Feedback zum Unternehmen und zur Tätigkeit in der Hausnotrufzentrale
Gut am Arbeitgeber finde ich
Grundsätzlich finde ich es sehr positiv, dass hier auch Menschen mit unterschiedlichen psychischen Erkrankungen sowie Personen mit schwächeren Deutschkenntnissen eine Chance bekommen. Das zeigt Offenheit und gelebte Inklusion. Ebenso lobenswert ist das Angebot der Anschaffung eines ergonomischen Stuhls und Tisches für einen Mitarbeiter, welcher nicht einmal eingestellt werden will, was aber Wertschätzung und Fürsorge ausdrückt. Auch das Angebot, einen Deutschkurs zu finanzieren – selbst für einen Mitarbeiter, welcher gar nicht eingestellt werden will – ist ein bemerkenswertes und großzügiges Entgegenkommen. Das führt leider dazu, dass man sich ungerecht behandelt fühlt – besonders dann, wenn man sich Mühe gibt, zuverlässig arbeitet und trotzdem das Gefühl hat, nicht gesehen oder anerkannt zu werden. Solche Ungleichbehandlungen zerstören auf Dauer das Vertrauen und die Motivation im Team. Dies macht erneut deutlich, dass die Entscheidungen der gegenwärtigen Führung von Willkür geprägt sind. Wer „gemocht“ wird, bekommt Chancen – wer nicht ins persönliche Bild passt, hat schnell das Nachsehen. Planbare Dienste. Zusammenhalt der Kollegen. Umsetzung der Arbeitsschutzgesetzte.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Leiterin repräsentiert aus meiner Sicht weder die Werte noch das soziale Verantwortungsbewusstsein, das in einem sensiblen Arbeitsbereich wie dem Hausnotruf erforderlich wäre. Eine faire und motivierende Führung sollte frei von persönlicher Bevorzugung oder Benachteiligung sein. Daher wäre es aus meiner Sicht sinnvoll, einen Führungswechsel der Hausnotrufzentrale in Betracht zu ziehen oder zumindest die derzeitige Leitungssituation kritisch zu prüfen. Das aktuelle Führungsverhalten passt nicht zur Teamstruktur und wirkt sich negativ auf das Arbeitsklima aus. Zudem wirken familiäre Verflechtungen innerhalb des Betriebs organisatorisch und sozial bedenklich. Zudem hinterlässt die Leiterin der Hausnotrufzentrale aus meiner Sicht keinen kompetenten oder empathischen Eindruck. Im Abschlussgespräch war keine sachliche oder respektvolle Kommunikation möglich; es verlief oberflächlich und vermittelte den Eindruck einer formalen Abfertigung statt eines konstruktiven Austauschs. Die Stimmung wirkte sehr gereizt. Eine faire und objektive Bewertung war nicht erkennbar. Der Leitsatz „Wo Nähe zählt“ scheint hier bei der Leiterin leider nicht auf den Umgang mit Mitarbeitenden angewendet zu werden. Im Anschluss an das Gespräch entstand bei mir der Eindruck, dass kein wirkliches Interesse an einem weiteren Austausch bestand. Die Leiterin wirkte dabei eher distanziert und zeigte keine Empathie. Subjektiv hatte ich den Eindruck, dass Vertragsverlängerungen und Entfristungen weniger nach Leistung als nach Sympathie oder Fürsprache einzelner Teamleiter entschieden werden. Auch die nonverbale Kommunikation der Leitung verstärkte an diesem Tag den Eindruck.
