut am Arbeitgeber finde ich
In meiner Zeit fällt es mir schwer, etwas Positives hervorzuheben, weil für mich die negativen Erfahrungen deutlich überwogen. Der Umgang im Kollegenkreis war überwiegend respektvoll, das war für mich der klarste positive Punkt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ich habe wenig Verlässlichkeit in Planung und Entscheidungen erlebt. Prioritäten änderten sich kurzfristig, Ergebnisse wurden häufig verworfen. Rückmeldungen wirkten für mich widersprüchlich, weil Punkte, die zunächst positiv bewertet wurden, kurze Zeit später negativ ausgelegt wurden. Eigene fachliche Einwände und Meinungen wurden in meinem Erleben nicht als Beitrag verstanden. Die Trennung kam für mich überraschend, nachdem zuvor positives Feedback kommuniziert wurde.
Verbesserungsvorschläge
Klare Ziele und Prioritäten definieren und Änderungen nachvollziehbar begründen, statt kurzfristig umzusteuern. Erwartungen an Rolle und Leistung transparent machen und Feedback konsistent halten. Eine Kultur fördern, in der fachliche Einwände ausdrücklich erwünscht sind und dokumentiert in Entscheidungen einfließen. Den Einsatz von KI als Werkzeug mit klaren Leitplanken definieren, damit Arbeitsergebnisse stabiler werden. Bei personellen Entscheidungen transparent kommunizieren und respektvollen Vorlauf sicherstellen
Arbeitsatmosphäre
Am Anfang wirkt alles freundlich und motivierend. Kurz darauf fühlt es sich an wie permanentes Misstrauen und Daueranspannung, weil jederzeit die Richtung wechselt und du nie weißt, was morgen noch gilt.
Kommunikation
Es gibt aus meiner Sicht keine verlässliche Linie. Was gestern als richtig verkauft wurde, ist heute falsch, und morgen so, als hätte es nie existiert. Das macht jedes Gespräch wertlos, weil Zusagen und Bewertungen keine Halbwertszeit haben.
Kollegenzusammenhalt
Mit Kolleginnen und Kollegen war der Umgang meist in Ordnung. Gleichzeitig hatte ich den Eindruck, dass ehrliche Meinungen eher hinter vorgehaltener Hand stattfinden. Sätze wie ich wünschte es wäre wie früher ohne KI hört man, aber nicht dort, wo es Konsequenzen hätte.
Work-Life-Balance
Nicht die Stunden sind das Problem, sondern die Planlosigkeit. Wenn Prioritäten mehrmals am Tag drehen, bleibt am Ende nur Reaktion statt Arbeit.
Vorgesetztenverhalten
Bis kurz vor der Trennung war die Rückmeldung für mich durchweg positiv. Dann kam die Kündigung von heute auf morgen. Für mich wirkt das nicht wie Führung, sondern wie ein Schalter, der ohne Vorwarnung umgelegt wird.
Interessante Aufgaben
Auf dem Papier spannend, in der Praxis entwertet. Du baust, du lieferst, und kurz darauf wird alles kassiert, weil die nächste KI Idee angeblich alles besser weiß. Das ist keine Produktentwicklung, das ist Beschäftigung.
Gleichberechtigung
Ich hatte nicht den Eindruck, dass fachliche Beiträge gleich zählen. Anpassung wirkt wichtiger als Substanz. Wer nicht exakt nach Vorgabe funktioniert, wird schnell als Problem gesehen.
Arbeitsbedingungen
Keine klaren Prozesse, keine stabile Planung, keine Leitplanken. Du arbeitest in einem System, das sich selbst laufend widerspricht. Es fühlt sich an wie ein Fass ohne Boden mit täglicher Umbaupflicht.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
In meiner Zeit kein sichtbarer Schwerpunkt. Es wirkt nicht wie ein Thema mit echter Relevanz im Alltag.
Gehalt/Benefits
Mag im Rahmen sein, ändert aber nichts daran, dass die Arbeitsrealität für mich instabil und wenig wertschätzend war.
Image
Viel Selbstdarstellung als Vorreiter. Intern habe ich eher Aktionismus erlebt als echte Innovation. Innovation ist nicht laut, Innovation ist durchdacht. Das habe ich vermisst.
Karriere/Weiterbildung
Als Softwareentwickler fühlst du dich hier nicht aufgebaut, sondern ersetzt. Es wird extrem auf KI gesetzt, klassische Entwicklungsarbeit wirkt wie ein Auslaufmodell. Wer wachsen will, findet hier aus meiner Sicht keinen verlässlichen Boden.