Wenig Vertrauen, viel Kontrolle
Gut am Arbeitgeber finde ich
Kollegen, an sich ein schönes Büro, guter Standort
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Sehr starke Kontrolle und wenig Vertrauen in die Mitarbeiter
Angespannte Arbeitsatmosphäre und teilweise wenig Teamgefühl
Aus meiner Sicht zu wenig Wertschätzung und viel Kritik
Kommunikation teilweise unklar und nicht transparent
Strenger Umgang mit Arbeitszeiten und teilweise lange Arbeitstage
Work-Life-Balance aus meiner Sicht schwach
Umgang mit Krankheit und mentaler Belastung teilweise schwierig
Wenig Abwechslung bei den Aufgaben
Kaum Einblicke in andere Abteilungen
Begrenzte Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten für normale Mitarbeiter
Jüngere Mitarbeiter wurden aus meiner Sicht teilweise unterschätzt
Arbeitsplätze und Raumklima im Großraumbüro verbesserungswürdig
Wenige besondere Benefits
Vergütung aus meiner Sicht nicht besonders attraktiv
Verbesserungsvorschläge
Führung: Mehr Vertrauen, weniger Kontrolle und ein respektvoller Umgang auf Augenhöhe.
Kommunikation: Entscheidungen und Erwartungen klar, transparent und rechtzeitig kommunizieren.
Arbeitszeiten: Vereinbarte Arbeitszeiten respektieren und pünktlichen Feierabend nicht als mangelndes Engagement ansehen.
Krankheit: Krankheitsfälle und mentale Belastungen ernst nehmen und Mitarbeiter während des Krankenstands in Ruhe lassen.
Wertschätzung: Mehr Anerkennung und konstruktives statt ausschließlich negatives Feedback.
Entwicklung: Mehr Weiterbildungsmöglichkeiten und transparente Karrierewege für alle Mitarbeiter, nicht nur für Führungskräfte und Bauleiter.
Gleichberechtigung: Mitarbeiter unabhängig von Alter oder Position nach ihrer tatsächlichen Leistung beurteilen.
Arbeitsplatz: Bessere Belüftung im Großraumbüro und moderne, ergonomische Arbeitsplätze für alle.
Team: Mehr Zusammenarbeit und weniger Konkurrenzdenken fördern.
Benefits: Das Angebot an Mitarbeitervorteilen und Rabatten ausbauen.
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre empfand ich insgesamt als extrem angespannt. Es gab durchaus nette Kollegen, insbesondere unter den jüngeren Mitarbeitern konnte man sich gut verstehen.
Gleichzeitig hatte ich den Eindruck, dass viel gelästert wurde und nicht jeder offen miteinander umging. Ein echtes Teamgefühl habe ich deshalb nicht erlebt. Für mich fühlte es sich teilweise eher nach einem Gegeneinander als nach einem Miteinander an. Das Motto "Wir sind eine Family" entspricht definitiv nicht der Realität.
Dazu kam die aus meiner Sicht ständige Beobachtung durch Vorgesetzte. Dadurch entstand bei mir das Gefühl, bei praktisch allem darauf achten zu müssen, was ich tue und sage.
Der Spaßfaktor war für mich praktisch auch nicht vorhanden. Während der Arbeitszeit hatte ich häufig das Gefühl, dass man möglichst nicht miteinander reden sollte. Selbst normale Gespräche oder einmal etwas lauter zu lachen, konnten bereits negativ aufgefasst werden.
Image
Wirkt alles sehr schick und modern.
Work-Life-Balance
Eine ausgewogene Work-Life-Balance habe ich persönlich nicht erlebt.
Ich habe erlebt, dass teilweise sehr lange gearbeitet wurde. Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass die Arbeit einen sehr großen Stellenwert hatte und die Arbeitsleistung deutlich stärker im Vordergrund stand als eine ausgewogene Work-Life-Balance.
Homeoffice war nach meiner Erfahrung nicht möglich und wurde aus meiner Sicht auch nicht als sinnvolle Alternative zur Arbeit vor Ort angesehen.
Die Arbeitszeiten habe ich als belastend empfunden. Aus meiner persönlichen Erfahrung kamen auch längere Arbeitstage vor. Wenn ich pünktlich Feierabend gemacht habe, hatte ich teilweise den Eindruck, dass dies nicht gerne gesehen wurde. Auch wenn ich gelegentlich etwas früher gegangen bin, wurde dies aus meiner Sicht kritisch aufgenommen.
Dabei entstand bei mir teilweise das Gefühl, dass pünktlicher Feierabend als mangelnde Bereitschaft, fehlendes Engagement oder fehlende Verbundenheit mit dem Team wahrgenommen wurde. I
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungsmöglichkeiten für normale Mitarbeiter habe ich kaum wahrgenommen. Aus meiner Sicht wurden zwar regelmäßig Workshops und Weiterbildungsangebote durchgeführt, diese richteten sich jedoch überwiegend an Bauleiter und Führungskräfte.
Für Mitarbeiter ohne Führungsverantwortung gab es nach meiner Erfahrung deutlich weniger Möglichkeiten, sich fachlich weiterzuentwickeln. Dadurch hatte ich den Eindruck, dass in die Entwicklung bestimmter Mitarbeitergruppen wesentlich mehr investiert wurde als in die übrigen Mitarbeiter.
Ich hätte mir ein Weiterbildungsangebot gewünscht, das allen Mitarbeitern offensteht und individuelle fachliche Entwicklung tatsächlich ermöglicht.
