Ihr Unternehmen?

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LINDIG 
Fördertechnik 
GmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Viel Potenzial - leider bremsen fehlende Führung und ungelöste Dynamiken den Arbeitsalltag aus

2,5
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr im Bereich Administration / Verwaltung bei LINDIG Fördertechnik GmbH in Kaufungen gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Positiv hervorheben möchte ich, dass der Arbeitsgeber grundsätzlich sehr sozial aufgestellt ist und Mitarbeiter bei vielen Themen Mitgestaltungsmöglichkeiten haben.
Der Austausch mit Kollegen aus anderen Standorten war aus meiner Sicht sehr freundschaftlich, wertschätzend und kollegial, dies wurde auch bei gemeinsamen Veranstaltungen und Teamevents spürbar.
Auch der Umgang zwischen Geschäftsführung und Mitarbeitenden ist sehr persönlich, nahbar und freundschaftlich geprägt.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Gerade weil der Umgang der Geschäftsführung grundsätzlich eher persönlich wirkte, hat es mich sehr überrascht, wie mit Kündigungen langjähriger Mitarbeiter verfahren wird. Es wird weder hinterfragt oder als Anlass genutzt um tiefer auf Ursachen, Teamdynamiken oder wiederkehrende Probleme zu schauen.

Verbesserungsvorschläge

Lindig sollte sich stärker mit den Ursachen für Fluktuation und Unzufriedenheit der Mitarbeiter beschäftigen. Wenn erfahrene und langjährige Mitarbeiter das Unternehmen verlassen, sollte hinterfragt werden, welche Strukturen oder Dynamiken dazu beigetragen haben. Es sollte außerdem geprüft werden, ob die aktuelle soziokratische Struktur in der Praxis wirklich funktioniert oder eher klare Verantwortlichkeiten und stärkere / bessere Führung benötigt werden.

Arbeitsatmosphäre

Ich hab das Unternehmen verlassen, weil die Arbeitsatmosphäre für mich dauerhaft nicht mehr tragbar war. Das Verhalten zweier Kolleginnen empfand ich über längere Zeit als grenzüberschreitend und persönlich belastend.

Kommunikation

Es war sehr enttäuschend, dass Konflikte aus meiner Sicht weder konsequent angesprochen, noch nachhaltig gelöst wurden. Wegschauen oder noch mehr Öl ins Feuer kippen schien häufiger die bevorzugte Strategie zu sein. Besonders problematisch empfand ich, dass die lautesten Stimmen am Ende immer Recht bekommen haben.

Kollegenzusammenhalt

Zu Beginn meiner Tätigkeit war der Zusammenhalt und der Teamgedanke großartig, dieser ging mit Einführung der Soziokratie und der draus resultierenden nicht vorhandenen Führung bergab. Einzelne Mitarbeiter konnten aus meiner Wahrnehmung nahezu grenzenlos agieren, ohne das die Führung eingegriffen oder klare Grenzen gesetzt hat. Das hat die Teamdynamik nachhaltig belastet und Konflikte eher verstärkt als gelöst.
Positiv erwähnen muss man allerdings den guten Zusammenhalt mit den den Kollegen aus den anderen Standorten, das hat einem viel Halt gegeben.

Work-Life-Balance

Die 38 Stunden Woche ist ein ganz klarer Pluspunkt und hat eine gute Work-Life Balance ermöglicht, gerade private Termine ließen sich dadurch gut in den Alltag integrieren. Zudem war es möglich, seinen Hund mit ins Büro zu bringen. Gleichzeitig war man durch die Schichtplanung darauf angewiesen, sich eng mit den Kollegen abzustimmen, wodurch die Flexibilität teilweise eingeschränkt war. Schade war außerdem, dass die Möglichkeit zum arbeiten im Homeoffice wieder abgeschafft wurde.

Vorgesetztenverhalten

Die Soziokratie führte im Alltag häufig zu unklaren Verantwortlichkeiten, langen Entscheidungswegen und fehlender Führung. Entscheidungen wurden selten klar getroffen oder konsequent vertreten. Bei der Mitarbeiterführung am Standort fehlte mir Empathie, Konfliktfähigkeit und Durchsetzungsvermögen. Konflikte und Probleme im Team wirkten auf mich nicht nur vor Ort ungelöst, sondern wurden aus meiner Sicht auch von der Geschäftsführung nicht aufgegriffen. Durch die geringe Präsenz am Standort entstand eine große Distanz zwischen Entscheidungen und den tatsächlichen Problemen vor Ort.

Interessante Aufgaben

Grundsätzlich interessante Aufgaben, die sich jedoch stark wiederholt haben.

Gleichberechtigung

Das Thema Gleichberechtigung wurde aus meiner Sicht gut gelebt und war im Arbeitsalltag unproblematisch.

Umgang mit älteren Kollegen

Der Umgang mit älteren Kollegen war aus meiner Sicht vollkommen in Ordnung.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen waren sehr gut, ergonomische Ausstattung mit höhenverstellbaren Schreibtischen.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Im Umgang mit Krankheit und persönlichen Herausforderungen habe ich die Führung als verständnisvoll und menschlich erlebt.

Gehalt/Benefits

Pünktliche Gehaltszahlung war selbstverständlich, zusätzlich gab es eine monatliche Guthabenkarte, die Vergütung empfand ich als fair und angemessen.

Image

Das Image der Firma ist nach außen grundsätzlich gut. Intern hatte ich zuletzt jedoch den Eindruck, dass die Stimmung zunehmend kritischer wurde. Viele, gerade auch langjährige Mitarbeiter haben das Unternehmen innerhalb kurzer Zeit verlassen.

Karriere/Weiterbildung

Auf Grund der soziokratischen Strukturen ist eine Weiterentwicklung oder eine Karriereperspektive nur sehr begrenzt bis fast gar nicht möglich.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.