Keine schöne Arbeitsatmosphäre durch unfaires Behandeln von Arbeitnehmern und fehlende Kommunikation auf allen Ebenen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Es gab einen großen kostenlosen Parkplatz und eine große, super leckere Kantine! Außerdem waren die Weihnachtsfeiern und Sommerfeste ein Traum (aber hier sollte niemand gezwungen werden hin zu müssen, nur weil die Abteilungsleitung das verlangt).
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Unfairer Umgang der Führungsunebene mit Mitarbeitern und entweder fehlende oder mangelhafte Kommunikation. Fehlendes Lob führt zu fehlender Motivation.
Verbesserungsvorschläge
Man sollte Aufgaben gerechter verteilen und ganz dringend an der Kommunikation mit den Mitarbeitern arbeiten.
Arbeitsatmosphäre
Leider war dies sehr abhängig von den jeweiligen Abteilungen. Mittlerweile bin ich seit 3 Jahren in einem anderen Unternehmen tätig und kann somit einen Vergleich ziehen. Bei meinem aktuellen Arbeitgeber herrscht eine viel angenehmere Arbeitsatmosphäre. Leider wurden nach meiner Erfahrung bei LS einige Mitarbeiter(innen) immer wieder bevorzugt behandelt. Verstand man sich gut mit seinem Vorgesetzten war alles gut, passte jemand nicht ins "Team" wurde derjenige häufig solange unfair behandelt, bis man freiwillig ging. Es wurde viel untereinander verglichen und leider gönnte der eine dem anderen nur selten etwas. Lob kannten die Vorgesetzten nur selten, ganz nach dem Motto "Nicht geschimpft, ist genug gelobt". Ich hatte nie die das Gefühl, dass sie froh waren, dass ich hier gearbeitet habe oder traurig waren, als ich gekündigt hatte. Leider wurde sich auch immer mal im Tonfall vergriffen oder man wurde persönlich angegriffen bei Fehlern. Nach 3 Jahren in einem anderen Unternehmen kann ich sagen: Nein, das ist nicht normal! Und in so einer Arbeitsatmosphäre möchte man auch nicht weiter arbeiten.
Image
Das Image für Kunden ist sehr gut. Viele (Ex)Mitarbeiter lassen leider aus den oben genannten Gründen kein gutes Haar an LS als Arbeitgeber. "Nach außen hui und innen pfui."
Work-Life-Balance
Eine 38,5h Woche ist natürlich besser als eine 40h Woche. Leider waren aber Überstunden an der Tagesordnung und es wurde von den Fachleitungen häufig verlangt länger zu bleiben oder früher zu kommen. Bei Urlaubsanträgen wurden bestimmte Personen bevorzugt behandelt und man selbst wurde angehalten auf alle möglichen Kollegen Rücksicht zu nehmen. Homeoffice war nicht gerne gesehen bzw durften auch nur ausgewählte Mitarbeiter regelmäßig wahrnehmen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Müll wird getrennt und es wird viel wert auf Recyclen gelegt. Allerdings führte das Unternehmen zum damaligen Zeitpunkt noch Tierversuche durch. Ich hoffe darauf kann in der heutigen Zeit endlich verzichtet werden.
Kollegenzusammenhalt
Kam sehr stark auf die jeweilige Abteilung an. Teilweise sehr schwierige Persönlichkeiten in einem "Team" und leider wurden v.a. diese "nicht Teamfähigen" Kollegen durch die Führungskraft in ihrem Handeln noch bestärkt. Durch das unfaire Behandeln (v.a. auch durch die Führungskräfte) kam es in Folge dessen auch immer wieder zu Neid unter den Kollegen. Es gab auch Team- bzw. Gruppenleiter, die die Arbeitspläne sehr egoistisch gestaltet haben. Kommunikation war auch hier leider häufig Mangelware. Es gab aber auch nette Kollegen, mit denen man gerne seine Pause verbracht hatte. Neid und Lästereien gehören in meinen Augen von der Führungsebene direkt unterbunden!
Umgang mit älteren Kollegen
Bei Neueinstellungen handelte es sich meist ehr um jüngere Kollegen. Die älteren Kollegen im Team waren meistens ganz gut mit eingebunden, allerdings hat man nach einer bestimmten Anzahl von Zugehörigkeitsjahren keine Chancen mehr auf größere Gehaltserhöhungen oder Beförderungen.
Vorgesetztenverhalten
Ich kann hier nur aus meinen Erfahrungen sprechen und diese waren unterirdisch. Leider hatte sich die Abteilungsleitung häufiger im Ton vergriffen und wenn sie sich auf eine Person "eingeschossen" hatte, war es kaum möglich hier noch einmal "gut" raus zu kommen. Hier wurde häufig auf einer sehr persönlichen Ebene kommuniziert und auch hier war Fairness oder Anerkennung (einfach mal Danke sagen) leider ein Fremdwort. Bei Entscheidungen wurden Mitarbeiter selten mit einbezogen.
Arbeitsbedingungen
Die Räumlichkeiten waren sehr neu und sauber. Allerdings bin ich persönlich kein Freund von Großraumbüros und fand hier den Lärmpegel teilweise auch sehr anstrengend.
Kommunikation
Kommunikation ist auf allen Ebenen sehr ausbaufähig! Es fanden regelmäßig Meetings statt, allerdings war die Kommunikation hierbei häufig noch sehr ausbaufähig. Es regierte leider wie so oft der Flurfunk.
Gehalt/Benefits
Die Gehälter kamen immer pünktlich und man hatte ein 13. Monatsgehalt. Das Gehaltsystem selbst sollte aber noch einmal überarbeitet werden. Es ist für die Branche kein sehr niedriges Gehalt, allerdings auch kein gutes Gehalt. Ich verdiene bei meinem jetzigen Arbeitgeber um einiges mehr und habe weniger Verantwortung bzw Arbeitsaufwand, als bei LS.
Gleichberechtigung
Leider wurden Männer und Frauen nicht immer gleich behandelt. Im Labor selber arbeiten mehr Frauen, aber in den Führungspositionen war natürlich wieder das männliche Geschlecht häufiger vertreten. Außerdem wurde man als junge Frau häufig auf Familienplanung angesprochen und Schwangerschaftsverkündigungen waren bei den Führungskräften kein Grund zur Freude, was auch leider immer wieder so kommuniziert wurde.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren tatsächlich sehr abwechslungsreich. Als Fachleitung hatte man die Möglichkeit sowohl im Labor mitzuhelfen, als auch Büro/QM-Tätigkeiten auszuführen. Häufig war man als Fachleitung für mehrere Arbeitsplätze/Abteilungen zuständig. Das brachte mehr Abwechslung, allerdings natürlich auch mehr Stress, da häufig am Ende des Tages noch Aufgaben liegen blieben, die man zeitlich einfach nicht mehr schaffen konnte.
