111 Bewertungen von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
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111 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,5 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ihr Unternehmen?
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111 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,5 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Unser Zusammenhalt und die sympathische Geschäftsleitung.
Es könnte eine bessere Arbeitskleidung geben.
Mehr persönlichen Austausch zwischen Regionalleitung und wir im Team.
Tolle Aufgaben und ein sympathisches Team.
Arbeitstage von 8-16.30. Montag bis Freitag. Aufgrund unserer Stadt klare Vorgaben. Aber immer ein freies Wochenende.
Kein Tarif. Dafür aber ein gutes Gehalt und 30 Tage Urlaub. Zusätzlich bekomme ich den Kitaplatz bezahlt
Projekte zur Müllttennung, gesundes Kochen, wenig Papier und Arbeitsmaterial die wir bei unseren Projekten nachhaltig verwenden
Ein toller Chef!
Sehr viele Freiheiten und kreativ.
Die Arbeitsatmosphäre ist großartig! Wir arbeiten unterstützend zusammen, kommunizieren offen und fördern die Mitarbeiterzufriedenheit durch Anerkennung von Leistungen. Das motiviert mich jeden Tag!
Ein Verständnis für private Bedürfnisse ermöglichen es mir, Beruf und Privatleben gut zu vereinbaren und mich in beiden Bereichen wohlzufühlen.
Sie reichen aus, um meine Grundbedürfnisse zu decken, aber es gibt Raum für Verbesserung.
Wir unterstützen uns gegenseitig, teilen Wissen und Erfahrungen und arbeiten gemeinsam an gemeinsamen Zielen.
Meine Vergesetztin verhält sich sehr unterstützend und fair! Sie hört zu, gibt konstruktives Feedback und fördert die Entwicklung ihrer Mitarbeiter. Ihr Führungsstil ist transparent und motivierend.
Eine angenehme Arbeitsumgebung und flexible Gestaltungsmöglichkeiten tragen dazu bei, dass ich mich wohlfühle und effizient arbeiten kann.
Die Kommunikation im Beruf ist offen, transparent und respektvoll. Wir tauschen Informationen effektiv aus, hören einander zu und arbeiten gemeinsam an Lösungen. Das fördert ein positives Arbeitsklima und effizientes Arbeiten.
Alle Mitarbeiter werden unabhängig von Geschlecht, Alter oder Hintergrund fair behandelt und haben gleiche Chancen auf Förderung und Entwicklung.
Die Aufgaben bieten ständig neue Herausforderungen und Möglichkeiten, meine Fähigkeiten zu erweitern und kreativ zu sein. Das hält meine Arbeit abwechslungsreich und motivierend.
Das man die Möglichkeit hat, sich weiterentwickeln zu können.
Das Gehalt könnte besser an die Leistungen/dem Berufsgrad angepasst werden.
Unsere Arbeitsatmosphäre ist geprägt von Offenheit, Respekt und Wertschätzung. Wir fördern eine Kultur der Zusammenarbeit, des Vertrauens und der kontinuierlichen Weiterentwicklung. Jeder Mitarbeiter wird geschätzt und kann seine Fähigkeiten und Talente einbringe.
Flexible Arbeitszeiten werden gefördert und unterstützen somit die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.
Living Quarter bietet vielfältige Möglichkeiten für Karriere und Weiterbildung. Mitarbeiter werden bei Ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung durch Schulungen, Workshops unterstützt.
Das Gehalt könnte besser an die Leistungen/dem Berufsgrad angepasst werden.
Unser Team ist ein starkes Team! Wir unterstützen uns gegenseitig, helfen einander aus und feiern gemeinsam Erfolge.
Jeder wird gleich behandelt, es wird keinen Unterschied zwischen KollegInnen gemacht.
Unsere Führungskraft (Regionalleitung) setzt auf Vertrauen, Wertschätzung und Förderung.
