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Lecos 
GmbH
Bewertung

TopCompany2027
Mehrfachbewertung

Kommt stark auf Team und Führungskraft an

3,1
Nicht empfohlen
Mehrfachbewertung
Hat zum Zeitpunkt der Bewertung bei Lecos GmbH in Leipzig gearbeitet und diesen Arbeitgeber mehrfach bewertet. (Mitarbeiter:innen dürfen ihren Arbeitgeber einmal im Jahr bewerten.)

Gut am Arbeitgeber finde ich

Das Gehalt und die vielen zusätzlichen Leistungen sind klare Pluspunkte. Auch die Arbeitsplatzsicherheit ist gut.

Durch die vielen unterschiedlichen Bereiche gibt es außerdem ein sehr breites Aufgabenspektrum. Wer etwas für die Stadt und das Umfeld bewegen möchte, kann hier durchaus einen sinnvollen Beitrag leisten.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Luft nach oben ist bei den Unterschieden bei der Führung, Feedback- und Fehlerkultur und die teilweise geringe Transparenz. Entscheidungen und Prozesse sind nicht immer nachvollziehbar.

Dazu kommt, dass die Arbeitsmenge in manchen Bereichen deutlich zu hoch ist und gute Leistungen zu wenig gesehen werden.

Verbesserungsvorschläge

Führungskräfte sollten besser auf ihre Führungsaufgabe vorbereitet und auch danach weiter unterstützt werden. Es geht dabei weniger um Schulungen zu fachlichen Themen, sondern wie gute Führung tatsächlich funktioniert.

Außerdem wären klare und zentral dokumentierte Prozesse, realistische Ziele und eine bessere Aufgabenverteilung wichtig. Eine echte Feedback- und Entwicklungskultur würde ebenfalls helfen.

Zusätzlich fände ich Jobrotation, mehr Automatisierung und einen besseren Umgang mit unterschiedlichen Arbeitsweisen sinnvoll. Nicht jeder Mitarbeiter arbeitet gleich und das könnte stärker berücksichtigt werden.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre hängt sehr stark vom jeweiligen Team und der Führung ab. In vielen Teams ist der Umgang untereinander gut und kollegial. Durch die laufende Transformation herrscht aber insgesamt einiges an Unsicherheit. Zuständigkeiten und Spielräume sind teilweise noch nicht klar.

In manchen Bereichen funktioniert die Zusammenarbeit trotzdem gut, in anderen ist deutlich mehr Frust und Misstrauen zu spüren. Auch die Arbeitsbelastung ist sehr unterschiedlich verteilt.

Image

Lecos ist außerhalb der eigenen Fachkreise eher wenig bekannt. In den entsprechenden Kreisen ist sie aber durchaus etabliert.

Als Arbeitgeber hat das Unternehmen eigentlich gute Voraussetzungen: gutes Gehalt, viele Benefits, interessante Aufgaben und einen sicheren Arbeitsplatz. Aktuell würde ich es trotzdem nicht uneingeschränkt weiterempfehlen. Dafür sind Führung, Transparenz und die aktuelle Situation durch die Transformation noch zu problematisch.

Mit einem guten Team und einer guten Führungskraft kann es aber ein sehr guter Arbeitgeber sein.

Work-Life-Balance

Hier kommt es sehr stark auf das Team und die Tätigkeit an. Gleitzeit und Homeoffice gibt es grundsätzlich, aber in der Praxis kann die Nutzung davon unterschiedlich gut funktionieren.

In manchen Bereichen ist die Arbeitszeit gut planbar, in anderen gibt es sehr viele Termine und teilweise lange Arbeitstage. Auch Vertretungen sind nicht überall ausreichend geregelt. Dadurch landet bei manchen Mitarbeitern deutlich mehr Arbeit, als bei anderen.

Die Möglichkeiten sind also vorhanden, werden aber nicht überall gleich gut gelebt.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildungen werden grundsätzlich unterstützt und auch bezahlt.

Was mir fehlt, sind klare Entwicklungsmöglichkeiten und regelmäßige Gespräche darüber, wo man sich hinentwickeln kann. Vieles muss man selbst anstoßen und herausfinden. Wer sich selbst kümmert, hat dadurch deutlich bessere Chancen.

Auch die internen Möglichkeiten und Voraussetzungen für die nächste berufliche Entwicklung könnten transparenter sein.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt finde ich grundsätzlich fair und im Vergleich zu ähnlichen Arbeitgebern sogar eher gut. Auch die Sozialleistungen sind ein großer Pluspunkt. Es gibt viele Zuschüsse und zusätzliche Leistungen, die man bei anderen Arbeitgebern nicht unbedingt bekommt.

Bei Gehaltserhöhungen ist nicht immer nachvollziehbar, nach welchen Kriterien entschieden wird. Leistung spielt bisher eine begrenzte Rolle.

