Kontrollzwang, Handlungsanweisungen und Bürokratismus
Gut am Arbeitgeber finde ich
Der Arbeitgeber bietet viele Vorteile und verschiedene Benefit-Programme zur Förderung der persönlichen Work-Life-Balance. Die Wertschätzung der Arbeitnehmer wird durch zahlreiche Events zum Ausdruck gebracht.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Möglichkeit, Feedback zu geben, existiert zwar formal, jedoch bleibt es praktisch immer ohne sichtbares Ergebnis oder konkrete Veränderung, selbst wenn die Kritik von mehreren Mitarbeitern geteilt wird.
Verbesserungsvorschläge
Es sollten mehr Freiräume für die eigentliche Arbeit geschaffen werden, anstatt Zeit mit der Überprüfung jeder Aufgabe auf Zeiten und Ressourcen zu verschwenden. Die knappe Arbeitszeit wird durch diese Kontrollen nur noch weiter reduziert. Es fehlt zudem die Beachtung des Cultural Fit bei Neueinstellungen. Der Fokus sollte darauf liegen, ein funktionierendes Team zu kreieren, statt Mitarbeiter einzustellen, die das Team negativ beeinflussen.
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre ist von exzessivem Monitoring geprägt. Dazu gehören die minutengenaue Erfassung von Kommen/Gehen, die doppelte Zeiterfassung von Aufgaben in verschiedenen Systemen und ein Ticketsystem mit Rangliste, das den Fokus auf Quantität legt. Leider fehlt es gänzlich an einem Gefühl für Priorisierung von Aufgaben. Stattdessen werden Entscheidungen oft planlos und ohne Rücksprache mit den Fachexperten getroffen.
Vorgesetztenverhalten
Entscheidungen der Vorgesetzten sind oft nicht nachvollziehbar. Anweisungen sind häufig unrealistisch gesteckt, da ein ausreichendes Verständnis für die Priorisierung von Aufgaben fehlt.
Arbeitsbedingungen
Interne Softwareprojekte werden mit viel Aufwand eingeführt ("durchs Dorf getrieben"), danach jedoch oft auf unbestimmte Zeit nicht weiterentwickelt, ungeachtet ihrer tatsächlichen Funktionalität und Qualität.
Kommunikation
Es wird viel über Transparenz gesprochen, diese wird in der Realität jedoch nicht gelebt.
Gleichberechtigung
Es herrscht eine spürbare Ungleichbehandlung unter Kollegen. Der Zwang zur Teilnahme am Hotline-Dienst wird scheinbar nur für "unwichtige" Kollegen angeordnet, was zunehmend einen Keil in die Teamstruktur treibt.
Interessante Aufgaben
Obwohl das eigene Aufgabengebiet sehr spannend ist, mangelt es an Zeit und Freiraum für Experimente. Überall besteht dringender Optimierungsbedarf, für dessen tiefere Bearbeitung jedoch die notwendigen zeitlichen Ressourcen konsequent fehlen.

