Die Arbeit wird schwieriger, dass Sresspotential steigt.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Gut ist alles in allem immer noch der gute Umgang mit dem Mitarbeiter. Die stetige Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Arbeitsplätze sowie die noch vorhandenen sozialen Leistungen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Sicherlich sind Kosteneinsparungen immer ein Thema des Arbeitgebers und werden forciert aber nun geht es ans Geld der hervorragenden Mitarbeiter die sich verständlicher Weise wehren.
Verbesserungsvorschläge
Man ist auf einem guten Weg. Vor allem sollten Vorgesetzte und die die es werden wollen besser geschult werden.
Arbeitsatmosphäre
Im Zuge der zu verbessernden Produktivität und Effizients bleibt zumindest der ältere Arbeitnehmer auf der Strecke. Gelobt wird selten, Kritik und Überwachung sind die Tagesordnung.
Kommunikation
Die Kommunikation beschränkt sich zuweilen auf ein allgemeines 5 Minuten Gespräch einmal in der Woche. Hier werden dann auch die Produktivitätswerte ausgegeben, die Auftragslage erläutert und Ereignisse aufgezeigt. Es wird häufig darauf hingewiesen gewissenhaft zu Arbeiten und sich stetig zu verbessern. Was die Auftragslage anbetrifft ist man schon gut informiert und auf die Teileversorgung wird hingewiesen.
Kollegenzusammenhalt
Im großen und ganzen passt die Zusammenarbeit und der Zusammenhalt, daher die 4 Sterne. Ausreißer nach oben gibt es immer.
Work-Life-Balance
In diesem Bereich sind alle gefordert. Die Arbeitsbelastung auch bezüglich der Arbeitszeit und der zu leistenden Überstunden ist hoch, da es meist saisonal zu geht. Der Abbau von Überstunden klappt gut, der Arbeitnehmer hat hier das größte Mitspracherecht und kann im ganzen selbst bestimmen wann er die Überstunden abbaut oder Urlaub nimmt. Hier herrscht eine gute Absprache mit der Montageleitung.
Vorgesetztenverhalten
Diese Kategorie kann ich nur mit 2 Sternen bewerten. Vor 10 Jahren hätte ich noch 5 Sterne vergeben. Da die älteren erfahrenen direkten Vorgesetzten langsam in den Ruhestand gehen, werden diese häufig durch junge Kräfte aus den eigenen Reihen ersetzt. Diese jungen Leute vergessen nur allzu oft wo sie herkamen und pochen auf einen Respekt den sie sich noch verdienen müssen. Hier wird oft von oben herab bestimmt, in Konfliktsituationen sind sie häufig Unerfahren oder setzen ihren Kopf zum leidwesen des Mitarbeiters durch. Oft wird versucht durch austausch der Mitarbeiter gesteckte Ziele besser zu erreichen was man auch durch permanente Überwachung versucht. Nur gewisse wohlwollende Mitarbeiter werden in Entscheidungen einbezogen andere stellt man vor vollendete Tatsachen. Beschwerden haben selten einen positiven Effekt, Klärungsversuche und Gespräche scheitern oft am Verhalten des Vorgesetzten. Es kommt immer häufiger zu Sätzen oder Meinungen wie Zitat "Mitarbeiter muß man mit harter Hand führen sonst wird das nichts"
Interessante Aufgaben
Die Arbeitsbelastung betrifft alle ohne Ausnahme. Hier hat jeder sein Päckchen mit zu tragen. Man hat schon einen Einfluss auf die Gestaltung seines Arbeitsplatzes und die Ausstattung die die Arbeit erleichtert. Meist aber unter der Premisse das es auch schneller gehen muß. Ideen, so sie denn vom Vorgesetzten als gut bewertet werden, werden aufgenommen und man versucht sie umzusetzen aber immer auf unterstem Niveau und möglichst niedrigen Kosten.
Gleichberechtigung
Hier kann ich bedenkenlos Zustimmen. Keine Benachteiligungen!
