Ihr Unternehmen?

Kein Logo hinterlegt

levigo 
systems 
gmbh
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Ein Arbeitsplatz mit Chancen und internen Spannungen

3,4
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr für dieses Unternehmen in Holzgerlingen gearbeitet.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre war grundsätzlich positiv und wertschätzend. Engagement wurde wahrgenommen: Für Wochenendarbeit gab es kleine Aufmerksamkeiten wie Gutscheine, und auch kleinere Erfolge wurden vom Chef persönlich gelobt. Insgesamt war der Umgang im Team freundlich und kollegial. Allerdings hiel sich die Leitung bei zwischenmenschlichen Spannungen eher zurück. Wenn einzelne Kolleg:innen wiederholt negativ auffielen oder sich querstellten, wurde das von der Führung meist ausgesessen statt aktiv angegangen, was das Miteinander in bestimmten Situationen belastet hat.

Kommunikation

Die interne Kommunikation war grundsätzlich strukturiert: Es gab verschiedene Kanäle für den Austausch sowie alle zwei Wochen ein größeres Teammeeting, in dem relevante Themen offen angesprochen wurden. Während der Coronazeit wurde zusätzlich ein tägliches „Daily“ eingeführt, das jedoch nicht immer positiv wirkte – vor allem aufgrund der mitunter schlechten Stimmung des Chefs, die sich auf das Team übertrug. In der täglichen Kommunikation kam es gelegentlich zu Missverständnissen, da Tonfall und Erwartungshaltung einzelner nicht immer klar oder angemessen waren.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt im Team war überwiegend positiv. Die meisten Kolleg:innen haben gut zusammengearbeitet und waren hilfsbereit, wenn man Unterstützung brauchte. Auch der Umgang im Alltag war oft locker und humorvoll, was die Zusammenarbeit angenehm gemacht hat. Gleichzeitig gab es einzelne Gruppen bzw. einen „Inner Circle“, innerhalb dessen persönliche Sympathien eine größere Rolle spielten. Wer dort in ein falsches Licht geriet, hatte es schwer – das konnte den kollegialen Rückhalt in bestimmten Situationen deutlich einschränken.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance war insgesamt sehr fair. Es galt Vertrauensarbeitszeit mit locker definierten Kernarbeitszeiten, was eine flexible Gestaltung des Arbeitstags ermöglichte. Homeoffice war möglich und wurde – insbesondere während der Corona-Zeit – für ungeimpfte Mitarbeitende verpflichtend umgesetzt. Überstunden fielen nur im üblichen Rahmen an, wurden wertgeschätzt und konnten durch Freizeit ausgeglichen werden. Urlaubsplanung war unkompliziert, individuelle Wünsche wurden berücksichtigt. Auch für private Termine und Anliegen zeigte das Unternehmen in der Regel Verständnis.

Vorgesetztenverhalten

Der Umgangston der Vorgesetzten war überwiegend wertschätzend, allerdings gab es gelegentlich Situationen, in denen Emotionen die Professionalität beeinträchtigten. Leistungen wurden meist anerkannt, Feedback erfolgte jedoch nicht immer konsequent oder transparent. Entscheidungen, insbesondere personeller Art, waren teilweise schwer nachvollziehbar und wurden nicht immer offen kommuniziert. Dies führte mitunter dazu, dass Mitarbeitende vorschnell in bestimmte Rollen oder Schubladen gesteckt wurden.
Bei fachlichen oder kundenspezifischen Fragestellungen war die Unterstützung der Führungskräfte zuverlässig und hilfreich.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben waren sehr abwechslungsreich und boten viele Herausforderungen, insbesondere auch durch den direkten Kundenkontakt. Diese Vielfalt ermöglichte mir eine sehr gute fachliche und persönliche Weiterentwicklung, weshalb ich insgesamt sehr positiv auf diese Zeit zurückblicke. Eigeninitiative wurde geschätzt und bot die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen und mitzugestalten.

Gleichberechtigung

Geschlecht, Alter oder Herkunft spielten im Arbeitsalltag grundsätzlich keine Rolle, und Diversität wurde nicht thematisiert. Allerdings waren die Chancen auf Beförderungen nicht für alle gleich verteilt. Entscheidend für den Aufstieg schien oft, wie gut und nah man zur Führungsebene stand. Dieses informelle System war unter den Kolleg:innen bekannt und führte nicht selten zu Frustrationen, da es den Eindruck von Ungleichbehandlung vermittelte.

