Tolles Team, aber die technische Führung braucht eine klare Linie
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die technische Führungsebene hat weder eine überzeugende People-Strategie noch eine klare technische Vision. Wir haben als Team Jahre in Konzepte investiert, um die Engineering-Organisation neu zu strukturieren. Am Ende sind wir bei genau dem Ansatz gelandet, der intern schon früh als strategisch richtig diskutiert wurde, aber damals nicht weiterverfolgt wurde. Es gibt zwar eine Roadmap, aber die technische Strategie dahinter wirkt weiterhin richtungslos. Klare Meilensteine, an denen man Fortschritt messen kann, fehlen seit Jahren. Das kostet Vertrauen und Motivation im Team.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die technische Führung braucht dringend jemanden mit echten People-Skills und einer belastbaren technischen Strategie. Es kann nicht sein, dass alle paar Jahre die Richtung komplett geändert wird. Klare Meilensteine fehlen seit langem. Die Teams brauchen Stabilität und eine Führung, die eine Richtung vorgibt und dabei bleibt, statt teure Umwege zu nehmen, um am Ende dort zu landen, wo man mit konsequenter Umsetzung schon längst hätte sein können.
Verbesserungsvorschläge
Das Team. Die Kollegen sind kompetent, motiviert und unterstützen sich gegenseitig. Das Produkt hat echtes Potenzial. Es gibt Flexibilität bei Arbeitszeit und Arbeitsort.
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre im Team ist grundsätzlich gut. Kollegen sind motiviert und bringen viel Eigeninitiative mit. Allerdings leidet die Stimmung, wenn strategische Entscheidungen immer wieder revidiert werden und man das Gefühl hat, sich im Kreis zu drehen.
Image
Das Unternehmen hat ein gutes Außenbild. Intern sieht die Realität anders aus, besonders im Engineering-Bereich. Die Lücke zwischen dem, was nach außen kommuniziert wird, und dem, was intern passiert, ist spürbar.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance ist in Ordnung. Flexible Arbeitszeiten und Homeoffice sind möglich. In stressigen Phasen, besonders wenn Strategien kurzfristig geändert werden, kann es aber auch mal intensiver werden.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildung wird zwar erwähnt, aber es fehlt an einem klaren Entwicklungsplan. Karrierepfade sind nicht transparent. Wer sich weiterentwickeln will, muss das weitgehend selbst in die Hand nehmen.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist marktüblich, aber nicht überdurchschnittlich. Sozialleistungen sind vorhanden, aber nichts, was besonders heraussticht.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es gibt Ansätze, aber kein starkes Engagement in diese Richtung. Das Thema steht nicht im Vordergrund.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kollegen ist stark. Man hilft sich gegenseitig und zieht an einem Strang, auch wenn die Führungsebene nicht immer eine klare Richtung vorgibt. Das Team trägt das Unternehmen.
Umgang mit älteren Kollegen
Das Team ist eher jung. Ältere Kollegen werden respektiert, aber es gibt keine speziellen Programme oder Initiativen für sie.
Vorgesetztenverhalten
Auf Teamlead-Ebene gibt es gute Führungskräfte, die sich für ihre Leute einsetzen. Auf höherer Ebene fehlt es jedoch an People-Management-Kompetenz und an einer klaren technischen Vision. Entscheidungen werden getroffen, dann wieder verworfen, dann erneut getroffen. Das ist frustrierend für alle Beteiligten.
Arbeitsbedingungen
Die Ausstattung ist solide. Gute Hardware, modernes Büro. Nichts Außergewöhnliches, aber man kann vernünftig arbeiten.
Kommunikation
Die Kommunikation ist eine der größten Schwachstellen. Wichtige Entscheidungen werden nicht transparent kommuniziert. Richtungswechsel in der Technikstrategie werden oft ohne klare Begründung an die Teams weitergegeben. Man erfährt häufig erst spät, wohin die Reise gehen soll.
Gleichberechtigung
Ich habe keine offensichtliche Diskriminierung erlebt. Es gibt Raum für Verbesserung in Bezug auf Diversität in Führungspositionen, aber insgesamt ein faires Umfeld.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben selbst wären spannend, das Produkt hat Potenzial. Leider wird dieses Potenzial durch fehlende strategische Klarheit gebremst. Man arbeitet an Konzepten, die dann nach Monaten oder Jahren wieder verworfen werden.