Bruddel hat leider recht
Gut am Arbeitgeber finde ich
Dass er mal besser war. Problem sind in meiner Empfindung immer mehr die neu eingestellten Amtsleitungen. Wir hatten so viele gute Amtsleitungen, diese wurden und werden aber versetzt, weggemobbt oder gegangen (das meinen sicher auch viele mit dem Umgang mit langjährigen Mitarbeitern)
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Viele der Aussagen, die im Video rund um die imaginäre Figur "Bruddel" verwendet werden, entsprechen inhaltlich den Kritikpunkten, die zuvor auf Kununu veröffentlicht wurden. Auf mich wirkte das nicht wie eine Auseinandersetzung mit den Ursachen der Kritik, sondern wie eine Karikatur derjenigen, die sie geäußert haben. Die Schlusszene, in der er sich entschuldigt und der Landrat mit "Das wird" reagiert, habe ich als Signal empfunden, dass nicht die Probleme, sondern die Kritiker selbst das Problem sind. Sie sollen sich gefälligst entschuldigen, weil sie alle Probleme ansprechen, die es aus Sicht des Personalamts und anderer Ämter nicht gibt bzw. nicht geben darf. In Wirklichkeit will man sich nicht um die Probleme kümmern und ist sogar bereit, dafür das Gesetz zu brechen. Will man Personalkosten einsparen, dann wäre mein Vorschlag, beim Personalamt und anderen Ämtern erst mal ganz oben anzufangen und auszutauschen mit Personen, die sich um das Personal kümmern und nicht nur darauf aus sind, Personal einzusparen mit allen Mitteln auf Kosten der GEsdunheit der Angestellten und Beschäftigten (Gesundheit, GEld und Freizeit).
Verbesserungsvorschläge
Ich habe den Eindruck gewonnen, dass viel Energie und Geld in das Arbeitgebermarketing investiert wird. Aus meiner Sicht wäre es sinnvoller, den gleichen Einsatz in die Verbesserung der Arbeitsbedingungen, eine offene Feedbackkultur und die Unterstützung der Beschäftigten zu investieren. Ein gutes Image entsteht langfristig nicht durch Kampagnen, sondern dadurch, dass die Menschen, die dort arbeiten, ihren Arbeitgeber glaubwürdig weiterempfehlen können. Wenn man das Geld nicht an dieser Stelle sinnlos rausschmeißen würde, wäre auch mehr GEld für Pesronal da.
Arbeitsatmosphäre
Ich bin inzwischen richtig enttäuscht und wütend darüber, wie hier mit Beschäftigten und Kritik umgegangen wird.
Nach außen präsentiert sich das Landratsamt als moderner, wertschätzender Arbeitgeber. Intern erleben viele Beschäftigte aber etwas anderes: hohe Belastung, fehlende Nachbesetzungen, Sparvorgaben, ungleiche Arbeitsbedingungen und eine Kommunikation, die oft erst dann auffällt, wenn es zu spät ist.
Image
Besonders bitter war für mich das Video rund um den imaginären „Bruddel“. Darin wurden aus meiner Sicht genau die Kritikpunkte aufgegriffen, die zuvor in Arbeitgeberbewertungen geäußert wurden. Statt sich ernsthaft mit den Ursachen zu beschäftigen, wurde daraus eine Figur gemacht, die als übertriebener Nörgler dargestellt wird. Für Beschäftigte, die solche Punkte nicht aus Spaß, sondern aus echter Frustration und zuvor ergebnislos intern angesprochen hatten und ansprechen, wirkt das wie blanker Hohn.
Auch die gezeigten modernen Büros bilden nicht die Realität vieler Mitarbeitender ab. Die „Neuen Bürowelten“ gibt es nach meinem Kenntnisstand vor allem in einzelnen Bereichen wie Personal, die auch im Video mitgewirkt haben. Viele andere arbeiten weiterhin in deutlich weniger modernen Räumlichkeiten. Trotzdem wird nach außen ein Bild vermittelt, als sei das der allgemeine Standard.
