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Leadeffect 
GmbH
Bewertung

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Junges Unternehmen mit Entwicklungspotenzial, aber professionellen Nachholbedarf

2,0
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr im Bereich Marketing / Produktmanagement in Hamburg gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Das Unternehmen zeigt sich sehr flexibel in Bezug auf Home Office. In verschiedenen Situationen, wie bei einem Handwerkerbesuch oder einer leichten Erkältung, wurde es problemlos ermöglicht, von zu Hause aus zu arbeiten. Diese Flexibilität empfand ich als positiv, da sie es ermöglichte, Arbeit und private Angelegenheiten gut miteinander zu vereinbaren.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Leider erhielt ich während meiner Feedbackgespräche keine klaren Hinweise darauf, warum meine Anstellung nicht über die Probezeit hinaus fortgeführt wurde. Diese fehlende Transparenz empfand ich als enttäuschend, da mir keine konkreten Gründe mitgeteilt wurden, um mich weiter zu verbessern oder an den Erwartungen zu arbeiten und lediglich gesagt wurde, dass die mich nicht in der Branche sehen.

Des Weiteren habe ich den Eindruck, dass die zuvor veröffentlichten positiven Kununu-Bewertungen möglicherweise von denen selbst verfasst wurden, um ein verzerrtes Bild zu vermitteln und ehrliche Bewertungen wie meine zu verschleiern.

Verbesserungsvorschläge

Schon in der Stellenausschreibung sowie im Bewerbungsverfahren wurden verschiedene Benefits wie das Deutschlandticket, Workation und individuell wählbare Zusatzleistungen angekündigt. Leider wurden diese Versprechen während meiner gesamten Probezeit nicht umgesetzt. Auch als ich vermehrt nach dem Deutschlandticket fragte, damit ich mit der Bahn zur Arbeit kommen kann, gab es keine konkrete Umsetzung. Ich hoffe, dass das Unternehmen in Zukunft seinen Mitarbeitenden die versprochenen Benefits auch tatsächlich bietet, um die Erwartungen und das Vertrauen der Mitarbeitenden zu erfüllen.

Arbeitsatmosphäre

Die allgemeine Stimmung im Team war freundlich und kollegial. Besonders unter den Projektleitungen gab es einen offenen und angenehmen Austausch, sei es morgens im Büro oder während der Mittagspause. Sobald das Führungsteam anwesend war, veränderte sich die Atmosphäre jedoch spürbar – Gespräche verstummten, und es wurde sehr still. Diese Ruhe wirkte auf mich oft eher angespannt als konzentriert und hat das sonst entspannte Miteinander ein Stück weit eingeschränkt.

Work-Life-Balance

Die Arbeitszeiten waren fair geregelt, und es wurde ermöglicht, die vertraglich vereinbarten 40 Stunden einzuhalten, ohne regelmäßig Überstunden leisten zu müssen. Das empfand ich als positiv im Hinblick auf die Work-Life-Balance.

Kritisch sehe ich den Umgang mit der Urlaubsplanung: Trotz mehrfacher Hinweise in Feedbackgesprächen über einen Zeitraum von mehreren Monaten wurde mein Urlaub im Zeiterfassungssystem nicht hinterlegt. Dadurch war ich gezwungen, meine Urlaubstage manuell zu dokumentieren und selbst zu prüfen, ob meine geplante Auszeit – insbesondere der Sommerurlaub – im Rahmen meines Urlaubsanspruchs lag. Das war besonders herausfordernd, da eine frühzeitige Urlaubsplanung erwartet wurde, ohne dass eine verlässliche Übersicht zur Verfügung stand.

Kollegenzusammenhalt

Unter den Projektleitungen sowie mit den externen Kolleg*innen herrschte eine sehr angenehme und kollegiale Stimmung, in der ich mich durchweg wohlgefühlt habe.

Vorgesetztenverhalten

Im Bewerbungsprozess wurde die Möglichkeit von Workation als ein attraktiver Bestandteil der Unternehmenskultur betont – zum Beispiel eine gemeinsame Reise ins Warme im Frühjahr, etwa nach Zypern. Ich empfand diese Aussicht als motivierend.

Im weiteren Verlauf stellte sich jedoch heraus, dass solche Reisen aus Kostengründen nicht mehr realistisch seien. Stattdessen wurden Alternativen wie eine Woche im Norden Deutschlands oder in Nachbarländern diskutiert, was für mich grundsätzlich ebenfalls in Ordnung gewesen wäre. Allerdings wurde diese Option dann stark eingeschränkt – etwa auf eine Sommerwoche, da nur dann gutes Wetter in den Ländern gegeben ist. Später wurde ein Kompromiss angedeutet: ein kürzerer Trip im Herbst in ein wärmeres Land übers Wochenende.