Verbesserungsvorschläge
Die Praxis, Arbeitsverträge grundsätzlich nicht zu verlängern, halte ich für problematisch. Sie nimmt motivierten Mitarbeitenden die Chance, ihre Leistungsfähigkeit langfristig unter Beweis zu stellen. Durch meine eigene Initiative hatte ich später um genau zu sein nach 6 Monaten die Gelegenheit, einen Tag freiwillig mit dem sozialen Hintergrunddienst Wiesbaden im Außendienst mitzufahren. Der Tag war für mich sehr eindrucksvoll und lehrreich, da ich die Arbeit direkt vor Ort miterleben und wertvolle praktische Einblicke gewinnen konnte. Als Anregung fände ich es daher sinnvoll, wenn neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (verpflichtend oder freiwillig) die Möglichkeit geboten würde, ebenfalls einen Tag im Außendienst mitzufahren. Das würde das gegenseitige Verständnis stärken und die Zusammenarbeit zwischen Büro und Außendienst weiter verbessern. Aus dieser Erfahrung habe ich viel mitgenommen – insbesondere ein besseres Verständnis für die Abläufe und Herausforderungen im Außendienst. Das hilft auch im Büroalltag, da man die Zusammenhänge und Bedürfnisse der Kolleginnen und Kollegen im Einsatz besser nachvollziehen kann. Trennung der programmierungsbezogenen Aufgaben und den eigentlichen Notruf-Tätigkeiten sinnvoll.
Arbeitsatmosphäre
Das Team habe ich als kollegial, freundlich und unterstützend erlebt. Der Zusammenhalt unter den Kolleginnen und Kollegen war „ aus meiner Sicht „ sehr gut, was die Arbeit im Schichtbetrieb deutlich erleichtert hat. Auch die Teamleiter zeigten sich in der Regel engagiert und fair im Umgang.
Image
Grundsätzlich engagierte Hilfsorganisation, lokal als auch überregional und international
Work-Life-Balance
Aufgrund der selbst zu planenden Dienste gut
Karriere/Weiterbildung
Möglichkeiten bestanden zu dieser Zeit keine
Gehalt/Benefits
Für mich in Ordnung
Umwelt-/Sozialbewusstsein
alles läuft digital ab, kein Papierkram
Kollegenzusammenhalt
Das Team der Hausnotrufzentrale ist engagiert, hilfsbereit und zuverlässig.
Umgang mit älteren Kollegen
soweit beurteilbar, gut
Vorgesetztenverhalten
Die Leiterin der Hausnotrufzentrale wirkt in ihrem Handeln nicht unparteiisch. Entscheidungen scheinen häufig von Sympathie statt von objektiven Kriterien wie Leistung, Engagement, Fehlzeiten abhängig zu sein. Statt nach nachvollziehbaren und transparenten Maßstäben zu urteilen (unter Anderem individuelle Schicksale) entsteht wie schon erwähnt der Eindruck, dass persönliche Präferenzen eine entscheidende Rolle spielen. Entscheidungen werden nicht konsequent nach sachlichen Kriterien getroffen. Diese Argumente müssten dann konsequenterweise für alle gelten, „die bspw. aufgrund von Fehlzeiten wackeln“, die individuelle Situation des einzelnen sollte nicht nur nach Sympathie mit einfließen.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsmittel entsprachen grundsätzlich den Anforderungen. Ein modernes, kabelloses Headset wäre jedoch zeitgemäßer und ergonomisch vorteilhafter. Die Büroausstattung war zweckmäßig, jedoch kam es wiederholt zu Softwareproblemen und Systemabstürzen, was insbesondere im Notrufbetrieb als kritisch einzuschätzen ist. Auch das Verfahren, Hintergrunddienste per SMS zu informieren, erscheint verbesserungswürdig und nicht mehr zeitgemäß.
Kommunikation
Kritisch zu bewerten ist, dass bei der Einstellung die Möglichkeit zum Homeoffice nach sechs Monaten in Aussicht gestellt wurde, dieses Versprechen jedoch im Probezeitgespräch zurückgenommen wurde. Die Begründung, man könne sich daran nicht mehr erinnern, obwohl die Option sogar in der damaligen Stellenausschreibung erwähnt worden war, wirkt wenig transparent.
Gleichberechtigung
ausgewogen
Interessante Aufgaben
Gewisse Komplexität vorhanden: Betreuung älterer Menschen in Notfallsituationen im Call-Center Umfeld. Es handelt sich um eine sinnstiftende Tätigkeit mit gesellschaftlicher Relevanz.
Aus meiner Sicht sollte eher auf Qualität geachtet werden, statt alle paar Monate neue ‚Drückerkolonnen‘ einzustellen. Individuelle 1:1-Einstellungen zeigen deutlich mehr Wertschätzung. Fokus zzt. eher Masse statt Klasse.

