Neue Geschäftsführung als Hoffnungsträger nach Jahren der Fehlsteuerung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Arbeitsbedingungen bei LEMKEN sind insgesamt sehr gut. Gleitzeit, bezahlte Überstunden und eine faire Vergütung sorgen für attraktive Rahmenbedingungen. Auch das Gehalt ist für die Maschinenbaubranche absolut in Ordnung.
Besonders positiv ist der starke Zusammenhalt unter den Kollegen. Die Arbeitsatmosphäre ist grundsätzlich gut und viele Herausforderungen werden gemeinsam gemeistert. Die Aufgaben sind abwechslungsreich und bieten die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen und an interessanten Themen zu arbeiten.
Ein weiterer großer Pluspunkt ist die neue Geschäftsführung. Gerade in der aktuell schwierigen Situation der Landtechnikbranche wurden bereits erste positive Entscheidungen getroffen. Die neue Geschäftsführung wirkt kompetent, entscheidungsfreudig und bereit, bestehende Probleme konsequent anzugehen. Nach langer Zeit entsteht wieder der Eindruck, dass die richtigen Themen adressiert und notwendige Veränderungen eingeleitet werden.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Aus meiner Sicht wurden in den vergangenen Jahren auf Geschäftsführungs- und CEO-Ebene zahlreiche Fehlentscheidungen getroffen, die das Unternehmen unnötig zurückgeworfen haben. Die damalige Geschäftsleitung wirkte häufig entscheidungsschwach und war den Herausforderungen eines zunehmend anspruchsvollen Marktumfelds nicht gewachsen. Viele Probleme, mit denen LEMKEN heute kämpft, sind nicht erst gestern entstanden, sondern das Ergebnis jahrelanger Fehlsteuerung, fragwürdiger Personalentscheidungen und mangelnder Konsequenz bei notwendigen Veränderungen.
Die neue Geschäftsführung zeigt erfreulicherweise ein deutlich anderes Bild. Endlich gibt es Führungskräfte, die aus meiner Sicht die notwendige fachliche Kompetenz, Durchsetzungsstärke und strategische Weitsicht mitbringen. Erstmals seit Jahren entsteht wieder der Eindruck, dass Fehlentwicklungen erkannt und aktiv korrigiert werden. Die neue Geschäftsführung agiert dabei auf Augenhöhe mit dem CEO und bringt die notwendige Stärke mit, die dem Unternehmen lange gefehlt hat.
Operativ ist die größte Schwäche die mangelhafte Planung. Das Unternehmen ist sehr stark vertriebsgetrieben. Aufträge werden häufig in die Organisation gegeben, ohne ausreichend auf Kapazitäten, Materialverfügbarkeiten oder die tatsächliche Umsetzbarkeit zu achten. Dadurch entstehen regelmäßig Überlastungen, Umplanungen und Ineffizienzen. Entscheidungen werden oft schnell getroffen, die Umsetzung scheitert jedoch an fehlenden Ressourcen oder mangelnder Abstimmung.
Verbesserungsvorschläge
Der Fokus sollte deutlich stärker auf Planung, Kapazitätsmanagement und Umsetzbarkeit gelegt werden. Bevor neue Aufträge, Projekte oder Prioritäten vorgegeben werden, müssen verfügbare Ressourcen und Materialverfügbarkeiten realistisch berücksichtigt werden.
Darüber hinaus sollte die Variantenvielfalt der Maschinen konsequent reduziert werden. Weniger Komplexität würde die Effizienz in nahezu allen Unternehmensbereichen verbessern und die Lieferfähigkeit erhöhen.
Die begonnenen Veränderungen auf Führungsebene sollten konsequent fortgesetzt werden. Die neue Geschäftsführung hat bereits erste positive Signale gesetzt und sollte den eingeschlagenen Kurs beibehalten. Gleichzeitig sollten Mitarbeiterentwicklung, Weiterbildung und Talentförderung einen deutlich höheren Stellenwert erhalten, um das vorhandene Potenzial im Unternehmen besser zu nutzen.