Alles nur Kulisse!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Der Arbeitsort ist traumhaft, viele Freizeitmöglichkeiten!
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Inkompetenz auf Leitungsposten; man wird eingeschüchtert, wenn man kritisch ist; Lehrer und Pädagogen haben nichts Relevantes zu entscheiden.
Verbesserungsvorschläge
Schule und Internatspädagogik in den Vordergrund stellen, nicht nur betriebswirtschaftliche Überlegungen.
Arbeitsatmosphäre
Habe die Arbeitsatmosphäre immer wieder als gehemmt, bedrückend und manchmal ängstlich empfunden wegen autoritärem Führungsstil. Viele Mitarbeiter machen ihr eigenes Ding, arbeiten nur für sich und ihr Gehalt, ohne sich mit irgendwas zu identifizieren. Hinter vorgehaltener Hand ist das ein offenes Geheimnis. Wer nicht kritiklos öffentlich mitjubelt, wird aussortiert.
Image
Nach meiner persönlichen Erfahrung leidet die Außenwirkung der Stiftung zunehmend. Man wird gehäuft kritisch darauf angesprochen, dass da mehr Schein ist als Sein. Habe schon erlebt, dass Lunder Mitarbeiter im Bekanntenkreis von einer Bewerbung in Lousenlund abraten, Schülern und Arbeitnehmern.
Work-Life-Balance
Wer im Internat arbeitet, dem muss klar sein, dass das ein stressiger Job sein kann. Allerdings gibt es in Luisenlund die unausgesprochene und ausgesprochene Erwartung an seine Grenzen zu gehen. Man muss sich eigenständig Freiräume schaffen, um Freizeit zu haben - eine wirkliche "Balance" gibt's nicht!
Karriere/Weiterbildung
Wer sich weiterbilden will, kann das in Louisenlund machen. Es gibt viele Möglichkeiten, und die Leitung ist offen dafür.
Gehalt/Benefits
Nichts zu beanstanden
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ich erlebe nicht, dass dieses Thema in Luisenlund ernstgenommen wird. Manchmal dient es als Etikett, wenn man sich davon Vorteile verspricht.
Kollegenzusammenhalt
Die Mitarbeiterschaft ist zwar spürbar fragmentiert, aber in den verschiedenen Klein- und Großgruppen gibt's tollen Zusammenhalt. Aber man hat den Eindruck, dass die Leitung eine Fragmentierung der Mitarbeiterschaft bewusst strukturell vorantreibt.
Umgang mit älteren Kollegen
Schlimm! Kompetente und hocherfahrene Mitarbeiter, die jahre- oder sogar jahrzehntelang das Internat mitgestaltet haben, wurden aufs Abstellgleis geschoben. Dieses Vorgehen sah für mich nach einem Muster aus, um kritische Diskurse und vielfältige Perspektiven auszuschalten.
Vorgesetztenverhalten
Viele Leitungsfunktionen sind offenbar besetzt mit Personal, das führungsmäßig, fachlich und/oder pädagogisch nicht qualifiziert ist, einfach aus Mangel an Optionen. Das hat Folgen: Ich und andere fühlen sich häufig von Führungspersonal im Stich gelassen, pädagogische Entscheidungen werden den betriebswirtschaftlichen untergeordnet, überhaupt werden pädagogische Erwägungen regelrecht abgebügelt, als pädagogischer Mitarbeiter werden einem regelmäßig relevante Informationen vorenthalten. Die Leitung "ganz oben" droht (!) regelmäßig (!) mit Konsequenzen, wenn man nicht "auf Linie" ist oder es wagt, konstruktive Kritik zu äußern. Insgesamt extrem hierarchische Unternehmensstruktur!
Arbeitsbedingungen
Sehr schöne Arbeitsumgebung, die Schlei-Landschaft ist toll.
Kommunikation
Für eine Institution, die bessere Pädagogik machen will als alle andere Schulen, finde ich die interne Kommunikation desolat: Immer fehlen irgendwelche Schüler, keiner weiß warum, relevante pädagogische Entscheidungen fallen exklusiv hinter verschlossenen Türen, eigentlich zuständige Pädagogen werden nicht informiert oder einbezogen. Gespräche über heikle Themen werden von der Leitung immer wieder ausdrücklich verboten.
Gleichberechtigung
Innerhalb der Mitarbeiter herrschte völlige Gleichberechtigung, ich erlebe nichts Anderes - allerdings ist das auch selbstverständlich, finde ich!
Interessante Aufgaben
Man muss sich um interessante Aufgaben und Tätigkeiten bemühen und eigene Ideen einbringen, dann wird viel ermöglicht.