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Stiftung 
Louisenlund
Bewertung

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Alles nur Kulisse!

2,3
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr für dieses Unternehmen in Güby gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Der Arbeitsort ist traumhaft, viele Freizeitmöglichkeiten!

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Inkompetenz auf Leitungsposten; man wird eingeschüchtert, wenn man kritisch ist; Lehrer und Pädagogen haben nichts Relevantes zu entscheiden.

Verbesserungsvorschläge

Schule und Internatspädagogik in den Vordergrund stellen, nicht nur betriebswirtschaftliche Überlegungen.

Arbeitsatmosphäre

Habe die Arbeitsatmosphäre immer wieder als gehemmt, bedrückend und manchmal ängstlich empfunden wegen autoritärem Führungsstil. Viele Mitarbeiter machen ihr eigenes Ding, arbeiten nur für sich und ihr Gehalt, ohne sich mit irgendwas zu identifizieren. Hinter vorgehaltener Hand ist das ein offenes Geheimnis. Wer nicht kritiklos öffentlich mitjubelt, wird aussortiert.

Image

Nach meiner persönlichen Erfahrung leidet die Außenwirkung der Stiftung zunehmend. Man wird gehäuft kritisch darauf angesprochen, dass da mehr Schein ist als Sein. Habe schon erlebt, dass Lunder Mitarbeiter im Bekanntenkreis von einer Bewerbung in Lousenlund abraten, Schülern und Arbeitnehmern.

Work-Life-Balance

Wer im Internat arbeitet, dem muss klar sein, dass das ein stressiger Job sein kann. Allerdings gibt es in Luisenlund die unausgesprochene und ausgesprochene Erwartung an seine Grenzen zu gehen. Man muss sich eigenständig Freiräume schaffen, um Freizeit zu haben - eine wirkliche "Balance" gibt's nicht!

Karriere/Weiterbildung

Wer sich weiterbilden will, kann das in Louisenlund machen. Es gibt viele Möglichkeiten, und die Leitung ist offen dafür.

Gehalt/Benefits

Nichts zu beanstanden

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Ich erlebe nicht, dass dieses Thema in Luisenlund ernstgenommen wird. Manchmal dient es als Etikett, wenn man sich davon Vorteile verspricht.

Kollegenzusammenhalt

Die Mitarbeiterschaft ist zwar spürbar fragmentiert, aber in den verschiedenen Klein- und Großgruppen gibt's tollen Zusammenhalt. Aber man hat den Eindruck, dass die Leitung eine Fragmentierung der Mitarbeiterschaft bewusst strukturell vorantreibt.

Umgang mit älteren Kollegen

Schlimm! Kompetente und hocherfahrene Mitarbeiter, die jahre- oder sogar jahrzehntelang das Internat mitgestaltet haben, wurden aufs Abstellgleis geschoben. Dieses Vorgehen sah für mich nach einem Muster aus, um kritische Diskurse und vielfältige Perspektiven auszuschalten.

Vorgesetztenverhalten

Viele Leitungsfunktionen sind offenbar besetzt mit Personal, das führungsmäßig, fachlich und/oder pädagogisch nicht qualifiziert ist, einfach aus Mangel an Optionen. Das hat Folgen: Ich und andere fühlen sich häufig von Führungspersonal im Stich gelassen, pädagogische Entscheidungen werden den betriebswirtschaftlichen untergeordnet, überhaupt werden pädagogische Erwägungen regelrecht abgebügelt, als pädagogischer Mitarbeiter werden einem regelmäßig relevante Informationen vorenthalten. Die Leitung "ganz oben" droht (!) regelmäßig (!) mit Konsequenzen, wenn man nicht "auf Linie" ist oder es wagt, konstruktive Kritik zu äußern. Insgesamt extrem hierarchische Unternehmensstruktur!

Arbeitsbedingungen

Sehr schöne Arbeitsumgebung, die Schlei-Landschaft ist toll.

Kommunikation

Für eine Institution, die bessere Pädagogik machen will als alle andere Schulen, finde ich die interne Kommunikation desolat: Immer fehlen irgendwelche Schüler, keiner weiß warum, relevante pädagogische Entscheidungen fallen exklusiv hinter verschlossenen Türen, eigentlich zuständige Pädagogen werden nicht informiert oder einbezogen. Gespräche über heikle Themen werden von der Leitung immer wieder ausdrücklich verboten.

Gleichberechtigung

Innerhalb der Mitarbeiter herrschte völlige Gleichberechtigung, ich erlebe nichts Anderes - allerdings ist das auch selbstverständlich, finde ich!

Interessante Aufgaben

Man muss sich um interessante Aufgaben und Tätigkeiten bemühen und eigene Ideen einbringen, dann wird viel ermöglicht.

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Arbeitgeber-Kommentar

Jens-Arne ButtkereitLeiter Verwaltung

Der Verfasser arbeitet nicht mehr in Louisenlund. Schöner ist es, wenn solche Punkte in den (Jahres-)gesprächen mit den Vorgesetzten adressiert werden, weil sie dann auch gemeinsam angegangen werden können.

Dass die Leitung mit Konsequenzen droht, wenn Mitarbeiter "nicht auf Linie sind", habe ich seit meinem Einstieg im Dezember 2023 nicht erlebt (war das vor oder nach dem Vertragsende des Verfassers?).
Richtig ist, dass offen ausgesprochen wird, dass man (auch aus Selbstschutz) nicht in einer Schule arbeiten sollte, hinter deren gegenüber staatlichen Schulen anderem pädagogischen Konzept man nicht steht (aus diesen Überlegungen heraus arbeiten ja auch nur wenige Veganer in Fleischereien).In Louisenlund besteht der Anspruch, die sogenannte "neue Louisenlunder Pädagogik" auch umzusetzen. Wer also schülerzentriertes, individualisiertes Lernen und flipped-classroom keine guten Ansätze findet, sollte besser nicht als Lehrkraft in Louisenlund einsteigen.

Auch in einigen anderen Punkten hätte ich mir mehr Fairness gewünscht: So passt der Satz "Innerhalb der Mitarbeiter herrschte völlige Gleichberechtigung, ich erlebe nichts Anderes" ebenso wenig zu den vergebenen 3 Sternen wie "Nichts zu beanstanden" zu den 4 Sternen im Gehalt. Daher bleibt der Geschmack, dass hier nach dem Ende des Arbeitsvertrages öffentlichkeitswirksam ein wenig nachgetreten wird.

Wir werden die angesprochen Punkte aufnehmen und in der Leitung diskutieren, um Louisenlund weiter zu zu entwickeln..

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.