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Liftstar 
GmbH
Bewertung

TopCompany6 Jahre

Gutes Miteinander unter den Kollegen, doch spürbarer Nachholbedarf in Führung und Ausstattung

2,5
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2023 im Bereich Logistik / Materialwirtschaft bei Liftstar GmbH gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Positiv hervorzuheben ist das Engagement und das Verhalten der direkten Teamleitung. Durch die aktive Einbindung des Teams sowie das Ermöglichen von Jobrotationen wurde für eine abwechslungsreiche Aufgabenstellung gesorgt. Das kollegiale Miteinander unter den Mitarbeitenden ist von starkem Zusammenhalt und hoher Solidarität geprägt. Zudem verlief die Handhabung von Chancengleichheit und Gleichberechtigung im Alltag unaufgeregt und fair. Positiv zu erwähnen ist auch, dass anlassbezogene Sonderzahlungen wie die Coronaprämie allen Beschäftigten gleichermaßen gewährt wurden.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Der ständige Kampf um funktionierende Arbeitsmittel und ergonomische Mindeststandards ist extrem frustrierend, von monatelang defekter Hardware bis hin zu mäßig beheizten Arbeitsbereichen im Winter. Die kategorische Ablehnung von Weiterbildungen nimmt ambitionierten Mitarbeitenden jegliche Zukunftsperspektive, während mangelnde Transparenz und die fehlende Flexibilität bei Arbeitszeitmodellen gegenüber der Verwaltung die Unzufriedenheit im Team vergrößern.

Verbesserungsvorschläge

Die Unternehmensführung sollte dringend in eine authentische, transparente Kommunikation investieren und zugesagte Maßnahmen konsequent umsetzen, um verloren gegangenes Vertrauen wiederaufzubauen. Im Lagerbereich braucht es zeitgemäße Arbeitszeitmodelle mit elektronischer Zeiterfassung sowie zügige Investitionen in ergonomische Arbeitsbedingungen, Beleuchtung und eine verlässliche Instandhaltung der Arbeitsmittel. Zudem sollte die ungleiche Vergütung zwischen Alt- und Neungsverträgen angeglichen und durch gezielte Weiterbildungs- sowie Aufstiegsmöglichkeiten eine nachhaltige Wertschätzung für die Logistikbelegschaft geschaffen werden.

Arbeitsatmosphäre

Das Betriebsklima war anhaltend belasted. Aufgrund eklatanter Defizite im Führungsverhalten der Lagerleitung war eine spürbare Unzufriedenheit innerhalb der Belegschaft wahrnehmbar, die sich in einer konstant hohen Beschwerdequote manifestierte.

Image

Das Unternehmen scheint nach außen hin ein positives Marktimage zu genießen. Die externe Markenwahrnehmung und Reputation gegenüber Kunden sowie Geschäftspartnern wirken professionell und etabliert, auch wenn sich dies nicht vollumfänglich mit der internen Realität deckt.

Work-Life-Balance

Es besteht eine deutliche Asymmetrie bei den Flexibilisierungsoptionen zwischen Verwaltungs- und Logistikbereich. Während der administrativen Ebene Homeoffice und Gleitzeit eingeräumt werden, fehlen im Lagerbereich zeitgemäße Instrumente zur Arbeitszeitgestaltung. Das Fehlen einer elektronischen Zeiterfassung verhindert einen transparenten Überstundenabbau. Die Inanspruchnahme von Freizeitausgleich für geleistete Mehrarbeit wird seitens der Führungsebene zudem restriktiv gehandhabt.

Karriere/Weiterbildung

Personalentwicklungsmaßnahmen wurden während meiner Beschäftigungszeit kategorisch abgelehnt. Ambitionierte Mitarbeitende, die sich eigeninitiativ und auf eigene Kosten fortgebildet haben, erhielten im Anschluss keine adäquaten Perspektiven und verließen folglich das Unternehmen. Aufstiegschancen im Logistikbereich sind äußerst rar gesät, wodurch Potenzialträger nicht gehalten werden.

Gehalt/Benefits

Das Vergütungsniveau im Lagerbereich ist als unzureichend zu bewerten. Zudem existiert eine ausgeprägte Ungleichbehandlung bei den monetären Zusatzleistungen: Während Bestandsverträge von 50 % Überstundenzuschlag sowie Urlaubs- und Weihnachtsgeld profitieren, werden Neueinsteiger im Logistiksegment mit lediglich 25 % Zuschlag vergütet und von regulären Jahressonderzahlungen ausgeschlossen. Positiv anzumerken ist, dass anlassbezogene Prämierungen wie die Coronaprämie allen Mitarbeitenden gewährt wurden. Insgesamt verfolgt die Unternehmenspolitik im operativen Lagerbereich einen strikten Sparkurs. Um den Bewertungsrichtlinien zu entsprechen, wird auf die Anführung weiterer spezifischer Sachverhalte verzichtet.

Kollegenzusammenhalt

Das kollegiale Miteinander war im Grundsatz von hoher Solidarität und starkem Teamgeist geprägt. Punktuelle Spannungen und vereinzelte Schnittstellenprobleme zwischen Individuen bewegen sich im für diese Unternehmensgröße üblichen Rahmen und beeinträchtigten die funktionale Zusammenarbeit nicht wesentlich.

Umgang mit älteren Kollegen

Die Beurteilung basiert auf punktuellen Wahrnehmungen im direkten Arbeitsumfeld. Der Umgang mit älteren Mitarbeitenden gestaltete sich heterogen. Neben einer im Grundsatz wertschätzenden Haltung hingen Akzeptanz und Integration im Einzelfall auch stark vom individuellen Engagement und der Veränderungsbereitschaft der jeweiligen Personen ab. In der Gesamtbetrachtung ist die Handhabung dieser Demografiegruppe jedoch als weitgehend positiv zu bewerten.