Bei uns zählt offene und ehrliche Kommunikation. Wir hören einander zu, teilen Informationen transparent und sprechen Probleme direkt an. So können wir gemeinsam erfolgreich sein und unsere Ziele einreichen.
Bei Living Quarter wird ganz klar deutlich, dass hier die Leistungen zählen und nicht das Geschlecht, die Herkunft oder andere Hintergründe.
Ich mag die abwechslungsreichen Aufgaben und die Möglichkeit, mich ständig weiterzuentwickeln.
Sehr eigenständiges Arbeiten
Kann ich nichts negatives sagen.
Mehr den Mitarbeiter sehen, eine Firma ist nur so gut wie seine Mitarbeiter
Zumindest bei mir in der Unterkunft, als Heimleiter habe ich einen schönen Arbeitsplatz mit sehr viel eigenverwortung und auch sehr freien Arbeiten.
Sehr gut
Ich kann mich nicht beklagen, 5 Tage und ein freies Wochenende ist vollkommen okay.
Da könnte man mehr erwarten.
Gut ,aber es geht noch besser.
Geselschaftlich wertvoll ??? Wenig Nachhaltigkeit, sehr komerzorientiert .
Einer für alle ,alle für einen, zumindest in meinem Arbeitsbereich.
Sehr gut ,keine Diskriminierung
Immer sehr loyal zumindest von meiner Regionalleitung, von Berlin im Headquarter kann ich nichts sagen.
Super!!
Von meiner Regionalleitung alles super, die Kommunikation ins Headquarter ist noch Ausbaufähig.
Alles bestens!
Eine komplette Flüchtingsunterkunft leiten und dafür sorgen das alles läuft was gibt es Interrisannteres im Leben!!!
Er hat mir eine Erfahrung geschenkt, die ich nicht missen möchte denn jetzt weiß ich, was ich nie wieder möchte.
Eine ängstige Sicht auf die Welt und andere Menschen, trotz, dass man sich im sozialen Sektor bewegt.
Wenn man umsetzt, was man verspricht, generiert man zufriedene Mitarbeiter, die mit hoher Motivation ihrer Arbeit nachgehen und das Unternehmen nach vorne bringen. Das Unternehmen ist nur so stark wie seine Basis, und die Basis befindet sich nicht im Headquarter sondern da, wo das meiste Geld generiert wird.
Die Arbeitsatmosphäre ist von einem hohen Stresslevel und zu hohen Erwartungen der Geschäftsführenden geprägt. Nach Aussen gibt man sich offen und tolerant, hinter den Kulissen herrscht eine Spaltung der Mitarbeitenden zwischen Freunden der Geschäftsführung und nicht Freunden. Man ist bemüht, eine familiäre Arbeitsatmosphäre zu suggerieren jedoch gelingt das nicht lang.
Könnte deutlich besser sein.
Ein Privatleben ist nur dann erwünscht, wenn es dem Unternehmen dienlich ist und man sich als Familienmitglied der LQ sieht. Andernfalls sollte man mehr Arbeit bitte nicht so ernst nehmen und durch abklatschen wird die Arbeit ja auch deutlich entspannter. Die Zeiterfassung scheint mehr Schein als sein zu sein.
Nicht gegeben.
Man akzeptiert das Gehalt, wenn man den Gedanken in dieser Firma zu arbeiten gut findet. Jedoch ist jeder Cent als Schmerzensgeld zu betrachten und dafür ist es definitiv nicht hoch genug. Branchenrecherchen bestätigt nicht schnell, dass das Gehalt weit unter dem gängigen Durchschnitt liegt.
Man versucht, Geld zu sparen und kauft dennoch stetig neue Möbel, statt zu recyceln. Der Fokus scheint auf günstig und schnell statt etwas teurer und langlebig zu liegen.
Das hängt stark davon ab wo man eingesetzt ist.
Das Team und die Firma sollte möglichst jung gehalten werden. Mitarbeiter mit Erfahrung die Fragen stellen und ihre Tätigkeit hinterfragen sind leider nicht besonders gerne gesehen.
