War mal gut, leider keine Empfehlung mehr.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Homeoffice
Arbeitsequipment wird gestellt
Mitarbeiterevents
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Schlecht am Arbeitgeber finde ich vor allem die aus meiner Sicht geringe Wertschätzung, die eher unterdurchschnittliche Vergütung, die teilweise wenig zielführende Kommunikation sowie den Umgang mit Fehlern und Feedback. Auch technische Einschränkungen bei der Remotearbeit und begrenzte Entwicklungsmöglichkeiten haben meinen Arbeitsalltag negativ beeinflusst.
Verbesserungsvorschläge
Mehr echte Wertschätzung für Mitarbeitende und geleistete Arbeit zeigen
Feedback konstruktiver, zeitnaher und situationsbezogener geben
Fehler stärker als Lernmöglichkeit betrachten, statt sie übermäßig zu gewichten
Gehalt transparenter und marktgerechter gestalten
Gehaltsentwicklung flexibler ermöglichen, nicht nur über jährliche Gespräche
Kommunikation verbindlicher machen: klare Entscheidungen, Zuständigkeiten und nächste Schritte
Workload realistischer planen, damit Qualität und Zusammenarbeit nicht darunter leiden
Remotearbeit technisch verbessern, insbesondere die Performance der VMs
Externe Weiterbildungen und Konferenzen wieder stärker fördern
Kollegenzusammenhalt aktiv stärken und Raum für Austausch schaffen
Feedbackkultur wieder stärker im Alltag leben, nicht nur in festen Terminen
Arbeitsatmosphäre
Grundsätzlich wurde eine offene Feedbackkultur vermittelt. Feedback konnte aus meiner Sicht auch geäußert werden, sofern man selbst ebenfalls bereit war, Feedback anzunehmen.
Mit der Zeit hatte ich jedoch den Eindruck, dass diese Feedbackkultur im Arbeitsalltag zunehmend in den Hintergrund gerückt ist. Statt eines offenen und unterstützenden Austauschs empfand ich manche Situationen eher als angespannt, insbesondere wenn Kritik oder Probleme aufkamen.
Feedback fand aus meiner Sicht eher gebündelt im Rahmen von Team-Feedbacks zu festgelegten Intervallterminen statt. Im laufenden Arbeitsalltag hätte ich mir mehr direkten, konstruktiven und situationsbezogenen Austausch gewünscht.
Den Umgang durch Vorgesetzte habe ich als wenig wertschätzend wahrgenommen. Aus meiner Sicht standen häufig vor allem die erledigten Aufgaben im Vordergrund, während konstruktives Feedback und ein fairer Umgang mit Fehlern zu kurz kamen. Kleinere Themen wurden meiner Wahrnehmung nach teilweise stärker gewichtet, als es für eine positive Arbeitsatmosphäre hilfreich gewesen wäre.
Image
Das Image des Unternehmens habe ich persönlich überwiegend kritisch wahrgenommen. Sowohl im Austausch mit ehemaligen Kolleginnen und Kollegen als auch intern entstand bei mir wiederholt der Eindruck, dass das Unternehmen nicht durchgehend positiv gesehen wurde.
Work-Life-Balance
Zur Work-Life-Balance kann ich grundsätzlich wenig Negatives sagen. Durch Homeoffice war man im Arbeitsalltag sehr flexibel, was ich als großen Vorteil empfunden habe.
Auch die Vertrauensarbeitszeit ermöglichte eine gute Vereinbarkeit von Beruf und privaten Terminen. Arztbesuche oder wichtige private Termine konnten nach Absprache auch während der Arbeitszeit wahrgenommen werden.
Die Urlaubsplanung wirkte auf mich eher nach dem Prinzip „wer zuerst kommt, mahlt zuerst“, funktionierte im Alltag aber grundsätzlich nachvollziehbar.
Karriere/Weiterbildung
Karriereentwicklung war aus meiner Sicht grundsätzlich innerhalb der jeweiligen Position möglich, beispielsweise durch den Aufstieg über übliche Erfahrungsstufen wie Senior.
Es gab in der Vergangenheit die Möglichkeit, an externen Entwicklerkonferenzen wie der DWX oder WeAreDevelopers teilzunehmen. In den letzten Jahren wurde dies aus meiner Wahrnehmung stärker durch eine interne Entwicklerkonferenz ersetzt, bei der aktuelle technologische Themen in Gruppen bearbeitet werden.
Grundsätzlich ist das positiv, da technischer Austausch ermöglicht wird. Externe Weiterbildungs- und Konferenzmöglichkeiten hätten aus meiner Sicht jedoch weiterhin einen höheren Stellenwert behalten können, um auch Impulse außerhalb des Unternehmens mitzunehmen.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt wurde immer pünktlich gezahlt. Positiv zu erwähnen ist außerdem, dass es eine Gewinnbeteiligung in Form monatlicher Cadooz-Gutscheine gab.
