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Bewertung

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Traurig

1,7
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr bei Leben leben in Uelzen gearbeitet.

Verbesserungsvorschläge

Ich möchte meine Erfahrungen mit meinem ehemaligen Arbeitgeber teilen, da mich insbesondere die Art und Weise, wie mit meiner Beschäftigung umgegangen wurde, bis heute beschäftigt.
Ich war etwa ein halbes Jahr dort beschäftigt und habe in dieser Zeit an einer Schule mit einem besonderen Kind gearbeitet. Gerade diese Tätigkeit war für mich persönlich sehr wertvoll. Ich konnte eine wirklich tolle Bindung zu dem Kind aufbauen und hatte das Gefühl, dass es sich zunehmend an mich gewöhnt und mir vertraut. Auch zur Schule selbst und zu den dort arbeitenden Menschen habe ich eine gute Verbindung aufgebaut und mich in meinem Arbeitsumfeld sehr wohlgefühlt.
Was mich allerdings sehr enttäuscht hat, war die fehlende Begleitung und Wertschätzung durch meinen eigentlichen Arbeitgeber. Während des gesamten halben Jahres hat sich meines Erachtens kaum jemand dafür interessiert, wie meine Arbeit vor Ort läuft. Es wurde nicht nachgefragt, wie es mir geht, wie die Zusammenarbeit mit dem Kind funktioniert oder ob sich das Kind mit mir wohlfühlt. Gerade in einem sozialen Beruf hätte ich erwartet, dass solche Dinge von Bedeutung sind.
Wenn man mit Kindern und Menschen arbeitet, sollte meiner Meinung nach nicht ausschließlich die Erfüllung von Formalitäten im Vordergrund stehen. Natürlich sind bestimmte Unterlagen und Voraussetzungen in sozialen Berufen wichtig und müssen eingehalten werden. Gleichzeitig sollte man aber auch die Menschen sehen, die hinter diesen Formalitäten stehen – sowohl die Mitarbeitenden als auch die Kinder und Jugendlichen, die von ihnen betreut werden.
Besonders enttäuschend war für mich daher die Kündigung aufgrund eines fehlenden Führungszeugnisses. Diese Kündigung wurde mir ausgerechnet einen Tag vor Ende meiner Probezeit ausgesprochen. Ich hatte angeboten, das Führungszeugnis schnellstmöglich nachzureichen, und war bereit, mich unmittelbar darum zu kümmern. Dieses Angebot wurde jedoch nicht akzeptiert. Stattdessen wurde die Zusammenarbeit beendet.
Für mich ist dabei vor allem die Verhältnismäßigkeit und die fehlende persönliche Kommunikation enttäuschend. Ich hatte in den sechs Monaten eine gute Beziehung zu dem Kind aufgebaut und war in einer Schule tätig, in der ich mich wohlgefühlt habe. Niemand hatte während dieser Zeit nachgefragt, ob meine Arbeit gut funktioniert oder wie sich die Betreuung entwickelt. Als es dann um eine fehlende Formalie ging, wurde sehr schnell eine Entscheidung getroffen.
Gerade in einem sozialen Beruf hätte ich mir mehr Menschlichkeit, Kommunikation und Wertschätzung gewünscht. Meiner Meinung nach sollte ein Arbeitgeber in diesem Bereich nicht nur darauf achten, dass alle Unterlagen vollständig vorliegen, sondern auch sehen, welche Arbeit die eigenen Mitarbeitenden tatsächlich leisten und welche Beziehungen sie zu den ihnen anvertrauten Kindern aufbauen.
Ich nehme aus meiner Zeit dort trotzdem etwas Positives mit: Die Verbindung zu dem Kind und die Erfahrungen an der Schule waren für mich sehr wertvoll. Genau deshalb finde ich es umso bedauerlicher, dass die Zusammenarbeit letztendlich aufgrund einer Formalie beendet wurde, obwohl ich bereit war, diese schnellstmöglich nachzureichen.
Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass für mich bei einem sozialen Arbeitgeber nicht nur organisatorische Abläufe und Formalitäten zählen. Entscheidend ist für mich auch, ob Mitarbeitende gesehen, begleitet und wertgeschätzt werden und ob das Wohl der betreuten Kinder tatsächlich im Mittelpunkt steht. Genau diese persönliche und menschliche Seite hat mir während meiner Beschäftigung leider gefehlt.


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