Work-Life-Balance
Gleichzeitig werden Stellen nicht oder nur verzögert nachbesetzt, während zusätzliche Personalkosteneinsparungen angekündigt werden (erst heute vom Landrat eine tolle E-Mail, dass man nicht nur 2% bei den Personalkosten einsparen will, sondern 3% bis Ende 2027). Die Arbeit verschwindet dadurch aber nicht. Sie bleibt bei den übrigen Beschäftigten hängen. Vorgesetztenverhalten von AmtsleiterInnen tut sein übriges, denn im Gegensatz zur Aussage des Landrats, dass man einfach Sachen nicht mehr macht, heißt es mündlich mit entsprechender Androhung oder in anderen Worten, dass man seine Arbeit einfach in seiner Freizeit machen solle, wenn man es nicht mehr in der regulären Arbeitszeit schafft ohne Überstunden
Karriere/Weiterbildung
Wenn man liest, dass die Führungskräfte vorher schon vom Landrat informiert wurden, und mein Chef und dessen Chef nicht informiert worden ist, weiß man, dass die Führungskräfte nicht die sind, die was arbeiten , sondern nur die, die die Probleme verursachen.
Gehalt/Benefits
Rechnet man die Arebit in der Freizeit ein, ist es für viele unter dem Mindestlohn, es traut sich aber auch niemand mehr was zu sagen, weil das Personalamt keine Hilfe ist, mit den angesprochenen Problemen wird ein Imagevideo gemacht, das für viele im Landratsamt einer Abwertung gleichkommt. Wertschätzung ist das absolute Gegenteil.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Auch das wird in dem neuen Video vom Landratsamt natürlich so dargestellt, als seien nur die, die Probleme ansprechen, diejenigen, die kein Umweltbewusstsein oder Sozialbewusstsein haben.
Kollegenzusammenhalt
Hinzu kommen angekündigte Personalkosteneinsparungen, wodurch sich viele Mitarbeitende fragen, wie die Arbeit künftig noch bewältigt werden soll. Das erzeugt Unsicherheit und zusätzlichen Druck. Es wird teilweise von Amtsleitungen teilweise der Kollegenzusammenhalt absichtlich zerstört bzw. versucht zu zerstören , evtl. damit die Personalkosten durch Weggang schnell reduziert werden.
Umgang mit älteren Kollegen
Wertschätzung langjähriger Mitarbeitender? Schwierig. Eine frühere Regelung zum freien Tag am runden Geburtstag wurde abgeschafft. Kommuniziert wurde das über einen Intranetbeitrag. Viele haben es nicht mitbekommen und mussten dann feststellen, dass ihnen Urlaub abgezogen wurde. So etwas frustriert enorm.
Vorgesetztenverhalten
Das scheinheilige Getue in der Öffentlichkeit der oberen Etagen ist nicht mehr auszuhalten.
Arbeitsbedingungen
Für manche schön, für viele nicht (mehr). Man spart nur noch um des Sparens willen, ob man am Ende das 100fache dadurch zahlt, spielt keine Rolle (z.B. spart man 1 Cent, indem man automatisiert auszuführende Aufgaben von Personen innerhalb von 15 min. ausführen lässt, die 15 EUR pro H mindestens kosten, das sind auch sinnlose Aufgaben bis zu den Sachgebietsleitern hoch, geht nur noch darum, 1 Cent zu sparen, die Arbeitszeit kostet ja nichts, weil am Ende ist sie in der Freizeit zu erledigen.)
Kommunikation
Kommunikation zu den Angestellten findet inzwischen nur noch über solche Kampagnen wie B bruddelt statt, aber wertschätzend schon lange nicht mehr, vielleicht nur noch in den sogenannten Feigenblatt-Mails des Landrats, wo sich Arbeit immer noch lohnen soll, in der er in einer Schweinwelt zu leben scheint, die ihm das Personalamt und andere Ämter einreden.
Gleichberechtigung
Es gibt Personen, die besser behandelt werden als andere. Sieht man ja am Video...
Interessante Aufgaben
Gibt es nicht mehr, weil ja alle rausgemobbt werden und die langweilige Arbeit, die aber permanent Druck erzeugt, nur noch von einem statt von drei gemacht wird. Spricht man das an, heißt es, dass man ja sowieso zuvor zu viele Kollegen hatte für die Arbeit.