Ihr Unternehmen?

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Lantzerath 
Tankstellentechnik 
GmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Starke Verschlechterung nach Führungswechsel

2,0
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr bei Lantzerath Tankstellentechnik GmbH in Köln gearbeitet.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre verschlechterte sich insbesondere nach dem Wechsel in der Unternehmensführung deutlich!! Viele Mitarbeiter hatten Angst davor, Fehler zu machen, da diese häufig nicht als normaler Bestandteil der Arbeit betrachtet wurden. Statt einer sachlichen Ursachenanalyse entstand oft der Eindruck, dass schnell nach Schuldigen gesucht wurde. Das führte zu einer spürbaren Verunsicherung und einem Arbeitsumfeld, das von massiver Kontrolle statt von Vertrauen geprägt war.

Kommunikation

Wichtige Informationen wurden teilweise verspätet oder gar nicht weitergegeben. Entscheidungen waren oft nicht nachvollziehbar und wurden den betroffenen Mitarbeitern nicht ausreichend erklärt. Dadurch entstanden unnötige Unsicherheiten, Missverständnisse und Mehrarbeit.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt innerhalb meiner Abteilung war einer der einzigen Gründe, warum die Arbeit trotz der schlimmen Rahmenbedingungen noch funktioniert hat. Einige Kollegen haben sich gegenseitig unterstützt und offen ausgetauscht. Gleichzeitig war die Atmosphäre zunehmend von Unsicherheit bzw. Angst geprägt. Es entstand häufig der Eindruck, dass Fehler nicht als Lernchance betrachtet wurden, sondern schnell nach Verantwortlichen gesucht wurde. Dadurch entwickelte sich eine Kultur, in der Mitarbeiter eher ängstlich agierten und teilweise versuchten, sich gegen mögliche Vorwürfe abzusichern. Der Zusammenhalt war daher vor allem innerhalb unserer Abteilung vorhanden und nicht unbedingt im restlichen Unternehmen zu beobachten. Leider haben im Laufe der Zeit viele geschätzte Kollegen die Abteilung bzw. das Unternehmen verlassen.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance war grundsätzlich akzeptabel. Mit zunehmender Fluktuation und mehreren Kündigungen stieg die Arbeitsbelastung jedoch spürbar an. Offene Stellen wurden teilweise über längere Zeit nicht nachbesetzt, sodass zusätzliche Aufgaben auf die verbleibenden Mitarbeiter verteilt wurden.

Vorgesetztenverhalten

Nach dem Wechsel in der Unternehmensführung hat sich das Arbeitsklima stark verschlechtert. Entscheidungen wirkten wenig nachvollziehbar und wurden häufig ohne ausreichende Kommunikation getroffen. Der Umgangston war zeitweise absolut unangemessen und emotional belastend. In Besprechungen kam es vereinzelt zu lautstarken Auseinandersetzungen. Ich habe zudem Situationen erlebt, in denen Mitarbeiter aufgrund des ausgeübten Drucks emotional stark belastet waren. Auf solche Situationen wurde nicht mit der nötigen Empathie reagiert. Dies hat das Vertrauen vieler Mitarbeiter in die Führungsebene nachhaltig beeinträchtigt.

Die Personalabteilung wurde von vielen Mitarbeitern nicht mehr als unabhängiger und vertrauensvoller Ansprechpartner wahrgenommen. Während Mitarbeiteranliegen früher offener aufgenommen wurden, entstand später zunehmend der Eindruck, dass die Interessen der Geschäftsführung konsequent über die Interessen der Belegschaft gestellt wurden.

Umgang mit älteren Kollegen

Ältere Kollegen werden soweit gut behandelt. Das Unternehmen wirkt aber generell eher traditionell bzw. altbacken geprägt.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen sind deutlich verbesserungswürdig. Das Firmengebäude ist stark in die Jahre gekommen und Investitionen in Modernisierung waren während meiner Beschäftigungszeit nicht erkennbar. Teilweise entsteht der Eindruck, dass notwendige Maßnahmen immer wieder aufgeschoben werden. Auch die technische Ausstattung und die allgemeine Infrastruktur könnten moderner sein.

Gehalt/Benefits

Das Gehaltsniveau empfand ich als durchschnittlich bis eher unterdurchschnittlich. Regelmäßige Gehaltsentwicklungen oder spürbare Gehaltserhöhungen waren nach meiner Erfahrung eher die Ausnahme. Wer großen Wert auf finanzielle Entwicklung legt, wird hier vermutlich nur begrenzt zufrieden sein.

