Schade eigentlich....
Gut am Arbeitgeber finde ich
Es gibt regelmäßige Feedback-Gespräche. Dort kann man der Teamleitung sagen, wenn etwas passt oder nicht passt. Man führt auch mit der Teamleitung Weiterentwicklungsgespräche usw. Man bekommt auch direktes Feedback von der Teamleitung selbst. Der Bewertung wird online ausgefüllt und weitergeleitet. Ansonsten ist es wirklich gut, dass man 3 Tage Home Office hat und zudem Gleitzeit hat. Es gab sogar mal, die Möglichkeit sich für die Grippe impfen zu lassen und die Zeit, die man beim Arzt war wurde für eine halbe Stunde gutgeschrieben.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ich habe das Gefühl, dass die Mitarbeiter ständig unter Beobachtung stehen, was sie gerade tun und was nicht. Es gibt Programme und Listen die Messen sollen, wie lange man aktiv produktiv ist. Meiner Meinung nach ist das reine Spionage.
Es heißt ständig, es gäbe kein Geld usw. man soll sparen, sparen, sparen, wo es nur geht. Aber wiederum werden dann Sachen in die Hand genommen, die ultra viel Geld kosten und wirklich nicht notwendig sind oder die langjährige (teilweise über 10 Jahre) Mitarbeiter in München werden entlassen und hohe Abfindungsbeträge müssen gezahlt werden. Also hat man jetzt Geld oder nicht?
Würde keinem derzeit empfehlen sich zu bewerben, auch wenn die Benefits gut sind. Der Arbeitsplatz ist sehr unsicher. Von heut auf morgen kann es plötzlich heißen "auf Wiedersehen".
Verbesserungsvorschläge
Die Mitarbeiter in der FOMA mehr über die Hintergründe von Entscheidungen informieren. Weniger komplizierte Fachbegriffe in den All-Hands-Calls benutzen. Eigentlich versteht keiner was, nur, dass es Änderungen gibt, die am Ende doch nicht umgesetzt werden oder nur ein paar wenige davon. Technik sollte auf jeden den Fall auf den neuesten Stand gebracht werden. Es gibt veraltete Bildschirme zum Beispiel. Dann hat man oft auch Schwierigkeiten mit dem Telefonsystem. Entweder ist die Leitung komplett tot, die Kopfhörer funktionieren nicht oder man versteht den Gesprächspartner so schlecht, dass man gar nichts versteht. Ist aber nicht immer der Fall, manchmal hat man Glück. Die anderen Programme hängen oft oder es gibt Fehlermeldungen/Abstürze. Da sollte man wirklich daran arbeiten.
Arbeitsatmosphäre
Anfangs hatte Probleme mit dem ein oder anderen Kollegen. Das hat sich aber mit der Zeit gelegt.
Dadurch, dass viele Mitarbeiter im Standort München gekündigt wurden, leidet die Arbeitsatmosphäre etwas darunter. Jetzt steht die Standort-Schließung bevor und es werden neue Entlassungen erwartet. Das ist auch nicht gerade so gut für das Arbeitsklima.
Kommunikation
Hier kann ich leider nicht viele Sterne vergeben. Man merkt, dass versucht wird mit den MAs besser zu kommunizieren, aber vieles versteht man weiterhin nicht. Da ist noch Verbesserungsbedarf.
Work-Life-Balance
Top, Beruf- und Privatleben ist sehr gut vereinbar. Mit 3 Tagen im Home Office und Gleitzeit sind private Termine usw. einfach möglich.
Vorgesetztenverhalten
Könnte besser sein. Die direkten Vorgesetzten im Standort München sind in Ordnung. Mit den höheren Chefetagen spricht man kaum.
Interessante Aufgaben
Es könnte noch etwas abwechslungsreicher sein. Aber die Forderungsbearbeitung an sich gibt nicht viele Möglichkeiten her.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Hier hat sich am Standort München schon viel geändert. Wir hatten interne Umstrukturierungen und konnten somit den größten Teil digital bearbeiten. Nur hin und wieder gab es das ein oder andere, das man selbst ausdrucken musste. Trotzdem ist der Papierverkehr nicht ganz ausgefallen, physische Post wird weiterhin versandt, wobei ja schon der elektronische Schriftverkehr mit Gerichten und Gerichtsvollziehern in die Tat umgesetzt wird. Betrifft nur jetzt Standort München nicht mehr, da das Büro geschlossen wird.
Gehalt/Benefits
Gehalt ist ganz ok. Man hat viele Benefits. Man bekommt z. B. auch einen Zuschuss für das Deutschland Ticket, JobRad ist möglich und man hat Vergünstigungen durch Corporate Benefits. Eine betriebliche Altersvorsorge gibt es auch.
Image
Inkasso ... Ich glaube keiner ist glücklich, wenn man vom Inkasso einen Brief bekommt. Wobei es immer wieder mal zufriedene Konsumenten gibt, die froh sind eine Einigung zu finden.
Karriere/Weiterbildung
Kaum vorhanden. Man kann intern versuchen an neue Aufgaben zu kommen innerhalb der Sachbearbeitung z. B. Aber eine richtige Weiterbildung an sich gibt es nicht. Eventuell schafft man es mal höher in der Karriereleiter zu kommen. Aber das passiert selten.

