Stroetmann schafft sich ab
Gut am Arbeitgeber finde ich
Kostenlose Parkplätze – warum steht das eigentlich nicht mehr unter den Benefits in den Stellenangeboten?
Verbesserungsvorschläge
Führungskräfte sollten mit Bedacht ausgewählt und gezielt auf ihre Rolle vorbereitet werden – sowohl fachlich als auch in Sachen Sozialkompetenz. Es braucht mehr Menschlichkeit, mehr Kommunikation auf Augenhöhe. Eine moderne Unternehmenskultur könnte z. B. durch die Einführung einer Duz-Kultur unterstützt werden. Respekt entsteht nicht durch formale Anreden, sondern durch glaubwürdiges, faires Handeln. Wir schreiben nicht mehr das Jahr 1791.
Arbeitsatmosphäre
Besonders in den Bereichen Großmarkt und Lager herrscht spürbar große Unzufriedenheit. Die Probleme sind seit Langem bekannt – auch auf Geschäftsführungsebene – doch es wird kaum aktiv gegengesteuert. Die Folge: Fluktuationszahlen, die seines Gleichen suchen und ein dauerhaft angespanntes Betriebsklima.
Kollegenzusammenhalt
Abteilungsübergreifend fast nicht vorhanden. Im kleinen Kreise verstehen sich viele Teams sehr gut. Man gratuliert sich gegenseitig, wenn jemand kündigt.
Work-Life-Balance
Homeoffice ist zwar theoretisch begrenzt möglich, wird in der Praxis aber eher widerwillig geduldet. Ähnlich verhält es sich mit der Gleitzeit: Offiziell vorhanden, doch faktisch kaum umsetzbar, da starre und wenig nachvollziehbare Anwesenheitsregeln gelten und man sich für alles erklären muss. Diese Regeln zur Bürobesetzung wirken willkürlich und stehen im Widerspruch zu modernen, vertrauensbasierten Arbeitsmodellen.
Vorgesetztenverhalten
Von cholerischen Ausbrüchen bis hin zu übermäßigem Kontrollverhalten - Kommunikation alles andere als auf Augenhöhe
Gleichberechtigung
Frauen bekommen gerne mal ganz direkt gesagt, dass sie aufgrund ihres Geschlechts nicht befördert werden, da eine potenzielle Schwangerschaft ein „Risiko“ darstelle.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere haben oft noch attraktive Altverträge und werden als Ballast gesehen.
Arbeitsbedingungen
Das Hauptgebäude stammt gefühlt aus dem Gründungsjahr. Im Winter fallen regelmäßig die Heizungen aus und der Wind zieht durch die alten Holzfenster. Einige Heizkörper funktionieren einfach dauerhaft nicht, sodass einzelne Mitarbeiter mit Decken und Wärmeflaschen am Arbeitsplatz sitzen.
Gehalt/Benefits
Zahlung nach Tarif was eher schlecht als recht ist. Mitarbeiter äußern, dass sie Schwierigkeiten haben, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Die GF klopft sich selbst auf die Schulter dafür, dass sie jede Tariferhöhung anstandslos mitgehen.
Image
Ein Konzern unter dem Deckmantel eines Familienunternehmens. Man hat auch den Eindruck, dass das Lebensmittelgeschäft eher ein Anhängsel ist und man sich lieber mit Immobilien beschäftigt.
Karriere/Weiterbildung
Wer klein ist, wird auch klein gehalten. Statt intern zu fördern, setzt das Unternehmen lieber auf externe Besetzungen – häufig mit deutlich höheren Kosten und fraglicher Qualifikation. Das Know-how und die Erfahrung, die intern bereits vorhanden sind, bleiben dadurch ungenutzt. Kommt es doch zu Gesprächen, wird man ewig hingehalten oder mit symbolischen, kaum nennenswerten Gehaltserhöhungen abgegolten, die in keinem Verhältnis zur zusätzlichen Verantwortung stehen. Das demotiviert und vermittelt den Eindruck, dass Leistung hier wenig Wertschätzung erfährt.