Insgesamt sind Gehalt und Benefits aber definitiv eine Stärke des Arbeitgebers.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Es gibt gute Ansätze, zum Beispiel ÖPNV-Förderung, E-Dienstfahrzeuge, Dienstfahrräder und möglichst papierarmes Arbeiten. Alte IT wird teilweise weiterverwendet oder gespendet.

Soziales Engagement außerhalb des Unternehmens gibt es durchaus.

Beim Umgang mit psychischer Belastung und unterschiedlichen Bedürfnissen sehe ich noch Luft nach oben

Kollegenzusammenhalt

Wenn es wirklich brennt, halten die Kollegen gut zusammen. Es gibt eine starke Bereitschaft, sich gegenseitig zu helfen und Probleme gemeinsam zu lösen.

Im normalen Alltag ist es teilweise schwieriger. Durch die hohe Belastung haben viele keine Kapazität, zusätzlich etwas zu übernehmen. Teilweise entsteht dadurch auch ein „jeder muss erstmal selbst klarkommen“. Insgesamt würde ich den Zusammenhalt aber eher positiv sehen, vor allem innerhalb der Teams.

Umgang mit älteren Kollegen

Ältere Kollegen werden grundsätzlich respektvoll behandelt. Erfahrung und Wissen werden geschätzt und sind an vielen Stellen auch sehr wichtig.

Ein Problem sehe ich eher bei einzelnen langjährigen Mitarbeitern, bei denen problematisches Verhalten teilweise mit „der ist halt so“ akzeptiert wird. Das ist für mich aber weniger eine Frage des Alters als eine Frage von Führung.

Eine grundsätzliche Benachteiligung älterer Mitarbeiter sehe ich nicht.

Vorgesetztenverhalten

Hier gibt es sehr große Unterschiede. Es gibt Führungskräfte, die ihre Mitarbeiter gut unterstützen, Vertrauen geben und auch versuchen, Probleme aus dem Weg zu räumen. Andere sind da deutlich schwächer.

Gerade bei den vielen neu besetzten Führungspositionen fehlt teilweise die nötige Vorbereitung auf die eigentliche Führungsarbeit. Es gibt außerdem wenig regelmäßiges Feedback. Kritik kommt teilweise eher spontan, während Lob und Anerkennung deutlich seltener sind.

Die Qualität der Führung entscheidet sehr stark darüber, wie gut man sich im Unternehmen fühlt.

Arbeitsbedingungen

Die Büros sind modern und grundsätzlich gut ausgestattet. Höhenverstellbare Schreibtische, zwei Monitore, Homeoffice und einige Rückzugsmöglichkeiten sind vorhanden.

Schwieriger sind die organisatorischen Bedingungen. Prozesse sind teilweise schlecht dokumentiert und nicht überall gleich.

Viele Prozesse sind grundsätzlich digital, aber trotzdem noch sehr manuell. Vieles läuft weiterhin über E-Mail und einzelne Arbeitsschritte müssen von Hand erledigt werden.

Neue Tools und Technologien kommen teilweise nur langsam ins Unternehmen. Alte Systeme werden lange weitergeführt und Prozesse sind nicht immer gut dokumentiert. Auch beim Wissensmanagement gibt es noch einiges zu tun.

Es gibt einzelne Bereiche, die technologisch sehr modern arbeiten.

Konzentriertes Arbeiten ist nicht immer einfach.

Kommunikation

Es gibt regelmäßige Informationen aus der Geschäftsführung, aber eher oberflächlich.

Informationen sind grundsätzlich vorhanden, aber vieles muss man sich selbst zusammensuchen. Entscheidungen werden teilweise erst kommuniziert, wenn sie schon getroffen sind. Auch zwischen verschiedenen Führungsebenen gibt es nicht immer ein einheitliches Bild.

Gleichberechtigung

Formal gibt es keine großen Unterschiede. In der täglichen Zusammenarbeit sieht es teilweise anders aus. Wie ernst man genommen wird und wie viel Gestaltungsspielraum man bekommt, hängt auch von der Person und dem jeweiligen Umfeld ab.

In manchen Teams ist der Umgang sehr offen, in anderen merkt man noch deutlich traditionelle Vorstellungen. Auch Teilzeit oder unterschiedliche Arbeitsweisen werden nicht überall selbstverständlich berücksichtigt.

Insgesamt würde ich mir hier mehr Bewusstsein für unterschiedliche Menschen und Arbeitsweisen wünschen.

Interessante Aufgaben

Durch die vielen verschiedenen Bereiche gibt es grundsätzlich sehr viele interessante Aufgaben und Möglichkeiten. Wer sich einbringen möchte, kann durchaus eigene Ideen entwickeln und Dinge verändern.

Das Problem ist eher die Zeit dafür. Interessante Projekte kommen häufig zusätzlich zu den bisherigen Aufgaben dazu. Es wird nicht immer klar gesagt, was dafür wegfallen soll. Auch die Möglichkeiten, sich fachlich weiterzuentwickeln, hängen stark vom Team und der eigenen Initiative ab.

Insgesamt finde ich die Aufgaben aber eher abwechslungsreich.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.