Ein kurzer Gig? Ja vielleicht. Jedoch kein Arbeitgeber fürs Leben.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Pünktliches Gehalt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ungleiche Behandlung bei der Homeoffice Policy. Treffen im Team und Teanmbuilding wird nicht priorisiert. Für Treffen in Deutschland gibt es kein Kapital. Anonyme Kultur.
Verbesserungsvorschläge
Leadership priorisieren. Human first.
Arbeitsatmosphäre
Zwischenmenschlich passt es häufig. Jedoch auch viele Kollegen dabei, bei denen man sich fragt, wie jene in Führungsaufgaben promoted werden konnten. Völlig inkompetent und falsch in der Hierarchie platziert. Zum Teil "too big too fail". Im Grunde eine Bezeichnung, wenn schon etliche Gelder verschwendet wurden und eine Person auf Grundlage des daraus resultierenden Vertrauensverlustes innerhalb der Organisation kaum noch zu entlassen / umzupositionieren ist.
Merkwürdig fand ich, dass in Teams-Meetings sehr viele die Kamera nicht eingeschaltet hatten. Ich hatte Kollegen, von denen ich bis heute nicht weiß, wie sie aussehen. Merkwürdig. Durch die Historie der Organisation findet man Personen mit unterschiedlichen Privilegien. Kurz und knapp: unfair. Stichwort: vor Ort Regelung.
Wenn man die Arbeitsatmosphäre breiter versteht, ist das Office einfach nur enttäuschend. Jeder, der mal einen DAX Konzern von Innen gesehen hat, wird hier nur enttäuscht sein. Kaffee schmeckt nicht. Schmuddelige Küchen.
Die Subvention für das Mittagessen beträgt 3-4€. An sich fair und zu Mittag ein guter Deal. Mal etwas leckerer, mal etwas schlechter.
Kommunikation
Fragwürdiges Verhalten von Vorgesetzten. Ein Antwortverhalten, das mehrere Tage in Anspruch genommen hat. In meiner Karriere war ich es gewohnt, dass Nachrichten im Minutentakt fließen. Wer so lange Zyklen normal findet, darf sich nicht wundern, dass diese Organisation kurz vor dem Exit steht. Vor einem Jobwechsel würde ich jedem raten, die Quartalszahlen zu studieren. Jedem, der etwas von Finanzen versteht, wird der Kitt aus der Brille fallen.
Feedback findet nur erzwungen statt, gut gemeinte Ratschläge gibt es kaum. Bestehende Personen sind darauf bedacht, ihre eigene Rolle nur zu stärken.
In wichtigen Schreiben fehlt die Anrede. Wo sind wir hier? Im Business-Crashkurs?
Kollegenzusammenhalt
An sich gibt es einen guten Zusammenhalt unter den Kollegen.
Work-Life-Balance
Die Arbeitsbelastung ist vertretbar.
Vorgesetztenverhalten
Wer hier darauf hofft, mit Vorgesetzten Strategien auszuarbeiten, ist falsch abgebogen. Arbeit wird durchgereicht. Viele Vorgesetzte findet man im Büro, haben aber kontinuierlich ihre Tür geschlossen. Soll ein Büro nicht der Ort sein, an dem Kollaboration stattfindet?
Interessante Aufgaben
Spannende Initiativen gibt es kaum. Operations wird teilweise angehalten, wenn das Geld fehlt. Entwicklung und Betrieb auf Sparflamme.
Gleichberechtigung
Es gibt hin und wieder Veranstaltungen rund um Diversity. Ist ok. Eine Priorität in der Unternehmensführung kann ich nicht erkennen. Dafür fehlt einfach das Geld.
Arbeitsbedingungen
Wie gesagt: Büro maximal okay. Die Stühle sind ergonomisch. Gehören aber eher der schlechteren Klasse an. Tische sind nicht höhenverstellbar. Monitore sind okay. Laptops an sich sind sehr gut.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Durch EcoVadis ausgezeichnet, was an sich sehr gut ist.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt liegt im guten Bereich. Fragwürdige Kommunikation zum Bonus. Der ist angeblich versichert, zumindest als ich angefangen hatte, wurde mir das mündlich versprochen. Hier kann man unter dem Strich froh sein wenn überhaupt was ankommt. Bitte nicht mit rechnen.
Image
In der Branche gut bis sehr gut.
Karriere/Weiterbildung
Externe Kurse werden nicht bezahlt. Studiengänge werden nicht bezahlt. Kein unbürokratischer Weg um mal eben ein Buch zu kaufen. Realitätsfern und eindimensional. Meiner Meinung nach ist Lowell kein Konzern um persönlich zu wachsen. Arbeit fertig? Bitte nach Hause.

