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Bewertung

Peter Prinzip wird hier gelebt, keine Führung, Zukunftsängste

3,2
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Produktion bei Leben leben in Uelzen gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Gute Arbeitszeiten, pünktlicher und verlässlicher Lohn. Tolle Menschen die man betreuen kann. Einige liebe Kollegen, die etwas bewirken wollen und nicht nur ihre Zeit absitzen.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Keine Führung, keinen Ansprechpartner, keine Entscheidungen, kein persönliches und ernst gemeintes Lob, niemanden an den man sich vertrauensvoll wenden kann. Die große Sorge wie die Zukunft der Werkstatt aussieht. Und damit ist nicht die Corona Krise gemeint, sondern allgemein, wie derzeit dort gearbeitet und fungiert wird. Personalleitung die plötzlich weg ist.

Verbesserungsvorschläge

Die Werkstatt scheint führungslos, es gibt keinen verlässlichen Ansprechpartner. Niemanden, der eine Entscheidung trifft oder sich positioniert. Schatzkisten, Verbesserungsvorschläge verlaufen im Sande. Mir macht die weitere Entwicklung der Werkstatt Sorgen. Sollte man sich nicht auf den Weg machen, sich der heutigen Zeit und den Gegebenheiten die noch kommen anzupassen. Gibt es Werkstatt noch in 15 Jahren?

Arbeitsatmosphäre

Es kommt auf das Team an. Möchte man gerne etwas gemeinsam erarbeiten, kann das gut klappen. Oft sind die Teams aber auch völlig zerrüttet und die Leitung interessiert es wenig. Hauptsache da ist ein Kopf. Nach der akuten Corona Zeit, hätte man sich einen persönlichen Besuch von Betriebsstättenleitungen in den Abteilungen gewünscht, die einfach mal fragen ob alles ok ist etc. Eine Email aus der weit entfernten Geschäftsleitung, die sich nie hat blicken lassen, war irgendwie überflüssig. Früher ist die Geschäftsführung noch durch die Abteilungen gegangen und hat allen Frohe Weihnachten gewünscht, das gibt es schon Jahre nicht mehr.

Kommunikation

Es gibt regelmäßige Personalversammlungen und Informationen über das eigene Intranet. Informationen von den eigenen Leitungen sind zum Teil schleppend, bzw. ohne Inhalt.

Kollegenzusammenhalt

Wie oben schon geschrieben, es kommt auf das Team an. Hat man tolle Kollegen kann man wirklich auf diese zählen und etwas erreichen. Leider gibt es auch Teams, da klappt es gar nicht, Informationen werden bewusst vorenthalten, Kollegen die mit Bauchschmerzen zur Arbeit gehen. Vorgesetze die das nicht interessiert, dass ihre Mitarbeiter das krank macht.

Work-Life-Balance

Drei Wochen Sommerurlaub, Brückentage sind frei, Weihnachten ist Urlaub. Das ist alles ganz fein. Auch gibt es die Möglichkeit den Urlaub zu verschieben. Ich habe noch nie erlebt, dass es nicht möglich war Urlaub zu nehmen. In gewissen Maße ist auch Gleitzeit möglich, wenn die Kernarbeitszeit der Betreuten abgedeckt ist. Stunden reduzieren etc. ist auch möglich.

Vorgesetztenverhalten

Leider muss man diesen Punkt als unterirdisch bewerten. Es gibt keine klaren Entscheidungen, keine klaren Ziele (wobei die ändern sich häufig mal oder werden verworfen und dann nach 5 Jahren wieder neu erarbeitet). Entscheidungen sind teilweise nicht nachvollziehbar und es wird einem auch nicht die Wahrheit erzählt. Die Überschrift meiner Bewertung ist entsprechend. Anders kann man sich das nicht erklären, außer mit dem Peter Prinzip. Hilfestellungen von Leitungen gibt es nicht, entweder wartet man vergebens auf Antwort-Emails, oder es kommen Antworten, die eigentlich keine sind. Es gibt niemanden, der einem verbindliche Antworten geben kann.

Interessante Aufgaben

Es gibt die Möglichkeit eigene Ideen einzubringen. Natürlich geht es vorrangig um Arbeit und die Produktion. Trotzdem kann man ABM`s anbieten und Ideen einbringen

Gleichberechtigung

Da gibt es nichts zu beklagen.

Umgang mit älteren Kollegen

Ob ältere Kollegen eingestellt werden, kann ich nicht beurteilen. Meistens ist es doch jüngeres Personal. Mag aber am generellen Personalmangel liegen.

Arbeitsbedingungen

Computer sind gut ausgestattet. Belüftung, Fenster zum öffnen und kippen. Klimaanlage gibt es nicht, teilweise waren im Sommer Temperaturen von 38 Grad in den Arbeitsräumen. Da wurden auch Verdunklungsrollos abgelehnt. Eine Turnhalle mit offener Decke, ein Bildungsbereich im Keller, direkt unter dem Speisesaal. Wird dort gegessen und die Stühle geschoben ist unten kein Wort mehr zu verstehen. Ein Werkraum im Keller mit gut ausgestatteten Maschinen, nur wurde die Absauganlage kurzerhand abgebaut und es wird keine neue gekauft. Somit sind die Maschinen nicht mehr nutzbar. Einen Mitarbeiterpausenraum gibt es übrigens nicht, außer in der Geschäftsführung.