Vor diesem Hintergrund wirkte es auf mich irritierend, als ich erfuhr, dass die Geschäftsführung im Frühjahr dennoch gemeinsam von Zypern aus arbeitete. Das stand für mich im Kontrast zu der zuvor kommunizierten Haltung gegenüber dem Team und hinterließ einen widersprüchlichen Eindruck.

Arbeitsbedingungen

Zum damaligen Zeitpunkt gehörten wir zwei Projektleiter zu den ersten festangestellten Mitarbeitenden. Insgesamt arbeiteten fünf Personen im Büro: Der Vertrieb nutzte einen Raum allein, während wir zwei Projektleiter gemeinsam mit der Geschäftsführung in einem zweiten, kleinen Raum saßen.

Für Meetings wurde meist der Vertriebsraum genutzt, was häufig mit Störungen durch parallele Telefonate verbunden war. Auch im gemeinsamen Raum war konzentriertes Arbeiten gelegentlich schwierig, wenn laut gesprochen oder Darts gespielt wurde. Die räumlichen Gegebenheiten wirkten sich daher teils negativ auf die Arbeitsruhe aus.

Die Mittagspausen empfand ich oft als wenig gemeinschaftlich. Obwohl es im Gebäude eine Kantine gab, wurde diese nicht aktiv genutzt – aufgrund zusätzlicher Kosten. Die Geschäftsführung nahm ihre Mittagspause in der Regel allein am Schreibtisch ein. Ich selbst habe, wenn möglich, gerne mit einem Kollegen im Besprechungsraum gegessen, um etwas Austausch zu haben. War dieser Raum durch ein Meeting belegt, blieb als einzige Option, allein am eigenen Platz zu essen.

Kommunikation

Zu Beginn hatte ich den Eindruck, dass die Kommunikation in einem jungen Unternehmen offen und locker sein würde. Tatsächlich waren alle Kolleg*innen im Team freundlich und hilfsbereit, besonders während des Onboardings. In der Probezeit wurde angekündigt, dass es monatliche Feedbackgespräche geben würde, um den individuellen Lernfortschritt zu begleiten.

Diese Gespräche fanden auch statt und verliefen insgesamt konstruktiv. Es wurde mehrfach betont, dass Quereinsteiger willkommen seien und es etwa sechs Monate dauere, bis man sich in die Themen eingearbeitet habe – und rund ein Jahr, bis man wirklich sicher in seiner Rolle sei. Ich erhielt in den Gesprächen positives Feedback zu meiner Selbstreflexion und meinem Potenzial im Projektmanagement. Man sprach mir sogar zu, dass ich perspektivisch größere Projektverantwortung übernehmen könnte als der einzige andere, der vor mir begonnen hatten.

Trotz dieser positiven Rückmeldungen wurde ich überraschend zwei Wochen vor Ende der Probezeit mit der Begründung, die sehen mich nicht in der Branche, entlassen. Diese Entscheidung kam für mich unerwartet und ließ sich für mich nicht mit dem bisherigen Feedback in Einklang bringen.

Gleichberechtigung

Das Gehalt war im Projektteam einheitlich geregelt, unabhängig vom Geschlecht – das habe ich als positives Zeichen für Gleichbehandlung wahrgenommen.

Gleichzeitig hatte ich im Arbeitsalltag als einzige weibliche Angestellte wiederholt das Gefühl, dass es im Umgang der Geschäftsführung mit mir gewisse Spannungen oder Unsicherheiten gab. Dieses Gefühl entstand weniger durch konkrete Aussagen, sondern eher durch subtile Verhaltensweisen, die sich schwer greifen lassen, für mich aber spürbar waren.

Rückblickend hat sich dieser Eindruck für mich verstärkt, als ich kurz vor Ende meiner Probezeit entlassen wurde und kurz vorher ein männlicher Kollege auf meine Position folgte. Auch wenn solche Personalentscheidungen viele Gründe haben können, hat es für mich ein gewisses Ungleichgewicht im Erleben abgerundet.

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Arbeitgeber-Kommentar

Frederik DohmCEO

Vielen Dank für dein ausführliches Feedback. Wir schätzen es, wenn sich ehemalige Mitarbeitende die Zeit nehmen, ihre Eindrücke zu schildern – sowohl positive als auch kritische. Deine Rückmeldungen helfen uns dabei, unsere Prozesse und das Arbeitsumfeld weiterzuentwickeln.