Umgang mit älteren Kollegen

Im Umgang mit älteren Kolleg:innen konnte ich keine Nachteile feststellen. Vielmehr schien es so, dass sie gelegentlich etwas mehr Freiheiten genießen konnten. Der Umgang war insgesamt respektvoll und kollegial, unabhängig vom Alter.

Arbeitsbedingungen

Die Ausstattung am Arbeitsplatz war insgesamt sehr gut und flexibel, da Mitarbeitende meist selbst aus einem Budget wählen konnten, welche Technik und Möbel sie benötigen. Das Raumklima, die Sauberkeit und der Lärmpegel waren in der Regel angenehm, auch dank Rückzugsmöglichkeiten aus dem Großraumbüro. Ergonomische Maßnahmen wie höhenverstellbare Tische und geeignete Bürostühle wurden angeboten und genutzt.
Parkplätze standen vor allem für Elektrofahrzeuge und Geschäftswagen zur Verfügung; Elektrofahrzeuge konnten kostenlos geladen werden, während es für konventionelle Autos keinen Ausgleich gab.
Insgesamt waren die Arbeitsbedingungen förderlich für die Produktivität. Zusätzlich gab es eine gut ausgestattete Küche/ Grill mit täglich frischen Backwaren und einem gefüllten Kühlschrank, was den Arbeitsalltag angenehm gestaltete.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Das Büro arbeitet mit einem energiesparenden Konzept, das auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung ausgelegt ist. Soziale Aspekte werden ebenfalls berücksichtigt: Bei Nachwuchs in der Belegschaft gibt es kleine Geschenke, und Jubiläen werden großzügig gewürdigt.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt lag unter dem Branchendurchschnitt. Gehaltsverhandlungen verliefen gut, jedoch profitierten vor allem Mitarbeitende, die viel Zeit investierten und dem „Inner Circle“ oder der Führungsebene nahestanden. 10 % des Gehalts waren variabel und wurden nur bei guten Geschäftsergebnissen ausgezahlt – Führungskräfte waren hiervon ausgenommen. Dafür gab es bei entsprechendem Gewinn, eine Gewinnbeteiligung für alle in gleicher höhe.
Eine betriebliche Altersvorsorge wurde nicht angeboten, mit Ausnahme der Führungsebene. Einen Fahrtkostenzuschuss gab es nicht, allerdings bestand die Möglichkeit, einen Geschäftswagen zu nutzen, allerdings nur im Rahmen einer eingeschränkten Richtlinie und der persönlichen Versteuerung.
Insgesamt war die Vergütung okay, jedoch ist die Perspektive mit Blick auf persönliche Weiterentwicklung/ Gehaltssteigerung begrenzt.

Image

Das Unternehmen genießt einen guten Ruf in der Branche und bei Kunden. Auch intern herrscht überwiegend ein positives Bild vom Arbeitgeber mit Ausnahme bei der persönlichen Weiterentwicklung und Gehaltssteigerung. Besonderheiten wie Innovationskraft und soziale Verantwortung prägen das Image zusätzlich positiv. Die Außendarstellung entspricht größtenteils der internen Realität, was Vertrauen schafft.

Karriere/Weiterbildung

Die Möglichkeiten zur Weiterbildung und beruflichen Entwicklung waren vorhanden, allerdings stark vom persönlichen Netzwerk und der Nähe zur Führungsebene abhängig. Fachliche Unterstützung wurde immer geboten. Dennoch erschwerten undurchsichtige Entscheidungsprozesse und ein eher informelles Beförderungssystem eine klare Karriereplanung. Offizielle Weiterbildungsangebote waren vorhanden, wurden jedoch nicht immer konsequent gefördert. Insgesamt ermöglichte die Position eine gute fachliche Entwicklung, eine langfristige Karriereperspektive war jedoch eingeschränkt.

HilfreichHilfreich?ZustimmenZustimmen?MeldenTeilen
Loading...
Puls

Bewertungen zeigen das große Ganze. Puls zeigt den Moment.

Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.