Es bereitete mir in der Vergangenheit große Freude.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Bei Besuchen der Geschäftsleitung wird einem ins Gesicht gelogen, wie toll die Arbeit erledigt wird. Nach dem Besuch erfolgt die Abmahnung.
Verbesserungsvorschläge
Auf die langjährigen Mitarbeiter hören und auf sie eingehen.
Die Führungsmitarbeiter sollten geschult oder in Seminare geschickt werden – oder am besten ausgetauscht werden. Ich habe meine Vorgesetzten, außer den Bezirksleitern, noch nie bei uns im Laden gesehen.
Arbeitsatmosphäre
Es ist mittlerweile nicht mehr zeitgemäß, da sich die Zeiten geändert haben.
Work-Life-Balance
Wie üblich als Vollzeitkraft im Einzelhandel. Mal habe ich einen Tag in der Woche frei und jedes zweite Wochenende, wenn die Kollegin mitspielt. Ansonsten kann es sein, dass am Samstagmorgen das Telefon klingelt und man den Dienst der Kollegen übernehmen muss, obwohl man seine Stunden für die Woche bereits voll hat. Am besten muss man aber noch kilometerweit fahren und andere Läden öffnen.
Karriere/Weiterbildung
Es finden Seminare statt. Hier wurde aber immer das Gleiche erzählt. Eventuell wurden mal neue Schuhe vorgestellt, aber als Weiterbildung kann man das nicht bezeichnen.
Gehalt/Benefits
Unter Mindestlohn gibt es zusätzlich eine Provision für den Verkauf.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Inzwischen sind die Schuhe aus Plastik. Wie sie genau hergestellt werden und woher das Material stammt, wird nie erklärt.
Kollegenzusammenhalt
Unter den langjährigen Kollegen hat es immer gut funktioniert. Man hat sich gegenseitig aufgebaut.
Vorgesetztenverhalten
Welche Vorgesetzten? Die Bezirksleitung ist entweder überfordert oder hat andere Aufgaben. Natürlich haben sie auch immer ein offenes Ohr, aber das wird wohl nicht mehr gerne gesehen. Früher war das alles anders. Die Führung hat sich sehr verändert. Manchmal habe ich das Gefühl, dass sie gar nicht wissen, wie man ein Unternehmen leitet.
Arbeitsbedingungen
Das ist teilweise in der Ferienzeit sehr schlimm. Wenn Kollegen im Urlaub sind, muss man auch schon mal drei Wochen durcharbeiten. Gedankt hat es einem niemand.
Es gibt keine Klimaanlagen oder Kühlgeräte. Nicht einmal einen Kühlschrank oder eine Mikrowelle, um Essen zu lagern oder zuzubereiten.
Sogar die Toilette war nicht im selben Haus, sodass man immer lange durchhalten musste und hoffen konnte, dass niemand kam, oder alles abschließen musste.
Kommunikation
Mit uns Verkäuferinnen wird gar nicht kommuniziert. Teilweise erhalten wir wichtige Informationen direkt von unserer Kundschaft.
Eine Kollegin von mir erzählte mir, dass die Kundschaft schon wusste, dass der Laden schließt. Eine Woche später wurde ihr von der Bezirksleitung gekündigt.
Gleichberechtigung
War ok. Wenn die Kollegen mitspielen.
Interessante Aufgaben
Die Schuhe waren einmal sehr schön und es hat Spaß gemacht, sie an die Kunden zu verkaufen. Mittlerweile kommen die Kunden nur noch zum Probieren und zeigen mir dann die Preise bei anderen Schuhläden. Dort gibt es die Schuhe teilweise bis zu 20 Euro günstiger.