5 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
5 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,9 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
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5 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,9 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ich habe mich bei Madame Moneypenny beworben und im Rahmen des Prozesses eine Case Study erstellt.
Der Umfang der Aufgabe stand aus meiner Sicht in keinem realistischen Verhältnis zur angegebenen Bearbeitungszeit. Auch wenn am Ende „nur“ etwa 10 Präsentationsfolien erwartet wurden, lag der eigentliche Aufwand, wie üblich, in der Analyse, Konzeption und inhaltlichen Ausarbeitung. Der Großteil einer solchen Aufgabe steckt im gesprochenen Teil und in der Herleitung der Inhalte, nicht in den Folien selbst.
Gerade deshalb hätte ich erwartet, die Ergebnisse auch präsentieren zu können. Das ist nicht nur gängige Praxis, sondern wird auf der Website von Madame Moneypenny auch so beschrieben. In meinem Fall erfolgte jedoch eine Absage ohne jegliche Möglichkeit zum Austausch.
Das hat bei mir ein absolutes ungutes Gefühl hinterlassen. Vor allem, weil ein solcher Case-Aufwand ohne Präsentation wenig Raum lässt, die eigene Denkweise einzuordnen. Gleichzeitig entsteht der Eindruck, dass der tatsächliche Ablauf nicht mit der transparent dargestellten Candidate Journey übereinstimmt. Und was noch viel schlimmer ist: Das Infragestellen der eigenen Kompetenz.
Auch leider enttäuschend: Auf meine Nachfrage nach Feedback vor circa fünf Wochen gab es keinerlei Rückmeldung. Nach dem investierten Zeit- und Arbeitsaufwand hätte ich zumindest eine kurze Einordnung erwartet.
Vor dem Hintergrund der stark kommunizierten Werte rund um Female Empowerment und Wertschätzung wirkt dieser Umgang im Bewerbungsprozess für mich widersprüchlich. Gerade hier hätte ich einen transparenteren und respektvolleren Prozess erwartet.
Mein Fazit:
Sehr hoher Anspruch an Bewerbende, aber wenig Transparenz und Wertschätzung im tatsächlichen Ablauf. Der Bewerbungsprozess sollte klarer kommuniziert und fairer gestaltet werden. Vor allem bei umfangreichen Case Studies.
Der Bewerbungsprozess ist sehr unprofessionell organisiert. Mehrere vereinbarte Gesprächstermine wurden kurzfristig abgesagt, und einmal fand ein Termin trotz Vereinbarung gar nicht statt, weil die Recruiterin nicht erschienen ist.
Gerade im Recruiting sollte ein respektvoller Umgang mit der Zeit von Bewerbern selbstverständlich sein, was hier leider nicht gegeben war. Schade.
Vielleicht nicht lügen, "dass jemand dem Anforderungsprofil besser entsprochen" hat, wenn man am nächsten Tag die Stellenanzeige neu schaltet.
– Eigene Fristen einhalten
– Nicht erwarten, dass die Bewerberin 4 Aufgaben (Thema für Insta recherchieren und Post basteln, Newsletter schreiben, Instagramauftritt beurteilen und Verbesserungen vorschlagen, Strategie bewerten) in 2-3 Stunden schaffen kann
– die eigene Kollegin nicht im Bewerbungsgespräch demütigen
– Tipps der Bewerberin nicht direkt am nächsten Tag umsetzten, das ist dreist
– Nicht im Podcast über Bewerberinnen lästern
– klare Gehaltsvorstellungen haben und kommunizieren und nicht mit jedem weiteren Gespräch nach unten drücken wollen
– Sätze wie "Du wirst ja wohl ein Buch lesen können, uns brauchst du da nicht fragen" sparen