Meine Erfahrungen nach über zwei Jahren – eine andere Perspektive!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Nach über zwei Jahren bei diesem Träger kann ich sagen, dass ich hier sehr zufrieden bin. Ich erlebe Vertrauen, Gestaltungsspielraum, Flexibilität und die Möglichkeit, mich einzubringen und weiterzuentwickeln.
Natürlich gibt es auch hier Herausforderungen, Veränderungen und Situationen, die nicht optimal laufen. Aber für mich ist entscheidend, dass nicht alles stehen bleibt, sondern sich Dinge entwickeln dürfen und gemeinsam nach Lösungen gesucht wird.
Ich möchte die Erfahrungen der ehemaligen Führungskraft nicht grundsätzlich infrage stellen. Gleichzeitig finde ich es wichtig, dass eine einzelne negative Bewertung nicht als allgemeingültiges Bild eines gesamten Trägers verstanden wird.
Meine Erfahrungen sind in vielen der genannten Punkte deutlich andere. Und gerade deshalb ist es mir wichtig, auch diese Perspektive sichtbar zu machen.
Arbeitsatmosphäre
Ich arbeite seit über zwei Jahren bei diesem Träger und bin auf die hier veröffentlichte Bewertung einer ehemaligen Führungskraft aufmerksam geworden. Da ich einige der darin beschriebenen Situationen und Arbeitsbereiche aus eigener Erfahrung kenne, möchte ich die Gelegenheit nutzen, meine persönliche Perspektive darzustellen und einige der genannten Punkte anders einzuordnen.
Mir ist dabei wichtig zu betonen, dass unterschiedliche Menschen denselben Arbeitgeber unterschiedlich erleben können. Dennoch halte ich es für sinnvoll, zwischen persönlichen Wahrnehmungen und tatsächlichen Rahmenbedingungen zu unterscheiden.
Natürlich läuft auch bei uns nicht immer alles reibungslos. Es gibt Herausforderungen, unterschiedliche Meinungen und Situationen, in denen Dinge besser funktionieren könnten. Entscheidend ist für mich jedoch, wie damit umgegangen wird.
Work-Life-Balance
Gerade in meinem Arbeitsbereich, auf den sich auch die Bewertung der ehemaligen Führungskraft bezieht, erlebe ich eine sehr hohe Flexibilität. Fachkräfte haben die Möglichkeit, ihren Arbeitstag weitgehend eigenverantwortlich zu gestalten und Beginn, Ende sowie die Organisation ihrer Aufgaben an die jeweiligen Anforderungen anzupassen. Diese Freiheit setzt gegenseitiges Vertrauen und einen verantwortungsvollen Umgang voraus und ist für mich ein großer Vorteil.
Auch die Darstellung der Urlaubsregelung möchte ich aus meiner Erfahrung heraus anders einordnen. Die zusätzlichen Urlaubstage werden nicht davon abhängig gemacht, wie häufig jemand krank war. Vielmehr erlebe ich, dass der Arbeitgeber diese immer gewährt und bei Bedarf auch individuelle Vereinbarungen zur Übertragung von Urlaub ins Folgejahr möglich sind. Dabei stehen der persönliche Austausch und die Suche nach passenden Lösungen im Vordergrund.
Karriere/Weiterbildung
Auch die Beschäftigung von Studenten u. Berufseinsteigenden sehe ich nicht grundsätzlich kritisch. Ein Träger, der Menschen ausbildet, ihnen Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet und sie fachlich begleitet, übernimmt eine wichtige Verantwortung.
Dabei sollte nicht vergessen werden, dass Studenten teilweise bereits abgeschlossene Berufsausbildungen oder relevante praktische Erfahrungen mitbringen. Für mich persönlich zeigt sich Fachlichkeit nicht ausschließlich anhand eines Abschlusses auf dem Papier, sondern auch im reflektierten Handeln, im Verantwortungsbewusstsein, in der Bereitschaft zur Weiterentwicklung und im professionellen Umgang mit Menschen.
Selbstverständlich ersetzt dies nicht die erforderlichen formalen Qualifikationen. Diese Anforderungen werden jedoch eingehalten. Dafür bestehen klare fachliche Konzepte, verbindliche Rahmenbedingungen und entsprechende Zulassungen durch den Senat. Die Beschäftigung von Studenten oder Menschen i. A. bedeutet daher nicht automatisch, dass fachliche Standards vernachlässigt werden. Vielmehr geht es darum, Menschen entsprechend ihren Qualifikationen einzusetzen, sie fachlich zu begleiten u. Entwicklungsmöglichkeiten zu eröffnen.
Gehalt/Benefits
Beim Thema Gehalt möchte ich ergänzen, dass es einen trägerinternen Haustarif gibt, der den Mitarbeitenden bekannt ist und an dem weitergearbeitet wird. Darüber hinaus können je nach Arbeitsbereich und individuellen Vereinbarungen zusätzliche finanzielle Zuschüsse möglich sein.
Ich erlebe dabei durchaus, dass die Übernahme zusätzlicher Aufgaben und Verantwortung gesehen, wertgeschätzt und gegebenenfalls auch finanziell berücksichtigt wird. Das ist für mich ein wichtiger Unterschied zu der pauschalen Aussage, man müsse sich alles mühsam erkämpfen.
Benefits: betriebliche Altersversorgung, BVG-Zuschuss, 50€ Edenred/Monat, gesundheitliche Zusatzversicherung bis zu 1500€/Jahr und mehr.
Kollegenzusammenhalt
Ich erlebe den Träger als einen Ort, an dem Austausch ausdrücklich möglich ist und unterschiedliche Perspektiven ihren Platz haben. Dass Kolleg*innen auch privat miteinander im Kontakt stehen, ist für mich zunächst nichts Ungewöhnliches. Daraus automatisch Rückschlüsse auf berufliche Entscheidungen oder mangelnde Professionalität zu ziehen, halte ich für schwierig.
Auch kritische Gespräche über Situationen, Abläufe oder Herausforderungen gehören für mich zu einem gesunden Arbeitsumfeld. Nicht jedes Gespräch über Schwierigkeiten ist gleich Lästerei. Oft geht es darum, andere Perspektiven kennenzulernen, Situationen zu reflektieren und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Diese Möglichkeit schätze ich persönlich sehr.
Kommunikation
Die Aussage, dass E-Mails durch die Geschäftsführung oder Leitung grundsätzlich nicht beantwortet würden, kann ich aus meiner Erfahrung nicht bestätigen. In meinen über zwei Jahren beim Träger kann ich mich an keine Situation erinnern, in der wir auf eine notwendige Rückmeldung dauerhaft vergeblich gewartet hätten. Im Gegenteil: Ich erlebe die Kommunikation überwiegend als zeitnah und lösungsorientiert.
Auch die verschiedenen digitalen Anwendungen sehe ich differenzierter. Der Träger nutzt Softwarelösungen, um Arbeitsabläufe zu strukturieren, Standards festzuhalten, Dokumentation zu ermöglichen und Informationen zugänglich zu machen. Natürlich befindet sich auch hier manches noch in der Weiterentwicklung. Aus meiner Sicht dienen diese Anwendungen jedoch gerade dazu, Kommunikation, Nachvollziehbarkeit und Transparenz im Arbeitsalltag zu erleichtern. Nicht jede Veränderung funktioniert sofort perfekt, aber ich nehme wahr, dass an Verbesserungen gearbeitet wird.