Mehr Schein als Sein - leider enttäuschend
Gut am Arbeitgeber finde ich
Durch die hohe Fertigungstiefe ergeben sich viel Möglichkeiten, auch für Entwicklungen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Nach außen wird ein modernes, offenes und werteorientiertes Unternehmen präsentiert – intern zeigt sich jedoch ein ganz anderes Bild (außen hui-innen pfui). Eine familiäre Atmosphäre ist nicht vorhanden, klare Unternehmenswerte fehlen oder werden nicht gelebt. Mitarbeitende haben kaum Mitspracherecht und werden auf reine Befehlsempfänger reduziert. Die Arbeit erfolgt strikt nach Anweisung, Dienst nach Vorschrift ist die Regel. Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden ist faktisch nicht vorhanden. Entscheidungen werden nicht getroffen, sondern bleiben auf den Schreibtischen der Vorgesetzten liegen und werden ausgesessen.
Einzelne Führungskräfte fallen durch respektloses Verhalten auf: Tägliches Lästern, Diskreditieren von Mitarbeitenden und ein deutlich spürbarer Mangel an Selbstreflexion prägen das Bild. Statt echter Führungsqualität herrschen Überheblichkeit, Selbstüberschätzung und das Bestreben, sich mit den Leistungen anderer zu schmücken.
Das gelebte Motto
billig; billiger; am billigsten; MackSmaTec / ruhlamat
Verbesserungsvorschläge
Statt autoritären Führungskräften braucht es qualifizierte Teamleiter mit ECHTER Führungskompetenz und sozialer Intelligenz. Der Fokus sollte stärker auf Kundenbedürfnisse und nachhaltige Lösungen gerichtet sein – nicht auf interne Machtdemonstration.
Arbeitsatmosphäre
Nach dem sogenannten „Gesundschrumpfen“ herrscht Misstrauen und Unsicherheit. Entwicklung und Forschung wurden gestrichen, stattdessen dominiert politische Eigenbeschäftigung. Offene Kommunikation ist kaum bis nicht möglich. Offenheit im Arbeitsumfeld ist nicht erwünscht man ist ständig auf der Hut, was man sagt und wem gegenüber.
Image
MackSmaTec / ruhlamat hatte einst ein starkes Image. Inzwischen zeigt sich jedoch eine zunehmende Unzufriedenheit – sowohl auf Kundenseite als auch innerhalb der Belegschaft.
Work-Life-Balance
Viele versprochen, aber leider nichts eingehalten – von Work-Life-Balance keine Spur.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nur dann erkennbar, wenn es dem Unternehmen einen direkten Vorteil bringt.
Karriere/Weiterbildung
Bei Einstieg und in Gesprächen wird Weiterbildung groß angekündigt: interne Schulungen, externe Fortbildungen oder Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb des Unternehmens. In der Praxis passiert jedoch nichts – weder Initiativ noch konkrete Angebote. Es entsteht der Eindruck, dass Weiterentwicklung nicht wirklich gewollt ist. Statt aktiv gefördert werden, bleiben Mitarbeiter auf dem Stand, ohne Perspektiven. Wer sich wirklich fachlich oder persönlich weiterentwickeln will, stößt schnell auf leere Versprechungen.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt ist grundsätzlich gut – solange keine Vorgesetzten anwesend sind. In Ihrer Gegenwart kommt es jedoch häufig zu Konkurrenzverhalten und gegenseitigem Ausstechen.
Vorgesetztenverhalten
Maßlose Selbstüberschätzung mit veraltetem autoritärem Führungsstil begleitet von schlauschwätzen. Heute sollen wir rechts laufen, morgen doch nach links und übermorgen geht es wieder rückwärts. In meiner Zeit habe ich sehr oft beobachtet, dass Kritik von oben sehr direkt und mit Nachdruck kommuniziert wird – teils ohne ausreichende Rücksicht auf Ton und Kontext. Leider fehlt auf der anderen Seite häufig die Bereitschaft auch selbst Kritik von Mitarbeitern anzunehmen oder konstruktiv damit umgehen.
Das Fehlen klarer Aussagen zur strategischen Ausrichtung. Es mangelt an konkreten Zielen, Visionen oder nachvollziehbaren Entscheidungen.
Kommunikation
Die informelle Kommunikation funktioniert erstaunlich gut „Flurfunk“ ist oft und die verlässlichste Quelle. Leider liegt genau darin das Problem: Wichtige Informationen und Entscheidungen werden von offizieller Seite entweder zu spät oder gar nicht kommuniziert. Dies bringt nur Unsicherheit und Verwirrung mit sich.
Gehalt/Benefits
Gehalt passt, aber Missstände bleiben, die dadurch nicht ausgeglichen werden.
Gleichberechtigung
Offiziell gibt es klare Firmenwerte – die in jedem Besprechungszimmer groß präsentiert werden. In der Praxis werden diese Werte jedoch von Führungskräften oft nicht gelebt. Während von Mitarbeitern erwartet wird, sich an diese Werte zu halten, nehmen sich manche Vorgesetzte Ausnahmen heraus oder handeln gegensätzlich.
Gleichberechtigung ist aus meiner Sicht nicht gegeben – weder im Umgang noch in der Wertschätzung von Meinungen oder Personen.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind vielseitig, technisch Anspruchsvoll und grundsätzlich spannend. Gut ist, dass man in vielen Bereichen eigenverantwortlich arbeiten kann – und das direkt mit Kollegen. Problematisch wird es, wenn sich die Führungskräfte in laufenden Aufgaben einmischen. Dabei geht es weniger um konstruktive Unterstützung, sondern oft eher darum, zu kontrollieren oder Mitarbeiter auszuhorchen. Das wirkt wenig vertrauensvoll und behindert in vielen Fällen sogar den Arbeitsfluss. Eine Führung auf Augenhöhe, die wirklich unterstützt statt überwacht, wäre hier wünschenswert.