Gleichzeitig möchten wir zu einigen Punkten Stellung nehmen, da sie aus unserer Sicht ein einseitiges Bild zeichnen, das der tatsächlichen Situation nicht ganz gerecht wird. Uns ist ein respektvoller und transparenter Umgang wichtig – auch über das Arbeitsverhältnis hinaus. Es ist schade, dass wir das jetzt über diesen Weg machen müssen, da ich das Gefühl hatte, dass wir trotz der offensichtlichen Differenzen im Guten auseinander gegangen sind.


Benefits


Du hast völlig recht: Die Umsetzung des Deutschlandtickets hat sich verzögert, was wir bedauern. Inzwischen steht es zur Verfügung.
Auch zum Thema Workation gab es Gespräche und Abstimmungen – du warst in die Terminfindung eingebunden, die nicht zuletzt durch dich ziemlich kompliziert wurde. Dass es hierbei unterschiedliche Vorstellungen gab, hat die Planung sicher nicht einfacher gemacht.
Bezüglich der Reise der Geschäftsführung nach Zypern: Diese fand im Rahmen eines Besuchs bei Mentoren statt und die Unterkunft war privat organisiert, nicht als Workation angelegt. Wir verstehen jedoch, dass das in der Außenwirkung anders wahrgenommen werden kann.


Urlaubsplanung


Das Problem mit der Urlaubsanzeige im System ist bekannt und ärgerlich – wir arbeiten an einer langfristigen Lösung. Trotz dieser technischen Einschränkung konntest du deinen Urlaub wie gewünscht nehmen, auch während der Probezeit. Schade, dass dieser Aspekt für dich negativ in Erinnerung geblieben ist.


Feedback und Beendigung des Arbeitsverhältnisses


Uns war es wichtig, dir im Rahmen regelmäßiger Feedbackgespräche Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Dabei haben wir auch konkrete Hinweise zu Verbesserungsfeldern gegeben.
Letztlich haben wir die Entscheidung, das Arbeitsverhältnis nicht zu verlängern, auf eine Vielzahl von Faktoren gestützt – unter anderem auf das fehlende Verständnis unserer Kunden. Tatsächlich ist das direktes Kundenfeedback, das wir zu dir von Kunden bekommen haben.
Da du im Abschlussgespräch selbst angedeutet hast, mit der Möglichkeit der Kündigung gerechnet zu haben, wollten wir dir einen respektvollen, klaren Abschluss ermöglichen – ohne eine detaillierte Aufzählung aller Punkte. Solltest du dennoch Interesse an konkretem Feedback haben, stehen wir dafür offen.


Arbeitsumfeld


Die räumliche Situation war in der Tat nicht optimal. Wir befinden uns in einem Wachstumsprozess und sind aktiv auf der Suche nach größeren Räumen – darüber hattest du auch Informationen. Die Arbeitsweise in den bestehenden Räumen wurde von anderen Teammitgliedern grundsätzlich als funktional beschrieben, auch wenn wir verstehen, dass es individuelle Unterschiede in der Wahrnehmung gibt.


Gleichberechtigung


Wir nehmen die Themen Gleichbehandlung und Diversität sehr ernst. Dein Eindruck, aufgrund deines Geschlechts benachteiligt worden zu sein, trifft uns und entspricht nicht unseren Werten. Uns zu unterstellen, wir hätten dich entlassen, weil du eine Frau bist, entspricht nicht der Wahrheit.
Im remote Team arbeiten wir seit Jahren erfolgreich mit Frauen zusammen. Dass du von den 3 Mitarbeitenden in Hamburg die einzige Frau warst, finden auch wir sehr schade. Die IT Branche ist leider sehr männerlastig. Wir bemühen uns nach Kräften, dieses Männer dominierte Feld auch für Frauen attraktiv zu gestallten.
Zum Zeitpunkt deiner Entlassung wurde beispielsweise eine weitere Frau im Projektmanagement eingestellt. Wir hoffen, dass diese Beispiele zeigen, dass bei uns Leistung und Potenzial im Vordergrund stehen – unabhängig vom Geschlecht.

Außerdem möchte ich klarstellen, dass hier niemand eine Bewertung gefälscht hat. Bei einem kleinem Unternehmen wie unserem ist es vermutlich klar, wer die Bewertungen aus dem Vertrieb geschrieben hat.

Abschließend möchten wir betonen, dass wir dir für deinen Einsatz danken und dir auf deinem weiteren Weg alles Gute wünschen – sowohl beruflich als auch persönlich.
Auch wenn eine Kündigung frustrierend ist, hoffe ich das wir im Guten auseinander gehen können.

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Puls

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.