Die Bewohner waren der einzige Grund zu bleiben
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Gehalt ist für die Tätigkeit angemessen. Die Arbeit mit den Bewohnerinnen und Bewohnern hat mir viel Freude bereitet und die pflegerischen Aufgaben sind abwechslungsreich und sinnvoll. Auch der Einrichtungsleiter war im persönlichen Umgang freundlich und bemüht.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Mobbing unter Kolleginnen und Kollegen wurde meiner Erfahrung nach nicht konsequent unterbunden. Missstände anzusprechen führte häufig zu Ausgrenzung statt zu Lösungen. Es herrschten Personalmangel, hoher Arbeitsdruck und eine fehlende Wertschätzung gegenüber Mitarbeitenden. Entscheidungen waren teilweise nicht nachvollziehbar und Mitarbeitende wurden aus meiner Sicht unterschiedlich behandelt. Diese Punkte haben letztendlich dazu geführt, dass ich das Unternehmen verlassen habe.
Verbesserungsvorschläge
Der Arbeitgeber sollte dringend in die Mitarbeiterführung und Unternehmenskultur investieren. Missstände müssen ernst genommen statt ignoriert werden. Es braucht mehr Transparenz, faire Behandlung aller Mitarbeitenden und eine konsequente Haltung gegen Mobbing und Lästereien. Außerdem sollte der Personalmangel nachhaltig bekämpft werden, damit Bewohner die Pflege erhalten, die sie verdienen. Aus meiner Sicht wäre auch ein Wechsel bzw. eine Neuausrichtung der Pflegedienstleitung sinnvoll, um wieder Vertrauen, Fairness und ein gutes Arbeitsklima zu schaffen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war für mich sehr belastend. Viele Mitarbeitende wirkten unmotiviert und vermittelten den Eindruck, keine Freude an der Arbeit mit pflegebedürftigen Menschen zu haben. Das hat sich sowohl auf das Team als auch auf die Versorgung der Bewohner ausgewirkt.
Image
Aus meiner Sicht verschlechtert sich das Image der Einrichtung zunehmend. Ich habe wiederholt Beschwerden von Angehörigen über Missstände mitbekommen. Auch die hohe Fluktuation und ehemalige Kolleginnen und Kollegen, die den Arbeitsplatz aufgrund ihrer belastenden Erfahrungen verlassen haben, hinterlassen keinen guten Eindruck.
Work-Life-Balance
Eine ausgewogene Work-Life-Balance war für mich kaum möglich. Aufgrund des starken Personalmangels wurde ich regelmäßig an meinen freien Tagen angerufen und gefragt, ob ich einspringen kann. Dadurch fiel es schwer, wirklich abzuschalten und Freizeit zu genießen.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungsmöglichkeiten waren grundsätzlich vorhanden und interne Schulungen wurden angeboten.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt war für die Tätigkeit insgesamt in Ordnung. Allerdings empfand ich die Gehaltsstruktur als wenig transparent. Mitarbeitende mit vergleichbaren Aufgaben wurden teilweise unterschiedlich vergütet, was für Unzufriedenheit sorgte. Zusätzliche Benefits oder besondere Wertschätzung für engagierte Mitarbeitende hätte ich mir gewünscht.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nachhaltigkeit und der bewusste Umgang mit Ressourcen waren grundsätzlich vorhanden. Aus meiner Sicht hätte jedoch deutlich mehr Wert auf das Wohl der Mitarbeitenden, ein respektvolles Miteinander und gesunde Arbeitsbedingungen gelegt werden müssen. Soziale Verantwortung sollte sich nicht nur gegenüber Bewohnern, sondern auch gegenüber dem Personal zeigen.
Kollegenzusammenhalt
Einen echten Teamzusammenhalt habe ich nicht erlebt. Statt gegenseitiger Unterstützung herrschten häufig Neid, Lästereien und Schuldzuweisungen. Es hatte oft den Eindruck, dass jeder nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht war.
Umgang mit älteren Kollegen
Es gab einige hilfsbereite und erfahrene Kolleginnen und Kollegen. Leider habe ich aber auch erlebt, dass neue Mitarbeitende oder Kolleginnen und Kollegen mit einer anderen Meinung nicht immer respektvoll behandelt wurden. Ein wertschätzender Umgang war nicht selbstverständlich.
Vorgesetztenverhalten
Der Einrichtungsleiter war im persönlichen Umgang freundlich, jedoch wurden aus meiner Sicht häufig Zusagen gemacht, die anschließend nicht umgesetzt wurden. Außerdem empfand ich die Bezahlung als nicht transparent. Mitarbeitende wurden unterschiedlich behandelt, obwohl sie vergleichbare Aufgaben übernahmen. Die Zusammenarbeit zwischen Einrichtungsleitung und Pflegedienstleitung wirkte auf mich teilweise widersprüchlich. Zudem hatte ich den Eindruck, dass einzelne Mitarbeitende bevorzugt wurden, während Kolleginnen und Kollegen, die Missstände ansprachen, benachteiligt oder ausgegrenzt wurden.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen waren durch den anhaltenden Personalmangel sehr belastend. Zeitdruck, häufiges Einspringen und eine hohe Arbeitsbelastung gehörten zum Alltag. Dadurch war es oft schwierig, den Bewohnern die Zeit und Aufmerksamkeit zu geben, die sie verdient hätten.
Kommunikation
Kritik oder Hinweise auf Missstände wurden meiner Erfahrung nach nicht konstruktiv aufgenommen. Wer Fehler oder vergessene Pflegemaßnahmen ansprach, musste damit rechnen, ausgegrenzt oder belächelt zu werden. Statt offen miteinander zu sprechen, herrschten häufig Lästereien und Mobbing unter Kolleginnen und Kollegen. Dadurch entstand eine Atmosphäre, in der viele Probleme lieber verschwiegen wurden.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung habe ich nur eingeschränkt erlebt. Aus meiner Sicht wurden Mitarbeitende nicht immer gleich behandelt. Bei Gehalt, Aufgabenverteilung und dem Umgang durch Vorgesetzte gab es deutliche Unterschiede, die für mich nicht nachvollziehbar waren.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben in der Pflege sind grundsätzlich abwechslungsreich und sinnvoll. Leider wurden diese durch mangelhafte Organisation überschattet. Ordnung und Sauberkeit in Bewohnerzimmern sowie Lagerräumen ließen meiner Erfahrung nach häufig zu wünschen übrig, und ich hatte oft den Eindruck, dass sich niemand wirklich dafür verantwortlich fühlte.