Gehalt/Sozialleistungen

Der Lohn kommt immer pünktlich und es werden auch Sozialleistungen vom Arbeitgeber gezahlt. Jedenfalls wenn man im Werkstattbereich arbeitet. Ist man in einer der "anderen" Gesellschaften angestellt, wird der Lohn quasi frei verhandelt. Im Werkstattbereich angelehnt an den Tvöd gezahlt. Möglichkeit Hansefit zu nutzen. Ob es nun viel oder wenig Lohn ist, darüber lässt sich sicher streiten. Ich denke die Bezahlung ist für die teilweise doch belastende Betreuung von Menschen mit einer Behinderung angemessen, aber wiegt teilweise nicht auf, was man leistet. Alle paar Jahre kommt das Thema Haustarif wieder auf. Während der Corona Krise, wurde der Kurzarbeiterlohn aufgestockt.

Image

Bekannt ist, dass der Geschäftsführung das Image sehr wichtig ist. Dazu gibt es auch genug Zeitungsartikel, Stichwort Arztwechsel, Pflegedienst usw. Ich denke, oft sieht man nur noch das Schlechte in einer Firma und übersieht das Gute. Trotzdem sind viele Kollegen es einfach auch müde sich über immer wiederkehrende Problematiken zu ärgern und nehmen diese einfach so hin und sitzen ihre Arbeitszeit ab. Qualität klingt anders.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildungen bzw Fortbildungen sind eigentlich immer möglich. Eine Karriere kann man dort eher weniger machen, die Leitungen sind quasi seit Jahren dort. Flache Hierarchien soll das Ziel sein... Meistens wird dann der Betrieb gewechselt. Manchmal kehren alte Besen eben nicht immer noch gut. Gerade wenn es um den Punkt Image wieder geht, wäre frischer Wind gar nicht so verkehrt.


Umwelt-/Sozialbewusstsein

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Arbeitgeber-Kommentar

Kerstin Leibrandt

Verehrte Kollegin, verehrter Kollege,
grundsätzlich möchen wir uns zunächst bei Ihnen bedanken. Bedanken dafür, dass Sie sich die Zeit genommen haben, um sich vielen verschiedenen Punkten kritisch auseinandersetzen zu können. Für uns ist es mitunter schwierig, auf geäußerte Kritik einzugehen, da sich uns die Hintergründe nicht unbedingt erschließen. Fest steht, dass wir alle in der Unternehmensgruppe aktuell auf eine schwierige Zeit zurückblicken. Der Lockdown im März und die sich angeschlossenen Schließzeiten vieler unserer Einrichtungen, unter anderem auch in unserer Werkstatt für Menschen mit Behinderung, hat allen Beschäftigten und uns als Arbeitgeber viel abverlangt. Für uns alle war die Situation komplett neu. Mithilfe des Verständnisses und des Einsatzes vieler Kolleginnen und Kollegen ist es uns gelungen, die Krise gut zu meistern. Für den Bereich der Werkstatt, die im Fokus Ihrer geäußerten Kritik steht, waren die Begleitumstände des Lockdown eine zusätzliche Bewährungsprobe. Betriebsinterne Umstellungen - auch in personeller Hinsicht - waren der Krisenzeit vorausgegangen und haben schlussendlich in der Gesamtbetrachtung für zusätzliche Unsicherheiten gesorgt. Sicherlich konnten wir in diesen Zeiten nicht immer der Ansprechpartner sein, den man sich wünscht und der auch unserem eigenen Anspruch gerecht wird. Grundsätzlich ändert dies aber nichts daran, dass wir den Belangen unserer Mitarbeiter immer offen gegenüberstehen und den Dialog anbieten. Dies gilt umso mehr in Zeiten des Wandels und der Neuorientierung. In der gesamten Unternehmensgruppe haben wir uns auf den Weg gemacht, neue Wege des Miteinander zu beschreiten. Weniger Leitungsprinzip, mehr Eigenverantwortung, verlässliche Teamarbeit. Auch dies ist ein Lernprozess, der Zeit braucht und der mitunter den Anschein der von Ihnen angesprochenen, scheinbaren Führungslosigkeit erweckt. Seien Sie mutig - weiterhin mutig - uns anzusprechen! Wir können nur mit allen zusammen neue Wege beschreiten, damit wir uns auch in Zukunft verlässlich für die Belange von Menschen mit Unterstützungsbedarf einsetzen können. Genau das ist unser Ziel! Daran arbeiten wir - wir wollen alte, z. T. starre Strukturen aufbrechen, damit wir auch zukünftig den Bedarfen gerecht werden können. Dazu braucht es verantwortungsvolle und mitdenkende Kollegen und Kolleginnen wie Sie. Kolleginnen und Kollegen, die sich neben Offenheit und Mut mit ganz viel Herz Ihren Aufgaben widmen. Wir sind sicher, dass Sie zu diesen Kollegen zählen. Andernfalls würden Sie sich nicht so kritisch mit Ihrem Arbeitgeber auseinandersetzen. Kolleginnen und Kollegen, die mit Recht eine gerechte Entlohnung erwarten dürfen, die sich aber stets darüber bewusst sind, dass sich der engagierte Einsatz für Menschen über kein Entlohnungssystem der Welt aufwiegen lässt. Wir wünschen uns, dass Sie mit Ihrem Engagement auch weiterhin für die Menschen in unserer Unternehmensgruppe einstehen werden!