Erschreckende Entwicklung. Kein Vertrauen. Keine Wertschätzung.
Verbesserungsvorschläge
– Arbeitsplätze werden ins Ausland verlagert, jedoch ohne jegliche Stellen- und Funktionsbeschreibung. Dadurch herrschen chaotische Abläufe und total überforderte Mitarbeiter. Funktionen, Schnittstellen und Prozesse müssen mühselig nachgezogen werden
– Immer häufiger entsteht das Gefühl, keine eigenen Entscheidungen mehr treffen zu können. Auch die Möglichkeit, die eigenen Kompetenzen in die Arbeit einzubringen, nimmt für viele Kollegen spürbar ab
– Man hört immer wieder von einer Strategie 2030. Es werden auch Zahlen genannt, aber vermutlich verstehen die wenigsten Mitarbeiter, WIE das ganze erreicht werden soll. Hier wäre für die Belegschaft ein transparenter Maßnahmenplan, runtergebrochen auf die Abteilungen, enorm wichtig
– Die jahrelange mündliche Zusage, die IG-Metall-Tarif-Erhöhungen weiterzugeben, wurde jetzt erstmals ausgesetzt und an die Umsatzentwicklung gekoppelt. Im Gegenzug kommuniziert man in Projekten, dass es egal sei, was es am Ende kostet
– Eine gültige Betriebsvereinbarung zur HomeOffice Regelung hätte aufgekündigt werden sollen, der Betriebsrat konnte es wohl verhindern. Aktuell wird Mobiles Arbeiten direkt vom C-Level getrackt und es finden Gespräche mit “Ausreißern” statt. Zukünftig wird es bei Leuze sicherlich keine HomeOffice Möglichkeit mehr geben, wenn man die Entwicklung und das Misstrauen sieht. Das ist für die Attraktivität des Unternehmens und um neue qualifizierten Mitarbeiter zu gewinnen, der falsche Weg
– Leider mischt sich seit geraumer Zeit der Verwaltungsrat / einzelne Personen der Familie in die operativen Aufgaben ein. Was dazu führt, dass keine Entscheidung getroffen wird, oder viel zu spät. Dieser Aktionismus, diese für das Unternehmen häufig unwichtigen Themen beschäftigen im Anschluss eine ganze Reihe von Mitarbeitern und Führungskräften oder münden sogar in “belanglosen” Projekten
– Auch im C-Level hat man das Gefühl, dass jeder nur nach sich schaut. Ein “Zusammen”, so sieht es zumindest von außen aus, scheint es nicht mehr zu geben. Ein CEO, der Entscheidungen trifft und die Richtung vorgibt, fehlt an der Stelle erheblich
– Der Blick auf die Roadmap der Produktentwicklung sieht es nicht besonders rosig aus. Viele Zukaufprodukte. Der Großteil der Projekte werden verschoben. Wichtige Schnittstellen, die der Markt verlangt, werden nach 4 Jahren nachgezogen. Entscheidungen sind hier oft nicht nachvollziehbar
– Das, was das Unternehmen in der Vergangenheit ausgemacht hat, sind die Menschen, die Sensor People. Dieses Alleinstellungsmerkmal und Möglichkeit, sich dadurch vom Wettbewerb abzusetzen, wird mittlerweile gar nicht mehr als Chance gesehen oder als "Werkzeug" wahrgenommen. Auch intern schwindet die Identifikation und das Zusammengehörigkeitsgefühl. Wertschätzung ist leider ein Fremdwort in der Leuze-Kultur geworden
– Stattdessen versucht man die Mitarbeiter mit Freimarken für Rote Wurst, kostenlose Eis-Aktion und Schoko-Osterhasen bei Laune zu halten. Nett gemeint, nur leider bringt das nicht den erhofften Effekt. Die Unsicherheit und die Unzufriedenheit vieler Mitarbeiter bleibt.
Wie in vielen andere Bewertungen ebenfalls schon zu lesen war:
Leuze hätte enormes Potential. Hat in der Vergangenheit viele innovative Produkte auf den Markt gebracht. Der Großteil der Mitarbeiter sind motiviert, etwas voranzubringen. Auch der Standort, die Kantine und Benefits wie JobRad, Firmenkarte und Zuschuss zur betrieblichen Altersversorgung sind klasse. Jedoch muss sich an den o.g. Punkten schnellstmöglich was ändern. Ansonsten geht die erschreckende Entwicklung von Leuze so weiter und dann ist fraglich, wie lange das alle Beteiligten (Familie, Verwaltungsrat, C-Level, Mitarbeiter) noch mitmachen.
Arbeitsatmosphäre
Aktuell sehr angespannt. Man merkt, wie viel Druck aktuell herrscht, um die Umsatzziele zu erreichen. Der Umgangston ist rau geworden
Image
Das Image bröckelt leider immer mehr
Work-Life-Balance
HomeOffice nur noch in Ausnahmefällen erlaubt. Daher ist auch die Flexibilität in der Strukturierung seiner Aufgaben und Projekte nicht mehr vorhanden
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Mitarbeitern schwindet stark. Die Sensor People Kultur wird immer weniger gelebt. Und bei vielen Kollegen sitzt der Frust mittlerweile sehr tief
Umgang mit älteren Kollegen
Wie auch in vielen anderen Unternehmen mussten letztes Jahr viele ältere, erfahrene Mitarbeiter das Unternehmen verlassen. In vielen Bereichen wird sich das erst in den nächsten Jahren bemerkbar machen
Vorgesetztenverhalten
Hängt stark von der Führungskraft ab
Kommunikation
Ein für alle Mitarbeiter transparenter Plan zur Erreichung der ambitionierten Ziele ist notwendig
Gehalt/Benefits
Mittlerweile kann man sich nicht mehr darauf verlassen, die IG-Metall Tariferhöhungen zu bekommen. Eine Gehaltserhöhung neben den bisher gezahlten Tariflichen gibt es bei Leuze so gut wie gar nicht
Gleichberechtigung
Sehr wenige Frauen sind in Führungspositionen
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben und Projekte waren bisher sehr spannend, was die Motivation im Team gefördert hat. So war für alle klar, welches gemeinsame Ziel verfolgt wurde