Karriere/Weiterbildung

Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten waren aus meiner Sicht kaum vorhanden. Weiterbildungsangebote wurden nur sehr eingeschränkt angeboten und klare Entwicklungspfade waren nicht erkennbar. Wer sich fachlich oder persönlich weiterentwickeln möchte, sollte dies bei der Arbeitgeberwahl berücksichtigen.


Interessante Aufgaben

Gleichberechtigung

Umwelt-/Sozialbewusstsein

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Arbeitgeber-Kommentar

Evgenia AlmaiPersonalreferentin

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, Ihre Erfahrungen so ausführlich mit uns zu teilen. Ihre Schilderung macht deutlich, dass Sie eine herausfordernde Zeit bei uns erlebt haben – das nehmen wir ernst. An einigen Stellen können wir Ihre Einschätzung allerdings nicht nachvollziehen, was wir im Folgenden gern sachlich einordnen möchten.

Ihre Schilderung gibt Ihre persönliche Wahrnehmung wieder, verallgemeinert diese an mehreren Stellen jedoch auf das gesamte Unternehmen und die Belegschaft. Diese Verallgemeinerung können wir so nicht nachvollziehen, da sie sich nicht mit den Rückmeldungen deckt, die uns aus der Breite des Kollegiums erreichen.

Besonders Ihre Rückmeldung zu Kommunikation, Führungskultur und dem Vertrauen in die Personalabteilung beschäftigt uns. Eine Atmosphäre, in der Fehler als Lernchance verstanden werden und in der sich Mitarbeitende sicher und gehört fühlen, ist uns ein echtes Anliegen. Wir ermutigen unsere Mitarbeitenden ausdrücklich zu selbstständigem Arbeiten und geben ihnen Raum, Verantwortung zu übernehmen – das entspricht auch dem Wunsch vieler Kolleginnen und Kollegen. Mit dieser Eigenverantwortung geht eine Fehlerkultur einher, aus der gelernt werden soll und die wir zugleich durch geeignete Prozesse begleiten. Unser Ziel ist es, Fachkompetenz zu stärken, Abläufe zu verbessern und Fehlerquoten zu senken. Teil dieses Anspruchs ist die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung – dafür haben wir eigens die Stelle eines Weiterbildungs- und Ausbildungskoordinators geschaffen. Dass dies in Ihrem Fall nicht durchgängig gelungen ist, bedauern wir aufrichtig.

Wir befinden uns in einer Phase der Veränderung und arbeiten kontinuierlich daran, Kommunikation, Zusammenarbeit und Arbeitsbedingungen weiterzuentwickeln. Zu den Arbeitsbedingungen möchten wir offen sein: Unser Gebäude in Köln ist tatsächlich rund 50 Jahre alt. Gleichzeitig ist es unter anderem mit Klimadecken und teilweise höhenverstellbaren Tischen ausgestattet. Um mobiles Arbeiten zu ermöglichen, sind wir zudem auf moderne Telefonanlagen umgestiegen und mit zeitgemäßer IT sowie einer modernen Home-Office-Regelung gut aufgestellt. Notwendige Modernisierungen gehen wir Schritt für Schritt an.

Was das Vertrauen in die Personalabteilung betrifft, erreichten uns während Ihrer Beschäftigung weder über die Führung noch über unseren Betriebsrat entsprechende Hinweise. Gerade der Betriebsrat ist Ansprechpartner für solche Anliegen – ein frühzeitiger Austausch hätte uns die Möglichkeit gegeben, vieles unmittelbar aufzugreifen.

Über jedes Feedback freuen wir uns aufrichtig, und wir sind jederzeit offen, solche Themen gemeinsam zu besprechen. Uns ist wichtig, eine Kultur zu fördern, in der Mitarbeitende den Mut haben, Kritik direkt anzusprechen – denn nur so können wir frühzeitig gemeinsam Lösungen finden.

Sollten Sie offen für ein vertrauliches Gespräch sein, freuen wir uns über eine Nachricht an https://whistleblowersoftware.com/secure/LAG_DE. Für Ihren weiteren beruflichen Weg wünschen wir Ihnen alles Gute.

Ihr Lantzerath Team

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