Statt das Geld für teure Business Coaches auszugeben, sollte man das Geld und sein Gehör lieber den Mitarbeitenden schenken/zur Verfügung stellen. Man ist sehr bemüht offen und herzlich zu wirken. Fakt ist jedoch, dass die Realität in weite Ferne gerückt zu sein scheint. Der Fokus sollte auf den Menschen liegen und nicht auf der aktuell günstigsten Strategie Preise zu drücken und neue Einnahmequellen zu erschließen.
Man versucht Arbeitsmittel zur Verfügung zu stellen, die dem Aufgabengebiet gerecht werden. Über die Arbeitszeit und das Stress Level sowie Work Life Balance wurde an anderen Punkten bereits eingegangen.
Vereinzelte Mitarbeitende sind daran interessiert, eine offene und transparente Kommunikation zu leben. Diese wird ja schließlich von dem Unternehmen augenscheinlich vorgegeben. Zu viel Transparenz wird jedoch nicht gewünscht, denn diese führt dazu, dass man bemerkt, dass man bereits zu nah an der Sonne fliegt und die Flüge längst begonnen haben, zu schmelzen.
Unabhängig desGeschlechts wird bevorzugt, wer sich als Familienmitglied betrachtet und sein Arbeitsleben zu 100 % über sein Privatleben stellen möchte. Was Befindlichkeiten, die durch Behinderung bedingt sind, wird nur im aller nötigsten Maße Rücksicht genommen.
Das Aufgabengebiet ist sehr interessant und sehr spannend. Man lernt viele Menschen kennen sieht auch viele Schicksale und viele Orte. In diesem Bereich liegt viel Potenzial, insbesondere wenn man mit Sozial kompetenz, Empathie und emotionale Intelligenz ausgestattet ist.
Die Werte der LQ bringen in den Teams Menschen zusammen, die gut miteinander arbeiten können und sich in ihrer Haltung einig sind.
Das ist allerdings der Verdienst der Menschen vor Ort, nicht des Unternehmens.
Die vorgespielten Werte machen die Erkenntnis, wie unangenehm dieses Unternehmen aufgebaut ist und geführt wird, besonders bitter.
Die Arbeit selbst ist flexibel, kreativ und war wunderbar. Die Firma dahinter hat für mich nur Frustration und Fassungslosigkeit gebracht.
Feedback und Kritik wurden in meiner Zeit nur zu finanziellen Optimierungszwecken angenommen. Deshalb denke ich, besteht kein Interesse.
In meinem Team gut, im Unternehmen alles nur vorgespielt.
Einmal hinter die Fassade geschaut, erkennt man das perfide System, mit welchem mit möglichst wenig Aufwand, möglichst viel Geld aus Menschen in Notsituationen gezogen wird.
Eine ganz traurige Erkenntnis als Sozialarbeiterde/r.
Keine tätliche Unterstützung bei Schulungen, nicht wirklich Aufstiegschancen über die Heimleitung hinaus, keine Gehaltserhöhung nach Zugehörigkeitsjahren.
Mein Team war großartig.
Wir sind letztendlich durch die Probleme mit dem Unternehmen so eng zusammen gewachsen.
Fehlende Wertschätzung, stetiges hohes Stresslevel, da mit den Anforderungen an das ständige Sparen und die hohe Aufgabendichte als Bereichsleitung an jeder Stelle vollkommen überfordert.
Sehr bedenklicher und stark emotionaler Umgang mit Konflikten, Selbstreflektion sehr ausbaufähig.
Kommunikation wird hier groß auf die Fahne geschrieben. Dahinter stehen Hinhaltetaktiken, Konfliktvermeidung und bewusstes Lügen der Führungsebene, um die MitarbeiterInnen möglichst lange in dem Glauben zu halten, dass die LQ als Unternehmen einen hohen Kommunikationsstandart pflegt.
