3 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
3 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,4 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.


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3 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,4 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Der Bewerbungsprozess hat bei mir einen tiefgreifend irritierenden Eindruck hinterlassen. Obwohl ich meinen marktgerechten Gehaltswunsch vorab bereits deutlich reduziert hatte, wurde mir seitens HR mitgeteilt, dass ich damit trotzdem rund 40 % über dem vorgesehenen Budget liege. Für eine spezialisierte Fachposition mit akademischer Qualifikation und langjähriger Erfahrung wirkt dieses Budget aus meiner Sicht nicht nur unüblich niedrig, sondern kaum konkurrenzfähig.
Besonders befremdlich empfand ich den Umgang im Prozess. Anstatt eines zeitgemäßen, professionellen Recruitings wurde mir ein Fragebogen vorgelegt, der Inhalte enthielt, die in vielen Unternehmen seit über einem Jahrzehnt nicht mehr abgefragt werden – darunter sehr detaillierte persönliche Angaben (Gesundheit), die keinerlei Bezug zu meiner Qualifikation oder Berufserfahrung haben. Auch die Bitte um Schulzeugnisse trotz einem Jahrzehnt Berufserfahrung wirkte auf mich weder angemessen noch zeitgemäß.
Ebenfalls überraschend war die Aussage, nachdem ich mit meinem Gehaltswunsch nicht runtergegangen bin, es hätten sich über 1500 Personen bei Ihnen beworben. Bei einer sehr kleinen Agentur wirkt eine solche Zahl schwer nachvollziehbar, zumal die Position nachweislich weiterhin unbesetzt zu sein scheint. In dieser Kombination hinterlässt die Aussage eher den Eindruck von Irritation als von Professionalität. Die Kommunikation wirkte insgesamt wenig wertschätzend und teilweise so, als wolle man die Bewerbenden eher beeindrucken oder einschüchtern, anstatt einen Austausch auf Augenhöhe zu ermöglichen.
Insgesamt steht meine persönliche Erfahrung in deutlichem Kontrast zu vielen der hier aufgeführten Bewertungen. Für mich war der Prozess weder inhaltlich noch strukturell überzeugend und vermittelt kein Bild eines Unternehmens, das im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte auf Augenhöhe agiert.
Ps. die Antwort war mir TL;DR. Allgemein kann man beobachten, dass es kein professionelles HR-Response gibt, sondern eher die defensive Image-Rhetorik eines HR-Managers, der sich augenscheinlich persönlich angegriffen fühlt. Statt auf konkrete Kritik einzugehen, wird Kontrollverlust mit überladenem Storytelling kaschiert. Metaphern und Wertbegriffe ersetzen Fakten – symbolische Kommunikation dort, wo Prozesse, Zahlen und echte Verbesserungen fehlen. Das zwanghafte Bedürfnis, wertbasiert und reif zu wirken, entlarvt Unsicherheit statt Haltung. Kritik wird nicht widerlegt, sondern umgedeutet. Inhaltleere Narrative werden von der Realität entkoppelt und wirken dadurch arrogant, realitätsfern und unfreiwillig komisch.
Fragen im Personalfragebogen teilweise absolut unpassend und indiskret:
nach Gesundheitsstand (ob man ansteckende Krankheiten hat, ob man völlig gesund sei)
ob man ein polizeiliches Führungszeugnis einreichen würde
Ob sie ehemaligen Arbeitgeber kontaktieren können
man soll unterschreiben, dass Falschbeantwortungen in einer Kündigung enden können
Finde ich teilweise sehr unpassend und in Gesamtbetrachtung eher toxisch.
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