Umgang mit älteren Kollegen
Ja es werden zuweilen auch ältere Arbeitnehmer eingestellt. Der Umgang mit den langjährigen erfahrenen Mitarbeitern läst aber seit den letzten 8 Jahren zu wünschen übrig. Hier wird nicht die Erfahrung verglichen sondern die Arbeitsleistung. Auch von dem äletren Mitarbeiter will man die Leistung des 25 jährigen sehen. Leistung zählt mehr als geistige Reife und die Erfahrung im Job. Die teils jüngeren oder durch die Betriebsleitung eingesetzten Vorgesetzten sind hier plötzlich Allwissend und pochen auf ihren Status, der dann oft durch fehlende Kenntnisse verloren geht. Zuweilen werden ältere Arbeitnehmer die sich wehren langsam in die Ecke gestellt, salopp formuliert.
Arbeitsbedingungen
Hier wird stetig verbessert. Der Schutz des Arbeitnehmers wird groß geschrieben. Gerade in der Produktion ist es laut aber man versucht durch geeignete Maßnahmen Änderungen herbei zu führen. Nur im Bereich bezüglich der Ausstattung der Arbeitsplätze gibt es noch Bedarf. Zugegeben sind einige Hilfsmittel bzw Werkzeuge teuer und auch die Umsetzung kleinerer Maßnahmen dauert aber alles in allem funktioniert es.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Auch hier passt alles zum Thema. Die Mitarbeiter werden instruiert und eingewiesen im Umgang mit umweltschädlichen Hilfsmitteln. Umweltschädigende Produktionseinflüsse werden ausgemerzt.
Aber auch der soziale Umgang bzw Verständnis spielt eine große Rolle. Seit Jahrzehnten zeichnet sich der Arbeitgeber durch sein doch soziales Verhalten gegenüber den Mitarbeitern aus. Hier herrscht ein großes Verständnis für ältere häufig kranke Mitarbeiter die hier keine Benachteiligungen erfahren sondern im Genesungsprozess unterstützt werden. Ich habe es noch nicht erlebt das hier Mitarbeiter entlassen wurden weil sie lästig oder nicht mehr tragbar sind.
Gehalt/Benefits
Das Lohnniveau ist gut. Prämien und Lohn werden pünktlich gezahlt und entsprechen den gesetzten Tarifen. Leider driftet hier das Einkommen aufgrund von Strukturen ein wenig, soll heißen das zwei Arbeitnehmer die gleiche Aufgabe erfüllen aber unterschiedlich entlohnt werden. Zudem möchte man nun alle Arbeitnehmer auf ein Niveau bringen was hier und da zu größeren Einbußen führt. Ein gutes Urlaubs- und Weihnachtsgeld und bisweilen gute Prämien für erreichte Ziele zeichnen hier den Arbeitgeber aus auch das kein Unterschied zu nicht gewerkschaftlich organisierten Arbeitnehmern gemacht wird. Zahlungen von Sparzulagen zur Rente und eine Betriebsrente gehören zum Standard.
Image
Das Image stimmt soweit. Viele Mitarbeiter identifizieren mit der Arbeit und den Produkten. Leider wird auch hier der Focus immer mehr auf Produktivität und höhere Gewinne gelegt was zu Lasten der Arbeitnehmer geht und auch langsam an die Öffentlichkeit dringt, so das auch hier über lang nur noch von einem Arbeitsplatz die rede ist den man nur zum Geldverdienen bedient. Der Arbeitgeber ist bekannt für seine sozialen Leistungen was im Wesentlichen zum guten Image beiträgt ebenso die sehr geringe Fluktuation.
Karriere/Weiterbildung
Karrierechancen gibt es wenn auch Arbeitsplatzabhängig. Gerade in der Produktion ist wenig oder garnicht bekannt inwieweit man Aufstiegschancen hat. Mitarbeiter die sich privat Weiterbilden werden ermutigt was aber selten zu einem höheren Posten führt. Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es werden aber meist nicht kommuniziert oder sind anderen Berufsgruppen vorbehalten.