Wenn es gelingt hinter die Fassade zu schauen, wird eben dieses Lügen auch von den Heimleitungen gegenüber den eigenen Teams erwartet, um den Frieden zu wahren.
Sollte für jemanden, der sich wegen der angepriesenen Werte bei der LQ beworben hat, keine Option sein.
Gehalt ist sehr unterdurchschnittlich, wenn man sich zum Beispiel an der TVöD SuE orientiert. Vor allem im Leitungsbereich waren die Gehälter schon fast eine Beleidigung.
Gehaltsverhandlungen liefen im gesamten damaligen KollegInnenkreis aussichtslos, unwertschätzend und sehr frustrierend.
Da die Arbeit sehr frei gestaltet werden kann, sind die Möglichkeiten gegeben, kreativ und immer wieder innovativ zu arbeiten.
Besonders positiv hervorzuheben ist, dass ich während meiner Zeit im Unternehmen viel gelernt habe – vor allem, eigenständig zu arbeiten und für mich selbst einzustehen. Diese Erfahrungen haben mich in meiner jetzigen Position in einem neuen Unternehmen deutlich weitergebracht und mir gezeigt, wie wichtig Selbstorganisation und Durchsetzungsvermögen im Berufsleben sind.
Auch die Anfangszeit meiner Beschäftigung war von vielen positiven Erlebnissen geprägt. Die Zusammenarbeit im Team war motivierend, und es herrschte eine Atmosphäre, in der man sich gegenseitig unterstützt und gemeinsam Erfolge gefeiert hat.
Der hohe Leistungsdruck sollte durch gezielte Maßnahmen abgebaut werden, um eine gesündere Work-Life-Balance zu ermöglichen. Zwar werden Mitarbeitergespräche geführt, jedoch fehlt es oft an konkreten Umsetzungen. Es wäre sinnvoll, Anliegen nicht nur anzuhören, sondern aktiv Veränderungen herbeizuführen, um die Zufriedenheit im Unternehmen zu steigern.
Während meiner Zeit im Unternehmen habe ich eine deutliche Veränderung der Arbeitsatmosphäre erlebt. Anfangs herrschte ein starkes Teamgefühl, geprägt von gemeinsamer Freude an erreichten Zielen. Mit der Zeit wich dieses jedoch einem zunehmenden Leistungsdruck, bei dem Schnelligkeit und ständige Optimierung im Vordergrund standen. Die hohe Fluktuation führte zu einer unsicheren Arbeitsumgebung, in der Beständigkeit und Vertrauen immer mehr verloren gingen. Dies wirkte sich nicht nur auf die Motivation, sondern auch auf die mentale und physische Belastung aus.
Private Termine und der Ausgleich von Überstunden durch Freizeit wurden jederzeit flexibel ermöglicht. Dennoch gab es zahlreiche Tage mit überdurchschnittlich langen Arbeitszeiten, um den hohen Anforderungen gerecht zu werden, was die Work-Life-Balance beeinträchtigen konnte.
Für Berufseinsteiger ist die Bezahlung angemessen. Eine faire Vergütung darüber hinaus wird jedoch meist nur durch Nettolohn-Optimierung ermöglicht – teilweise sogar unter der Bedingung, dass das Bruttogehalt entsprechend nach unten angepasst wird.
Durch häufig wechselnde Vorgesetzte fehlte die nötige Kontinuität, um meine Stärken optimal ins Team einzubringen. Trotz mehrfacher Gespräche blieb eine klare Ausrichtung oder individuelle Förderung aus.
Regelmäßige Team-Meetings boten zwar Raum für den Austausch über den aktuellen Arbeitsstand, und auch persönliche Anliegen wie Unzufriedenheit im Job wurden angehört. Allerdings führten diese Gespräche selten zu konkreten Veränderungen. Dadurch wuchs die Frustration zunehmend, da Probleme zwar thematisiert, aber nicht gelöst wurden – was in meinem Fall zu einer steigenden Unzufriedenheit im Berufsalltag führte.