Vorgesetztenverhalten

Die Beurteilung bezieht sich ausschließlich auf die direkte Führungskraft. Das Führungsverhalten entbehrte jeglicher Authentizität und Vertrauenswürdigkeit, sodass eine fachliche und persönliche Akzeptanz nicht gegeben war. Aufgrund der Bewertungsrichtlinien bezüglich der Darlegungs- und Nachweispflicht wird von einer detaillierteren Ausführung abgesehen.

Arbeitsbedingungen

Die materielle und infrastrukturelle Ausstattung im Lagerbereich wies erhebliche Defizite auf. Während die direkte Teamleitung bemüht war, operative Arbeitsmittel bereit zustellen, gestaltete sich die Umsetzung ergonomischer und arbeitssicherheitsrelevanter Anpassungen, etwa zur Optimierung der Lichtverhältnisse oder zur Gewährleistung adäquater Raumtemperaturen an den Toren, als extrem schleppend. Ergonomische Mängel wurden erst mit enormer Zeitverzögerung behoben. Zudem führte die mangelhafte Instandhaltung von Hardware und Flurförderzeugen zu unnötigen Beeinträchtigungen im Betriebsablauf, da Reparaturen erst nach wochenlangen Stillstandzeiten durchgeführt wurden.

Kommunikation

Das Kommunikationsverhalten wirkte weitgehend alibihaft und wenig authentisch. Die eingeleiteten Informationsformate zielten primär darauf ab, Transparenz und Dialogbereitschaft vorzutäuschen, statt einen echten Austausch auf Augenhöhe zu etablieren. Den Ankündigungen folgten im operativen Geschäft selten konkrete Maßnahmen oder spürbare Veränderungen.

Gleichberechtigung

Die Chancengleichheit ist nach meiner Wahrnehmung grundsätzlich gegeben. Inklusions- oder Diskriminierungsmerkmale spielen im operativen Tagesgeschäft keine erkennbare Rolle.

Interessante Aufgaben

Die Aufgabenstellung gestaltete sich dank der Initiative der Teamleitung positiv und abwechslungsreich. Durch die gezielte Einbindung in unterschiedliche Arbeitsbereiche sowie die Ermöglichung von Jobrotation zur Abteilungsleiter- und Schnittstellenübergreifenden Einsicht wurde eine hohe Aufgabenvielfalt und eine entsprechend steigende Arbeitsmotivation geschaffen.


Umwelt-/Sozialbewusstsein

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Arbeitgeber-Kommentar

David Rosenbaum, Leitung Recruiting
David RosenbaumLeitung Recruiting

Liebe:r ehemalige:r Kolleg:in,

vielen Dank für dein ehrliches und ausführliches Feedback zu deiner Zeit bei uns. Es freut uns, dass du das Engagement deiner direkten Führungskraft sowie den starken Zusammenhalt im Team positiv hervorhebst. Das zeigt uns, dass wir in diesen Bereichen bereits eine gute Grundlage geschaffen haben.

Gleichzeitig nehmen wir deine Kritik – insbesondere zu den Arbeitsbedingungen und der Work-Life-Balance im Lagerbereich – sehr ernst. Auch wenn wir nicht alle angesprochenen Punkte inhaltlich teilen und dein Ausscheiden bereits rund drei Jahre zurückliegt, möchten wir dir aufzeigen, welche Entwicklungen es seitdem gegeben hat.

So haben wir unser familienfreundliches Ein-Schicht-Modell beibehalten und führen in diesem Jahr eine digitale Zeiterfassung ein, um die Transparenz bei den Arbeitszeiten weiter zu erhöhen.

Auch bei den Arbeitsbedingungen hat sich einiges getan: Wir haben unseren Fuhrpark im Bereich Lager und Werkstatt erweitert und unsere Mitarbeitenden entsprechend geschult. Darüber hinaus setzen wir seit mehreren Jahren gezielt auf ergonomische Maßnahmen – unter anderem mit Gesundheitstagen, Arbeitsplatzbegehungen gemeinsam mit Physiotherapeut:innen sowie einem wöchentlichen Pilates-Kurs.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Modernisierung unserer Infrastruktur. Aktuell investieren wir umfassend in den Ausbau unserer Hallen sowie in moderne Sozial- und Sanitärräume, um das Arbeitsumfeld nachhaltig zu verbessern.

Auch im Bereich Weiterbildung und Entwicklung haben wir unser Angebot deutlich ausgebaut. Weiterbildungswünsche werden individuell geprüft und durch konkrete Qualifizierungsmaßnahmen wie Schweißerfortbildungen, Ausbildungen zur Elektrofachkraft oder Excel-Schulungen unterstützt. Gleichzeitig schaffen wir verstärkt interne Entwicklungsmöglichkeiten und konnten bereits zahlreiche Positionen erfolgreich mit eigenen Mitarbeitenden besetzen.

Auch unsere interne Kommunikation entwickeln wir kontinuierlich weiter. Dafür setzen wir auf unterschiedliche Formate – von persönlichen Einzelgesprächen bis hin zu Workshops –, um den verschiedenen Bedürfnissen unserer Mitarbeitenden bestmöglich gerecht zu werden.

Solltest du Interesse haben, dich über die aktuellen Entwicklungen auszutauschen, freuen wir uns über deine Nachricht an recruiting@liftstar.de.

Herzliche Grüße,

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.