Mangelhafte Führung und Kommunikation. Passiv-aggressive Grundstimmung. Übermäßig komplexe und langsame Arbeitsabläufe.
Verbesserungsvorschläge
Bei der Auswahl von Führungskräften sollte nicht nur die fachliche Qualifikation berücksichtigt werden, sondern insbesondere auch soziale Kompetenzen wie Empathie, Kommunikationsfähigkeit und Führungsverständnis.
Generell wäre es sinnvoll, diese Aspekte sowohl bei Führungskräften als auch bei Mitarbeitenden stärker in den Fokus zu stellen, um ein respektvolles und konstruktives Arbeitsumfeld zu fördern.
Arbeitsatmosphäre
Es herrscht insgesamt eine gedrückte und teilweise sehr belastende Atmosphäre. Viele Kollegen wirken genervt oder unter Druck. Ein Grund dafür ist, dass Entscheidungen und (zusätzliche) Aufgaben "von oben" vorgegeben werden, ohne das auf die Bedürfnisse und Ressourcen der Mitarbeitenden eingegangen wird. Dadurch entsteht viel Frust, was sich im Arbeitsalltag in sarkastischen und passiv-aggressiven Bemerkungen zeigt. Es wirkt ingesamt so, als hätte kaum jemand Freude an der Tätigkeit.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es wird unglaublich viel Papier verbraucht, der Drucker läuft ununterbrochen.
Kollegenzusammenhalt
Kollegenzusammenhalt ist absolut nicht vorhanden, ein Sternchen ist bereits zu viel. Oberflächlich wird sich gegenseitig ins Gesicht gelächelt und in der nächsten Sekunde wird gelästert. Sehr ausgeprägte Läster-Kultur, teilweise beleidigend und mutmaßend. Viele scheinen darauf bedacht zu sein ihre eigene Position zu wahren und setzen sich deswegen nicht für andere Kollegen ein. Man wird im Stich gelassen.
Vorgesetztenverhalten
Wenn es möglich wäre negative Sterne zu vergeben, dann würde ich davon gebrauch machen. Der Führungsstil war geprägt von mangelnder Empathie, Feingefühl und einem respektvollen und wertschätzenden Umgang mit den Mitarbeitenden. Obwohl Teamzusammenhalt und offene Kommunikation regelmäßig betont wurden, spiegelte sich dies im tatsächlichen Verhalten nicht wider. Die Kommunikation ist einseitig: Entscheidungen werden getroffen und verkündet, ohne das Team einzubeziehen. Abweichende Meinungen oder ein "Nein" wurden häufig persönlich genommen, was ich als sehr unprofessionell empfunden habe. Die Bedürfnisse des Teams wurden nach meinem Empfinden weitgehend ignoriert, was sich negativ auf das Arbeitsklima auswirkte. Auch das Auftreten der Führungskraft, insbesondere in externen Situationen, wurde im Team teilweise als unangenehm wahrgenommen. Zudem entstand der Eindruck, dass Mitarbeitende unterschiedlich behandelt und einzelne Personen bevorzugt wurden.
Arbeitsbedingungen
Gleitzeit und die Möglichkeit wichtige (Arzt-)Termine während der Arbeitszeit wahrzunehmen. Veraltete Büroräume und keine Möglichkeit sich z.B. in der Pause im Haus zurück zu ziehen.
Kommunikation
Kommunikation fand so gut wie nicht statt. Wichtige Informationen wurden oft erst im Nachhinein weitergegeben, in der Regel erst, nachdem Entscheidungen bereits getroffen waren.
Ein transparenter Austausch fehlte weitgehend, insbesondere von Seiten der Teamleitung erhielt man nur sehr wenig Einblick. Gleichzeitig war der Kommunikationsstil im Team teilweise von Lästern und einem eher passiv-aggressiven Ton geprägt.
Insgesamt entstand dadurch kein offenes oder vertrauensvolles Kommunikationsklima.
Gleichberechtigung
Es fehlt vielen Mitarbeitenden an Sensibilität und interkultureller Kompetenz.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind stark durch umfangreiche Bürokratie und lange, festgelegte Arbeitsabläufe geprägt. Entscheidungen und Prozesse ziehen sich dadurch häufig unnötig in die Länge.
Eigene Gestaltungsmöglichkeiten oder das Einbringen neuer Ideen sind kaum vorgesehen, da viele Strukturen sehr strikt vorgegeben sind.
