Rückschritt statt Fortschritt
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das kollegiale Miteinander im Team im direkten Umfeld funktioniert sehr gut. Inhaltlich spannende und fachlich interessante Aufgaben.
Schöne landschaftliche Umgebung für einen Pausenspaziergang.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Attraktivität des Unternehmens ist in letzter Zeit drastisch gesunken – insbesondere durch Entscheidungen, die wenig zukunftsorientiert wirken. Viele jüngere Kolleginnen und Kollegen sind bereits gegangen oder zeigen deutlich sinkende Zufriedenheit, was sich zunehmend in einer Überalterung der Belegschaft widerspiegelt.
Ich selbst bin zwar noch nicht ewig im Unternehmen, habe bisher jedoch keine wirklich positive Entwicklung oder zukunftsweisende Entscheidung erlebt.
Verbesserungsvorschläge
Leuze verfügt über ein solides Fundament und hätte das Potenzial, sich als moderner, attraktiver Arbeitgeber zu positionieren. Was aktuell fehlt, ist die Bereitschaft sich von den konservativen Denkweisen zu lösen und moderne Arbeitsformen wirklich zuzulassen und den Mitarbeitern Vertrauen entgegenzubringen.
Statt Flexibilität als Chance zu begreifen, wird stark auf Anwesenheit und sichtbare Kontrolle gesetzt. Solche Maßnahmen vermitteln Misstrauen und wirken demotivierend. Unter diesen Voraussetzungen wird es für einen ländlichen Standort im Großraum Stuttgart zukünftig sehr schwer, neue motivierte Mitarbeiter zu gewinnen und bestehende zu halten.
Die Stimmung unter den Mitarbeitenden ist spürbar angespannt. Kleine Aufmerksamkeiten wie eine Rote Wurst oder ein Schoko-Osterhase sind gut gemeint, reichen jedoch nicht aus, um verlorenes Vertrauen oder Motivation zurückzugewinnen. Was es braucht, sind mutige und moderne Entscheidungen auf struktureller Ebene – insbesondere in den Bereichen Führung, Arbeitskultur und Flexibilität.
Arbeitsatmosphäre
Angespannt, auch wegen der wirtschaftlichen Situation
Image
Das Image bröckelt massiv! Ja – die gesamtwirtschaftliche Lage ist aktuell schwierig. Doch Maßnahmen wie Kurzarbeit, betriebsbedingte Kündigungen und die zunehmende Verlagerung von Aufgaben treffen die Belegschaft hart und hinterlassen Spuren.
Home-Office ist nur noch unter Angabe von Gründen möglich – und wird vom C-Level ausgewertet. Das erzeugt Misstrauen statt Flexibilität. Inzwischen kündigen Mitarbeiter von sich aus oder sind maximal unmotiviert („Quiet Quitting“).
Work-Life-Balance
40-Stunden/Woche.
Gleitzeitmodell ohne Kernarbeitszeit ist positiv hervorzuheben.
Allerdings wurde ich mit dem Benefit von 50% Home-Office gelockt, was jetzt nur noch unter Angabe von Gründen erlaubt ist!
Kollegenzusammenhalt
Es sind leider nicht mehr viele Kollegen im direktem Umfeld übrig, aber insgesamt sehr gut!
Vorgesetztenverhalten
Bei mir grundsätzlich gut. Nur werden nicht alle relevanten Informationen transparent kommuniziert.
Arbeitsbedingungen
Das IT-Equipment ist gut. Die Großraumbüros sind dagegen altbacken, laut und im Sommer sehr heiß. Nach dem Mitarbeiter-Abbau sind die Büros entsprechend leer. Daher die Maßnahme Home-Office zu streichen.
Kommunikation
Mitarbeiter-Infos finden regelmäßig statt, in denen C-Level informiert. Sonstige Infos von Führungskräften werden unterschiedlich weitergegeben -> Flurfunk hilft!
Gehalt/Benefits
Das Unternehmen wirbt mit einer Vergütung „in Anlehnung an die IG Metall“. Im Bewerbungsgespräch wurde kommuniziert, dass „jede Erhöhung mitgemacht wird“. In der Praxis zeigt sich jedoch ein anderes Bild: Anpassungen werden zuletzt verschoben oder stehen noch aus.
Die angebotenen Sozialleistungen sind in Ordnung.
Gleichberechtigung
Die Frauenquote ist insgesamt niedrig und in Führungspositionen nahezu nicht vorhanden – insbesondere nach Kündigungen / “einvernehmlichen“ Trennungen.
Interessante Aufgaben
Sind definitiv da, einige spannende Themen sind auch in Planung – Umsetzung ist jedoch fraglich, da aktuell keine Ressourcen zur Verfügung stehen.
Nach dem Mitarbeiterabbau und der Umstrukturierung wurden teilweise zwei Vollzeitstellen auf eine reduziert, was zur Anhäufung oder nicht Bearbeitung von Themen führt.

