Ihr Unternehmen?

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KUNBUS 
GmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Wenig Licht, viel Schatten

2,4
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2022 im Bereich Vertrieb / Verkauf bei KUNBUS GmbH in Ostfildern gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Viel Freiheit im eigenen Tätigkeitsbereich. Homeoffice. Vertrauensarbeitzeit. Teils gute Kollegen (es gab neben den Zecken auch ein paar wirklich coole Socken in der Firma)

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Gehalt.
Nach 10+ Jahren immer noch "Startup-Kultur" (das ist aber dann nicht mehr fluffig, das ist schlicht unprofessionell).
Es fehlten zumindest in meiner Zeit die einfachsten Strukturen/Arbeitsabläufe, damit wurde manche Tätigkeit unnötig aufwändig. Kein Wunder, dass Kunbus die ISO-Zert. nur über die Muttergesellschaft Pilz führt.
Effizienzgedanke kaum spürbar, oft wurde geblockt bei Verbesserungsvorschlägen.
Favoritentum mit eindeutiger Tendenz zum Bossing.
Abteilungsübergreifende Grabenkämpfe, Revierverhalten. Kompetenzgerangel....the whole enchilada dessen, was einem den Arbeitstag so richtig vermiesen kann.

Verbesserungsvorschläge

Im Innendienst fair bezahlen. Endlich mal zuhören. Ihr wisst ja, machen ist wie wollen, nur krasser.

Arbeitsatmosphäre

War zu meiner Zeit eine Mischung aus lockerem Miteinander und einem Kampf gegen Windmühlen. Viele Windmühlen.

Image

Selbsternannter Branchenriese....die Konkurrenz sieht das wahrscheinlich anders :-)

Work-Life-Balance

Im Grunde ganz gut. Home Office war kein Problem (ok, in der C-Zeit mussten es ja viele Firmen ermöglichen), aber bei dem Thema wirkte Kunbus (zumindest zu meiner Zeit) per se echt aufgeschlossen und kulant, auch mit der Vertrauensarbeitzeit.

Karriere/Weiterbildung

Man bezahlte mir eine teure Schulung bei der IHK, gab mir aber nie die Gelegenheit, dieses Wissen für die Firma anzuwenden. Wiederholte Nachfragen meinerseits wurden stets abgewiegelt, null Interesse. Nunja, war ja nicht mein Geld. Ich kann das Zertifikat jedenfalls immer noch gut brauchen :-)

Gehalt/Benefits

Fast nirgends wurde ich je so unsagbar mies bezahlt. 2900 Euro für 40 Wochenstunden mit 4 Ausbildungsabschlüssen und Jahrzehnten relevanter Berufserfahrung im Vertrieb ! Nach fast 2 Jahren Firmenzugehörigkeit kam dann nach langem Tamtam eine Erhöhung von sagenhaften 100 Euro. Kein Urlaubs-, kein Weihnachtsgeld....aber an Weihnachten kredenzte der CEO superteure Luxuslebkuchen. "Sollen sie doch Kuchen essen" Mir wäre eine kleine finanzielle zusätzliche Zuwendung an Weihnachten als Geste lieber gewesen, ganz ehrlich (das Paket war all in all gute 50 Euro wert). Ein Fresspaket mit Spirituosen und Gourmetartikeln bezahlt nunmal keine Rechnungen bei explodierenden Lebenshaltungskosten.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Man hat mich sehenden Auges in ein Burnout laufen lassen. War es nur Gleichgültigkeit oder wollte man gar, dass ich von selbst gehe...ich weiss es nicht, ahne es aber.

Kollegenzusammenhalt

Mit einzelnen Bereichen war die Zusammenarbeit sehr gut, mit anderen so gar nicht. Da fehlten oft rechtzeitige Infos, dringend auf den letzten Drücker sollten Sachen erledigt werden und das immer von den gleichen Pappenheimern...solche Dinge stressen unnötig, vorallem wenn absolut vermeidbar.

Urlaubsvertretung hiess : 1:1....eine Vollzeitkraft ersetzt 4 Wochen lang die zweite Vollzeitkraft, auch bei extrem hohem Arbeitsaufkommen. Ohne Hilfe und Zuspruch.

Es lief oft nicht fair ab. Auch im nächsten Teamumfeld gab es unmittelbar sabotierendes, unkollegiales Verhalten, bis hin zur aktiven Verweigerung (oder wie würden Sie es nennen, wenn Sie jemanden mehrfach mit Nachdruck bitten müssen Sie bei einem wichtigen Thema einzuweisen, wenn ein längerer Urlaub dieser Teamperson ansteht und Sie vollständig übernehmen müssen...es wird aber komischerweise immer wieder "vergessen" und rundweg ignoriert).

Gegen solche Zustände kommen Sie auf Dauer nicht an. Sie werden mental zermürbt. Sie kapitulieren. Und gehen. Hat Kunbus prima hinbekommen.

Umgang mit älteren Kollegen

Tendenziell wurde meines Empfindens nach jungen und hippen Leuten mehr zugetraut als "alten Hasen".

Vorgesetztenverhalten

Mein eigener Chef liess mich von Anfang an seine Abneigung mit abwertenden Kommentaren und Gesten deutlich spüren und immer war die Kollegin die "Goldmarie" ohne Fehl und Tadel. Raten Sie mal, wer dafür die "Pechmarie" war.

Man liess mich vollkommen allein in der Urlaubsvertretung im Sommer ersaufen. In der Zeit erlebte ich ein Burnout. Hat keinen interessiert, trotz zeitgleichem Trauerfall in der Familie. Meine Worte "Ich bin enttäuscht von der Firma." nach dieser schweren Zeit wurden quittiert mit einem lapidaren "Das tut mir leid." Kein Danke, kein Sorry....besagter Vorgesetzter agierte mir gegenüber stets mauernd, stets passiv-agressiv. Beschämend.

Arbeitsbedingungen

Perfekt ist selten was, man muss halt schauen, ob das Gesamtpaket für einen passt. Bei mir hat´s halt nicht gematcht.

Kommunikation

Abteilungsübergreifend teilweise katastrophal, im Vertrieb intern war es ganz ok.

Gleichberechtigung

Naturgemäss ein sehr männerlastiges Umfeld, aber hie und da auch Frauen an der Front.

Interessante Aufgaben

Nirgendwo sonst hatte ich so viele interessante Aufgaben. Langweilig war es wirklich nie. Die weltweiten Kunden zu betreuen hat mir viel Freude gemacht und fachlich konnte ich mich auch ein bisschen weiterentwickeln.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.