Gehalt/Benefits
Bei den Benefits gibt es aus meiner Sicht wenig Besonderes. Es gibt die üblichen Angebote wie einen Obstkorb und eine Kaffeemaschine, insgesamt empfand ich das Angebot aber als eher überschaubar.
Auch bei der Auswahl an Getränken bzw. Milchalternativen könnte aus meiner Sicht mehr angeboten werden. Darüber hinaus sind mir keine nennenswerten zusätzlichen Mitarbeiterrabatte oder vergleichbare Benefits aufgefallen.
Positiv hervorheben möchte ich allerdings die Firmenfeiern. Diese waren aus meiner Sicht gut organisiert und eine der besseren Möglichkeiten, mit Kollegen auch außerhalb des normalen Arbeitsalltags zusammenzukommen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Gut.
Kollegenzusammenhalt
Mit den Kollegen, mit denen ich mich gut verstanden habe, war die Zusammenarbeit super. Man konnte sich aufeinander verlassen und hat sich gegenseitig unterstützt. Auch bei Problemen konnte man auf diese Kollegen zählen. Dies kann man aber nicht von den Führungskräften behaupten.
Diese Kollegen haben aus meiner Sicht einen positiven Teil des Arbeitsalltags ausgemacht. Insgesamt war das Verhältnis unter den Mitarbeitern jedoch unterschiedlich, da ich teilweise auch viel Lästerei und wenig Offenheit wahrgenommen habe.
Umgang mit älteren Kollegen
War gut.
Vorgesetztenverhalten
Die allgemeine Führungskultur habe ich als sehr enttäuschend erlebt.
Ich hatte häufig den Eindruck, dass Kontrolle und Kritik einen größeren Stellenwert hatten als Vertrauen, Unterstützung und konstruktives Feedback.
Von einer modernen Führungskultur auf Augenhöhe habe ich persönlich wenig erlebt. Auch flache Hierarchien konnte ich in meinem Arbeitsalltag nicht feststellen.
Wertschätzung habe ich persönlich nur sehr begrenzt erlebt. Kritik stand für mich deutlich stärker im Vordergrund als Anerkennung.
Ich hatte häufig den Eindruck, dass Fehler sehr schnell bei den Mitarbeitern gesucht wurden. Teilweise empfand ich die Kritik als wenig konstruktiv und hätte mir einen sachlicheren und respektvolleren Umgang mit Fehlern gewünscht.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen habe ich als sehr angespannt empfunden. Besonders die Situation im Großraumbüro war für mich belastend. Da sich die Fenster dort nicht öffnen ließen, bestand aus meiner Sicht nur wenig Möglichkeit, für frische Luft zu sorgen.
Dadurch empfand ich die Raumluft insbesondere über längere Arbeitszeiten hinweg teilweise als stickig und unangenehm. Insgesamt hat das für mich nicht zu einem angenehmen Arbeitsumfeld beigetragen. Eine Runde spazieren gehen an der Luft wurde aus meiner Sicht auch als kritisch betrachtet.
Auch die Ausstattung der Arbeitsplätze habe ich als verbesserungswürdig empfunden. Höhenverstellbare Schreibtische bzw. Stehschreibtische standen nach meiner Wahrnehmung nicht regulär zur Verfügung, sondern waren nur für bestimmte Führungskräfte vorhanden.
Kommunikation
Die Kommunikation habe ich als einen der größten Schwachpunkte erlebt. Informationen wurden aus meiner Sicht häufig nicht klar oder rechtzeitig weitergegeben. Teilweise hatte ich den Eindruck, dass Absprachen nicht zuverlässig waren und Dinge anders umgesetzt wurden, als sie zuvor kommuniziert worden waren.
Auch bei Problemen oder Unklarheiten fehlte mir häufig eine offene und nachvollziehbare Kommunikation. Statt gemeinsam nach Lösungen zu suchen, entstand bei mir teilweise eher der Eindruck, dass Verantwortung weitergeschoben wurde.
Von einer offenen Kommunikation auf Augenhöhe habe ich persönlich wenig erlebt. Gerade von Führungskräften hätte ich deutlich mehr Klarheit, Verlässlichkeit und Transparenz erwartet.
Kurz gesagt: Viel Kontrolle, aber aus meiner Sicht zu wenig klare Kommunikation.
Gleichberechtigung
Bei der Gleichbehandlung habe ich persönlich keinen guten Eindruck gewonnen. Insbesondere bei jüngeren Kollegen hatte ich wiederholt den Eindruck, dass ihnen weniger zugetraut wurde und ihre Fähigkeiten teilweise vorschnell infrage gestellt wurden.
Aus meiner Sicht spielte dabei teilweise weniger die tatsächliche Leistung eine Rolle, sondern eher das Alter bzw. die Erfahrung. Ich hätte mir einen deutlich gleichberechtigteren Umgang und mehr Vertrauen in die Fähigkeiten jüngerer Mitarbeiter gewünscht.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben habe ich überwiegend als wenig abwechslungsreich empfunden. Es gab aus meiner Sicht wenig Möglichkeiten, neue Tätigkeiten kennenzulernen oder sich fachlich breiter aufzustellen.
Eigeninitiative und selbstständiges Arbeiten wurden meiner Wahrnehmung nach nicht besonders gefördert. Insgesamt empfand ich die Tätigkeit dadurch als wenig abwechslungsreich und teilweise monoton.