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KUNBUS 
GmbH
Bewertung

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Wie verspiele ich das Vertrauen meiner Mitarbeiter - Grundkurs

3,0
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2026 im Bereich Forschung / Entwicklung bei KUNBUS GmbH in Ostfildern gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Ich hatte recht viel Freiheiten, was die Arbeitszeit anbelangt (wobei das wie gesagt eingeschränkt wurde) und konnte viele Sachen ausprobieren und lernen. Ich hoffe die verbliebenen Kollegen verstehen sich immer noch gut.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Es ist schon sehr bemerkenswert, wie stark die eigene Motivation und Arbeitsmoral durch ein Management gedrückt werden kann. Hätte ich bei mir vorher in der Weise nie für möglich gehalten.

Verbesserungsvorschläge

Sofern sich nicht drastisch was geändert hat bzw. ich mich nicht komplett täusche, ist jeglicher Verbesserungsvorschlag hier vergeudete Mühe. Aber wenn ich es doch versuchen soll, wäre es wohl offener für Vorschläge der Mitarbeiter sein (und damit meine ich nicht nur zwei spezielle Mitarbeiter, sondern die anderen)

Arbeitsatmosphäre

Schwierig zu beschreiben. Unter den Kollegen herrschte eine gute Atmosphäre. Ich bin mit den meisten sehr gut klargekommen, Ausreißer gibt es immer. Aus Richtung Geschäftsleitung sieht das anders aus, es wird viel gemeckert, aber auch nichts dagegen getan, worüber gemeckert wird. Das ist anstrengend und trübt die sonst gute Atmosphäre zwischen den Kollegen.
Sehr vereinzelt könnte es auch Mitarbeiter geben, die anscheinend sehr gegen andere gewettert haben und wohl einen guten Draht zur Geschäftsleitung haben. Sowas finde ich ziemlich nervig, wenn auf einzelne gehört wird, auf andere nicht oder weniger, und es keinen besonderen Grund für diese Unterscheidung gibt. Wenn diese „Beschwerden“ dann auch noch haltlos und vollkommen unbegründet sein sollten, wäre das wirklich ärgerlich und würde die Moral und Motivation der eigentlichen Entwickler zusätzlich stören.

Image

Das ist nach außen hin wohl immer noch sehr gut, was hauptsächlich der Marketingabteilung zu verdanken ist. Aber das erkennt man ja auch am Auftritt auf der Website und auf sozialen Medien.

Work-Life-Balance

Die Arbeitslast war für mich in Ordnung, mal mehr mal weniger, empfand ich als übliches Niveau. Arbeitszeit war recht flexibel, wobei 2025 mit Kernarbeitszeiten etwas entgegengesteuert wurde. Homeoffice war möglich, einzelne hatten auch 100% Homeoffice, was für neue Mitarbeiter aber wohl nicht mehr gewünscht war.

Karriere/Weiterbildung

Nicht wirklich existent meines Erachtens. Ich habe mir das Wissen eben von den Kollegen gezogen. Messebesuche sind möglich.
Es wurde über 1,5 Jahre immer wieder versprochen, dass man Karrieremöglichkeiten und Mitarbeiterförderung einführen/etablieren möchte und dabei auch zwischen Fach- und Führungskarriere unterscheiden möchte bzw. diese Förderung individuell auf die Vorlieben und Bedürfnisse der einzelnen Mitarbeiter in der Entwicklung anpassen möchte. Hat sich super angehört. Vielleicht bin ich auch der Einzige, der außer den Versprechen nichts davon mitbekommen hat.

Gehalt/Benefits

Gehalt war in Ordnung, es gab VWL, kein Bahnticket, kein Bike-Leasing.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Ich wüsste nicht, dass darauf besonderen Wert gelegt worden wäre.

Kollegenzusammenhalt

Wie beschrieben, Verhältnis unter den direkten Kollegen und den direkten Vorgesetzen empfand ich als sehr gut. Es gibt immer mal jemand, mit dem man nicht 100% klarkommt, aber das ja normal. Es wurde auch mal nach der Arbeit noch zusammengesessen. Den ein oder anderen Zwischenfall unter den Kollegen gab es, hat sich aber wieder eingerenkt.