Aus meiner Sicht lag die Bezahlung eher unter dem marktüblichen Niveau und nicht in einem angemessenen Verhältnis zu Verantwortung, Workload und Aufgabenbereich. Ein 13. Gehalt gab es nicht.
Auch durch Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen entstand bei mir der Eindruck, dass die Vergütung teilweise eher niedrig ausfiel. Die Gehaltsentwicklung wirkte auf mich zudem stark an jährliche Gespräche gebunden, wodurch kurzfristige Anpassungen oder eine flexible Entwicklung kaum möglich erschienen.
Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass Gehalt und Sozialleistungen nicht im passenden Verhältnis zur übernommenen Verantwortung standen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Mülltrennung und Photovoltaik auf dem Dach.
Kollegenzusammenhalt
Über die Jahre habe ich beim Kollegenzusammenhalt eine deutliche Veränderung wahrgenommen. Aus meiner Sicht erschwerten hoher Workload und ein straffer Aufgabenplan einen echten, stabilen Zusammenhalt im Arbeitsalltag.
Auch die Einführung von Fokuszeiten empfand ich eher als Einschränkung der Flexibilität und der spontanen Abstimmung mit Kolleginnen und Kollegen. Gerade bei Schwierigkeiten hatte ich teilweise den Eindruck, stärker auf mich allein gestellt zu sein, als es für eine gute Zusammenarbeit hilfreich gewesen wäre.
Umgang mit älteren Kollegen
Neutral, weder positives noch negatives gehört.
Vorgesetztenverhalten
Anfangs habe ich das Vorgesetztenverhalten als positiv wahrgenommen. Über die Jahre hat sich dieser Eindruck leider deutlich verändert.
Mitarbeitergespräche habe ich zunehmend als wenig wertschätzend empfunden. Kleine Fehler oder Fehlentscheidungen wurden aus meiner Sicht teilweise sehr stark kritisiert, während positive Leistungen oder freiwillige Mehrarbeit nicht immer entsprechend anerkannt wurden.
Dadurch entstand bei mir der Eindruck, dass Entwicklung, Eigeninitiative und Gehaltsgespräche eher gebremst als gefördert wurden. Insgesamt hätte ich mir mehr Wertschätzung, konstruktiveres Feedback und einen faireren Umgang mit Fehlern gewünscht.
Auf mich wirkte das Vorgesetztenverhalten daher nicht förderlich für eine gesunde Arbeitsatmosphäre.
Zum Thema Fehler, wie sagt man so schön: "Wo gehobelt wird, da fallen Späne".
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen vor Ort habe ich grundsätzlich als positiv wahrgenommen. Arbeitsequipment wird gestellt, zudem gibt es offene, lichtdurchflutete und klimatisierte Büroräume.
Ein größerer Kritikpunkt war für mich die technische Umsetzung der Remotearbeit. Diese erfolgte über VMs, deren Performance ich häufig als eher mittelmäßig und teilweise träge empfunden habe. Dadurch wirkte die Arbeitsgeschwindigkeit im Alltag aus meiner Sicht spürbar eingeschränkt.
Kommunikation
Es findet aus meiner Sicht grundsätzlich viel Kommunikation statt. Positiv hervorzuheben ist, dass Mitarbeitende am Jahresende sowie auch zwischendurch durch die Geschäftsführung zu Zahlen, Entwicklungen und relevanten Informationen informiert bzw. eingebunden wurden.
Leider hatte ich dennoch häufig den Eindruck, dass die Kommunikation im Arbeitsalltag nicht immer zielführend war. Teilweise wurde viel besprochen, ohne dass daraus anschließend klare Entscheidungen, konkrete Maßnahmen oder spürbare Verbesserungen entstanden sind. Hin und wieder entstand dadurch der Eindruck, dass Aufgaben aufgrund unklarer oder fehlender Abstimmung doppelt bearbeitet wurden.
Besonders schwierig empfand ich, wenn solche Situationen anschließend eher dem einzelnen Mitarbeiter negativ ausgelegt wurden, statt die zugrunde liegenden Kommunikations- und Abstimmungsprobleme gemeinsam zu betrachten. Hier hätte ich mir mehr Verbindlichkeit, klarere Zuständigkeiten und eine bessere Umsetzung gewünscht.
Gleichberechtigung
Neutral, weder positives noch negatives gehört.
Interessante Aufgaben
Innerhalb der Abteilung gibt es verschiedene Teams, die sich jeweils schwerpunktmäßig mit unterschiedlichen Bereichen der Unternehmenssoftware beschäftigen. Dadurch können die Aufgaben je nach Team und Themenbereich durchaus abwechslungsreich sein.
Ob ein Wechsel zwischen den Teams oder Aufgabenbereichen ohne Weiteres möglich ist, kann ich persönlich nicht beurteilen.