Die Aufgaben sind abwechslungsreich und bieten viel Raum für eigenverantwortliche Gestaltung.
Reflexion über meine bisherige Zeit bei der LQ
Ich will etwas ausführlicher ein paar Gedanken zum Ausdruck bringen. Anlass sind Beobachtungen und auch Erfahrungen, die ich so über die Zeit gemacht habe, die mich beschäftigen, die massive Zweifel und eine große Traurigkeit hervorgerufen haben.
Die Anfänge:
Ich hab Ende 2023 bei der LQ angefangen. Warum: Ich war tatsächlich von der Idee angetan, im Rahmen meiner doch bescheidenen Möglichkeiten Helligkeit denjenigen zu geben, die zweifellos über die Leidenschaft zur Helle verfügen, aber jeden Tag um diese Helligkeit ringen müssen. Was mich beeindruckt hat, war das herzliche Miteinander und die damals sehr intensive als auch hilfreiche Einarbeitung, für die ich nach wie vor sehr dankbar bin.
Anfang 2025 - Vom Einsetzen des Nachdenkens:
Es ist mehr als ein Jahr vergangen, und ich merke nun, dass irgendwas nicht stimmt. Ich hab lange darüber nachgedacht, wie ich für das, was ich wahrnehme, die passenden Worte finde.
Ich denke, dass es Ideologie vllt. ganz gut trifft. Das Spannungsfeld aus ökonomischen Zwängen auf der einen und Qualitätsansprüchen auf der anderen Seite löst sich langsam endgültig zugunsten einer Ideologie des Höher-Schneller-Weiter auf. Den Qualitätsbegriff kann man nach meinem Dafürhalten nicht mehr benutzen, ohne dabei nicht doch etwas zu erröten - zumindest geht es mir so. Dazu, mal einen eigenen Gedanken zu entwickeln, über etwas in Ruhe nachzudenken, kommt man gar nicht. Stattdessen erlebe ich eine (atmosphärische) Dauerbeschallung mit Phrasen wie "Attacke", "Vollgas", "maximale Erfolge". Man versucht - und das mit anzusehen, tut mir ehrlicherweise sehr weh - dem Erfolg hinterherzurennen, ohne aber zu merken, dass man eigentlich nur einer Ideologie nachläuft, die alle - den einen früher, den anderen später - ausbrennen lässt.
Erschöpfungsspirale:
Jede Ideologie - auch "unsere" - bedarf einer Kette, in der man das vermeintlich schwächste Glied einsortiert, damit die Wirkmacht der Ideologie nicht nachlässt. Niemand will das sein, weshalb es auch so schwer ist, auszubrechen. Niemand will zur Gruppe der fallenden Späne gehören, das heißt als schwach abgestempelt werden, sondern hobeln, sprich ein Macher sein. Ich gestehe gern, dass ich gegenwärtig zur Gruppe der fallenden Späne gehöre - wie schon einige vor mir - und meinen Platz in der erwähnten Kette eingenommen habe. Aus eigener Kraft komme ich da nicht mehr heraus. Ich bin schlichtweg erschöpft. Nicht müde, sondern einfach erschöpft.
Und ein letzter Gedanke - Was bleibt?
Diese angesprochene Ideologie macht über kurz oder lang sehr vieles kaputt. Zwischen Menschen kann eine ganze Welt entstehen, wenn sie Menschen mit Schwächen bleiben können und nicht den Charakter von Maschinen annehmen (müssen), die immer "Vollgas" geben. Die Ideologie des immer Höher-Schneller-Weiter führt in meiner Wahrnehmung vor allem dazu, dass man im Gegenüber immer eine potenzielle Bedrohung für die Ideologie sieht, in der man sich - das galt ja auch für mich - eingerichtet hat, solange man eben nicht als vermeintlich schwächstes Glied in der Kette seinen Platz eingenommen hat.
