Mehr Schein als Sein – fehlende Wertschätzung und zunehmende Kontrolle
Gut am Arbeitgeber finde ich
Es regnet nicht rein, noch nicht..
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die teilweise fehlende Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden, die schlechte und wenig transparente Kommunikation sowie das Verhalten mancher Vorgesetzter. Besonders negativ empfinde ich die unterschiedliche Behandlung zwischen Führungsebene und Produktion bzw. Service. Während an manchen Stellen scheinbar problemlos investiert wird, heißt es für andere häufig: „Es gibt kein Budget.“ Auch die begrenzten Weiterbildungs- und Karrieremöglichkeiten sowie die wenigen Benefits sehe ich kritisch. Entwicklungsmöglichkeiten sollten nicht davon abhängen, wen man kennt.
Absprachen und Vereinbarungen aus Mitarbeitergesprächen werden aus meiner Erfahrung nicht immer eingehalten oder umgesetzt. Gleichzeitig nimmt die Kontrolle der Arbeitsleistung immer weiter zu. Es wird genau hinterfragt, welche Aufgaben erledigt wurden, welche Stückzahlen erreicht wurden und warum für bestimmte Tätigkeiten mehr Zeit benötigt wurde. Dadurch entsteht zunehmend das Gefühl von Misstrauen und unnötigem Druck. Nach außen präsentiert sich das Unternehmen aus meiner Sicht deutlich besser, als es intern von den Mitarbeitenden tatsächlich erlebt wird – hier entsteht leider der Eindruck von mehr Schein als Sein.
Verbesserungsvorschläge
Mehr Wertschätzung und Gleichbehandlung aller Mitarbeitenden – unabhängig davon, ob sie in der Führungsebene, im Service oder in der Produktion arbeiten. Investitionen und Budgets sollten nachvollziehbarer und fairer verteilt werden. Außerdem braucht es eine offenere Kommunikation und eine Führungskultur, in der Anliegen der Mitarbeitenden ernst genommen werden. Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten sollten transparent und für alle zugänglich sein und nicht davon abhängen, wen man kennt. Auch bei den Benefits besteht aus meiner Sicht noch deutliches Verbesserungspotenzial.
Arbeitsatmosphäre
Die Unternehmenskultur lässt leider deutlich zu wünschen übrig. Besonders problematisch sind die mangelhafte Kommunikation und das Verhalten der Vorgesetzten. Entscheidungen sind häufig nicht nachvollziehbar und Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden kommt zu kurz. Positiv sind vor allem der Zusammenhalt unter den Kollegen sowie die gute Work-Life-Balance. Insgesamt wäre ein grundlegender Wandel in der Führungskultur und eine offenere, respektvollere Kommunikation dringend notwendig.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist insgesamt in Ordnung, was aus meiner Sicht vor allem dem Tarifvertrag und der IG Metall zu verdanken ist. Bei den Benefits sieht es dagegen eher überschaubar aus. Neben der Corporate-Benefits-App gibt es im Wesentlichen noch ein JobRad-Angebot. Weiterbildungs- und Karrieremöglichkeiten sind schwierig und wirken teilweise davon abhängig, ob man die richtigen Personen kennt. Transparente und für alle Mitarbeitenden gleichermaßen zugängliche Entwicklungsmöglichkeiten wären hier wünschenswert.
Arbeitsbedingungen
Es wird mit zweierlei Maß gemessen. In der Führungsebene scheint regelmäßig Budget für neue Tische, Stühle und andere Ausstattung vorhanden zu sein. Als Mitarbeiter in der Produktion oder im Service wird man dagegen häufig mit dem Lieblingssatz der Vorgesetzten abgespeist: „Dafür gibt es kein Budget.“ Diese unterschiedliche Behandlung sorgt für Frust und vermittelt wenig Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden.

