Das geht eigentlich besser
Gut am Arbeitgeber finde ich
Besonders positiv hervorheben möchte ich das tolle Kollegium. Außerdem sind die Aufgaben grundsätzlich abwechslungsreich und interessant. Auch die interne Kommunikation hat sich im Laufe der Zeit aus meiner Sicht deutlich verbessert.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Mein größter Kritikpunkt betrifft die aus meiner Sicht fehlende Gleichbehandlung. Anfang des Jahres wurde der Belegschaft ein Homeoffice-Tag gestrichen. Als Begründung wurde angeführt, dass kreative Zusammenarbeit eine stärkere Präsenz im Büro erfordere. Gleichzeitig gab es jedoch Ausnahmen, bei denen einzelne Mitarbeitende weiterhin mehr im Homeoffice arbeiten konnten. Für mich entstand dadurch der Eindruck, dass Regeln nicht für alle gleichermaßen gelten und es eine Bevorzugung einzelner gibt.
Durch zeitweise sehr arbeitsintensive Phasen mit viel Zeitdruck ist es schade, dass nicht mehr Flexibilität möglich ist, um diese Phasen besser zu überbrücken.
Auch die Homeoffice-Regelung selbst empfand ich als wenig flexibel. Wenn man in einer Woche bereits krank war oder Urlaub genommen hatte, musste der verbleibende Arbeitstag zwingend im Büro stattfinden. Gerade nach einer Erkrankung wäre es aus meiner Sicht sinnvoll gewesen, die Anfahrt mit möglichem Stau zu vermeiden und den Tag im Homeoffice verbringen zu können. Hinzu kam, dass mein Team an solchen Tagen teilweise im Homeoffice arbeitete, sodass ich allein im Büro saß und der eigentliche Zweck der Präsenz aus meiner Sicht entfiel.
Ein weiterer Punkt ist das Vorgesetztenverhalten. Ich habe Führungsstile erlebt, die sehr unterschiedlich waren, jedoch nicht immer zu einer guten Zusammenarbeit beigetragen haben. Teilweise wurde sehr eng kontrolliert, teilweise fehlten klare Strukturen oder eine verlässliche Erreichbarkeit. Statt Orientierung, Entwicklung und Unterstützung zu vermitteln, hatte ich häufig den Eindruck, dass dadurch zusätzlicher Stress entstand. Gute Führung sollte Mitarbeitende stärken, Vertrauen schaffen und sie in ihrer fachlichen und persönlichen Entwicklung begleiten. Dieses Gefühl hatte ich leider nicht durchgängig.
Erschwerend kam hinzu, dass die Büroräume im Sommer nur eingeschränkt gelüftet werden konnten. Trotz hoher Temperaturen wurde an der Präsenzpflicht festgehalten, was ich als belastend empfand.
Mein Eindruck war insgesamt, dass organisatorische Regeln häufig höher gewichtet wurden als das Wohlbefinden der Mitarbeitenden oder pragmatische Lösungen. Nicht die Regeln selbst haben mich gestört, sondern dass sie aus meiner Sicht nicht für alle gleichermaßen galten. Mehr Transparenz, eine konsequent einheitliche Anwendung von Regelungen und etwas mehr Vertrauen in die Mitarbeitenden würden aus meiner Sicht sowohl die Zufriedenheit als auch die Motivation deutlich erhöhen.