Und all das mitanzusehen und selbst zu erleben, schmerzt sehr, weil ich mit der oben beschriebenen Motivation angetreten bin und auch die Kolleg*innen sehr mag, die aber selbst vllt. Angst haben, in diesem Spannungsfeld ideologischer Aufgeladenheit nicht bestehen zu können. Mich jedenfalls umgibt angesichts dieser Entwicklungen eine enorme Traurigkeit.
Ein Appell - Vom Denken ins Handeln:
Wenn das hier vorzeitig meinen Abschied bedeutet - und der Verfasser dieser Zeilen sollte schnell identifiziert sein -, so hoffe ich doch wenigstens, dass das einen Denkprozess bei all jenen in Gang setzt, die das lesen und das man weiterhin in der LQ vom Denken ins Handeln kommt, uns zwar in ein Handeln, das sich darum bemüht, der Wirkmacht dieser beschriebenen Ideologie etwas entgegenzusetzen - und sei es auch erstmal nur, das man ihre Existenz anerkennt und ernsthaft über die Auswirkungen innerhalb der LQ spricht.
Wenn ich da nachhaltig etwas anstoßen kann, würde mich das sehr freuen, auch wenn ich selbst möglicherweise nicht mehr Teil eines potenziellen Veränderungsprozesses bin.
Ich kann die LQ, bei der ich nach wie vor noch angestellt bin, gegenwärtig nicht guten Gewissens weiterempfehlen, auch wenn ich mit der Idee sehr sympathisiere.
In der Unterkunft sind wir sehr frei in der Arbeit und können uns entfalten und unsere Ideen umsetzen.
Es wird nur kurzfristig gedacht. Hauptsache neue Unterkünfte eröffnen, aber langfristig sind die Konditionen einfach nicht wettbewerbsfähig, um Mitarbeiter*innen zu halten.
Um die Mitarbeiter*innen zu halten, sollten bessere Konditionen angeboten werden. Als Berufsanfängerin war es ok, aber nach der Befristung nicht mehr.
Außerdem sollte die interne Kommunikation verbessert werden. Die Personalabteilung nimmt einfach Änderungen am Gehalt vor, ohne dies mitzuteilen bzw. Zu besprechen.
Bei Instagram wird viel gepostet, bildet aber nicht die Realität ab
Es wird auf die Möglichkeit von Fortbildungen hingewiesen, aber jegliche Anträge im Team werden ignoriert oder abgelehnt. Obwohl die Themen der Fortbildungen dem eigenen Katalog entsprechen und alle 1-2 Jahre gemacht werden sollen.
Das Team in der Unterkunft ist super und alle unterstützen sich gegenseitig.
Die Kommunikation zwischen dem Hauptbüro, der Regionalleitung und der Unterkunft ist eine Katastrophe bzw. So gut wie gar nicht vorhanden.
Kein Tarifgehalt, nur 26 Tage Urlaub, Befristung, kein Weihnachtsgeld
-Alle auf Augenhöhe
-Bei persönlichen Themen wurde man auch gehört
-Flexible arbeitszeiten und spontane Termine konnten i.d.R. war genommen werden
-Einhaltiche Technik und User freundlicher Support
-Onboarding ist sehr gut, habe ich noch nie in dem Umfang gesehen
-sehr strukturierte Prozesse, da waren/sind Profis am Werk
-keine festgefahrende Prozesse, man konnte durch Kommunikation viel mitwirken
-gut ausgestattete Küchen, Fitnessstudio usw.
Das Unternehmen wächst noch und macht die typischen Phasen durch. Man konnte aber immer konstruktive Kritik einbringen, welche auch gehört wurde.
War Okay, es ist halt ein junges Unternehmen im sozialen Bereich, bei einer Bank hätte man natürlich mehr verdient. Gehalt wurde durch Lohnoptimierungen auf ein akzeptabeles Nettoeinkommen gebracht.
Erdtjob nach meiner Ausbildung, habe viel gelernt.
So verdient kununu Geld.