Umgang mit älteren Kollegen

Auch hier habe ich nicht negatives mitbekommen. Die Erfahrung der Kollegen wurde genutzt und sie waren auch immer bereit, ihr Wissen zu teilen.

Vorgesetztenverhalten

Auch hier muss ich unterscheiden. Direkte Vorgesetzte (Teamleiter, Leiter meines Standorts) waren gut, war ein gutes Miteinander ähnlich wie mit den Kollegen.
Darüber (C-Level) kann ich nur schwer beurteilen. Trotz der recht flachen Hierarchie habe ich nicht viel Kontakt mit den beiden Geschäftsführern gehabt. Den technischen Leiter habe ich nach circa acht Monaten das erste Mal gesehen (und gesprochen), als ein Geschäftszweig verkauft wurde. Das zweite Mal war er nochmals 5 Monate später zusammen mit dem kaufmännischen Leiter (den ich dann zum ersten Mal getroffen habe) an unserem Standort, als ich und die anderen Kollegen vom Standort unsere betriebsbedingten Kündigungen erhalten haben. Über die Standortschließung wurden wir frühzeitig 3 Wochen zuvor im Onlinemeeting informiert. Nach meinem Empfinden wurde kein Wert auf Kontakt zu den Mitarbeitern gelegt.

Arbeitsbedingungen

Altes Gebäude, im Winter eher kalt (Heizung im Haus wurde erst spät angeschaltet), im Sommer sehr sehr warm.
Mein Laptop war irgendein Consumer-Teil, war okay. Restliche Ausstattung (Bildschirme, höhenverstellbarer Schreibtisch) war gut. Werkzeug war manchmal so eine Sache.
Es gab Wasser und Sprudel und eine Küche, wo ich mit den Kollegen manchmal gekocht habe oder das mitgebrachte aufgewärmt.

Kommunikation

Wissensweitergabe, Hilfe und Informationsweitergabe war zwischen den Kollegen top. Ich konnte zu jedem hin, konnte immer Fragen stellen und habe dabei sehr viel gelernt.
Information und Kommunikation von der Geschäftsleitung ist nur sehr eingeschränkt existent. Früher gab es 3-4 Mitarbeiterinformationen pro Jahr, die Geschäftsleitung war regelmäßig auch am anderen Standort und hat mit den Leuten gesprochen. Durch die neue Geschäftsleitung wurden die regelmäßigen Mitarbeiterinformationen nach und nach eingestellt, es gab eher ereignisbasierte Informationsveranstaltungen. Diese Ereignisse waren beispielsweise Verkauf von Geschäftsbereichen, Schließung der eigenen Produktion und Verlagerung an einen externen Dienstleister oder Niederlassungsschließung, also nur wirklich harte Einschnitte. Zahlen zum Geschäft oder Planungen über Geschäftsausrichtung gab es kaum mehr. Für mich fehlte daher der als Arbeitnehmer wichtigste Punkt einer Geschäftsleitung praktisch gänzlich.

Gleichberechtigung

Ich glaube da gibt es wenig Probleme, zumindest ist mir nichts aufgefallen.

Interessante Aufgaben

Die Arbeit an sich fand ich sehr spannend und abwechslungsreich, auch wenn man meines Erachtens manchmal etwas zu stolz auf sein Produkt war. Ich konnte von meinen Kollegen sehr viel lernen und mir neues Wissen aneignen. Die Tatsache, dass die Produkte in der eigenen Fertigung hergestellt wurden (zumindest bis zur Schließung der Produktion und deren Verlagerung zu einem externen Dienstleister) war für mich mit ein Grund, in der Firma anzufangen. Allerdings wurde sehr oft von der Produktion direkt an die Entwicklung eskaliert, selbst wenn es sich um produktionsinterne Probleme handelte. Da musste man dann noch spontan an den Produktionsstandort. Der Kontakt zur Produktion machte die Arbeit aber durchaus abwechslungsreich.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.