Gute Ansätze – scheitern leider an der Umsetzung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Unternehmen hat grundsätzlich gute Ideen und moderne Ansätze. Auf dem Papier stimmen viele Werte und Ziele, und auch das Team selbst ist wirklich stark – kollegial, hilfsbereit und menschlich passt es sehr gut zusammen. Die Arbeit an sich hat immer Spaß gemacht und konnte selbstständig durchgeführt werden.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Leider bleibt vieles davon Theorie. In der Praxis werden die propagierten Werte von den verantwortlichen Instanzen nicht gelebt oder umgesetzt. Entscheidungen wirken oft realitätsfern und top-down gesteuert. Eigeninitiative oder kritisches Denken sind nicht wirklich erwünscht – es entsteht der Eindruck, dass vor allem „Ja-Sager“ gefragt sind.
Das Thema Homeoffice wird konsequent abgelehnt, was nicht mehr zeitgemäß ist und den Arbeitsalltag unnötig erschwert. Der Standort wirkt diesbezüglich wie ein Anti-Homeoffice-Beispiel. Bestes Beispiel: Ein Zeitungsartikel über „Homeoffice ist ein Einsamkeitstreiber“ hängt am schwarzen Brett für alle ersichtlich aus. Hier wird u. a. folgender Abschnitt orange markiert: „Wer einsam ist, hat ein höheres vorzeitiges Sterberisiko“. Sorry, leben wir wirklich noch in der Steinzeit? Das Unternehmen wirbt mit folgendem Slogan „
Mobiles Arbeiten“, davon merkt man leider am Standort Waiblingen überhaupt nichts.
Führung ist ein weiterer kritischer Punkt: Vorgesetzte werden häufig als wenig reflektiert, teils toxisch und sehr bestimmend wahrgenommen. Gerade auf Abteilungsleiterebene fehlt es oft an Nähe zur operativen Realität.
Zusätzlich steigt die Verantwortung kontinuierlich, ohne dass sich dies im Gehalt widerspiegelt. Die Bezahlung liegt eher unter dem Median, und Gehaltserhöhungen werden regelmäßig mit Verweis auf Tarifanpassungen abgelehnt – unabhängig von individueller Leistung oder Entwicklung.
Kommunikation ist ebenfalls verbesserungswürdig: Wichtige Themen werden spät oder unklar adressiert, nach dem Motto: „Der Schüler bekommt seinen Übertritt auch nicht erst im Januar mitgeteilt.“
Gleichberechtigung
Kaum Frauen in Führungspositionen vertreten.

