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MANDARIN 
MEDIEN
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Tolles Team und guter Einstieg – aber deutliche Lücken in Führung und Fokus

3,2
Empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2026 im Bereich Design / Gestaltung bei Mandarin Medien Gesellschaft für digitale Lösungen mbH in Schwerin gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Große Flexibilität hinsichtlich Arbeitszeiten und Homeoffice, wobei beim Homeoffice gerade die Regeln etwas strenger werden.
Wer keine Probleme hat mit Eigenmotivation und Neugierde, der findet oft seinen Platz und spannende Themen und Projekte.
Viele Kollegen und Kolleginnen sind echt super lieb und kompetent und es macht Spaß, mit vielen von ihnen zusammenzuarbeiten.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Mangelnde Kommunikation seitens der Führungsebene - fühlt sich leider eher nach Beschwichtigung an. Schwammiger Fokus der Leistungen.

Verbesserungsvorschläge

Ein paar konkrete Impulse für die Zukunft:

Einbindung & Partizipation: Es ist positiv, Mitarbeitende einzubinden. Wichtig wäre jedoch, kritische Stimmen ebenso ernst zu nehmen wie leise Mitarbeitende – statt Entscheidungen primär von den lautesten Stimmen prägen zu lassen. Führung sollte aktiv das Gespräch mit der gesamten Belegschaft suchen und nicht immer mit denselben, um Potenziale im Team nicht zu übersehen.

Fokus statt Überlastung: Ein breites Portfolio ist zwar attraktiv, führt aktuell aber oft zu unklaren Projekten und Qualitätsverlust. Sätze wie "da fuchst du dich im Projekt schon rein" erzeugen unnötig Druck. Ein klarer Fokus auf Kernkompetenzen und Mut-Haben, unpassende Projekte abzulehnen, würde den Teams extrem helfen.

Echte Weiterentwicklung: Diversität in den Rollen (zb. Wechsel ins Projektmanagement) sollte professionell gefördert werden – durch strukturierte Programme, Mentoring und gezielte Weiterbildung statt reines Autodidaktentum.

Fazit: Ein solider Arbeitgeber für den Einstieg in die Agenturwelt. Für langfristige Perspektiven und dauerhafte Zufriedenheit gibt es in den genannten Bereichen allerdings noch deutliches Entwicklungspotenzial.

Arbeitsatmosphäre

Insgesamt angenehm, je nach Bereich unterschiedlich. Zwei Standorte oder Homeoffice zum Arbeiten, je nachdem, wie man sich am besten konzentrieren oder seinen Alltag gestalten möchte. Hat leider etwas nachgelassen, was Homeoffice-Flexibilität angeht.

Kommunikation

Ich hatte schon das Gefühl vieles ansprechen zu können, aber leider ist es hier wie bei vielen anderen auch: wer laut ist und "viel zu sagen hat", wird gehört. Die leisen, nicht so temperamentvollen Menschen werden oft entweder gar nicht gefragt oder nicht ernst genommen. Außerdem gibt es auch einzelne Charaktere, die sich bei konstruktiver Kritik sofort persönlich angegriffen fühlen, anstatt zu schauen, was jeder Einzelne zu Optimierungen beitragen kann.
Kommunikation von der Führungsebene in die Mitarbeiter-Ebene ist leider enttäuschend – Mitarbeitende sollen "mitentscheiden und mitgestalten", aber ohne ansatzweiser Führung und Lenkung des Unternehmens und der Abteilungen führt das zu Chaos und "Spielereien". Wer entscheidet, ein Unternehmen zu gründen, sollte sich eigentlich auch bewusst sein, dass Geschäftsführung Teil der eigenen Aufgabe ist und nichts, was auf den Rücken aller Mitarbeitenden verteilt werden sollte.

Kollegenzusammenhalt

Habe ich persönlich als sehr angenehm und kollegial wahrgenommen.

Work-Life-Balance

Sehr flexibel, was Terminierungen angeht – sehr gut zu vereinbaren mit privaten und familiären Pflichten und Wünschen.

Vorgesetztenverhalten

Menschlich begegnet einem die Führungsebene grundsätzlich nett. In der internen Kommunikation wünsche ich mir jedoch mehr Feingefühl: Motivationsposts in den Kanälen wirken während laufender Kündigungswellen auf das Team leider unpassend und belasten die Stimmung. Zudem fehlen an manchen Stellen Nachvollziehbarkeit und Konstanz – dass z. B. ein Feedback-Tool wie der "Happiness-Score" in schwierigen Phasen pausiert wird, wirkt eher kontraproduktiv. Gerade in Krisenzeiten wäre Transparenz und ein durchgehendes Stimmungsbild wertvoll.

Interessante Aufgaben

Insgesamt sehr diverse Projekte/Kunden. Für jeden etwas dabei. Auf die interessanten Projekte stürzen sich allerdings immer dieselben, ich hätte mir gewünscht, dass bei neuen Projekten auch mal nach Interesse für die entsprechenden Themen bei ALLEN Mitarbeitenden gefragt wird und man mehr rotiert, wenn man denn möchte.

Gleichberechtigung

In vielen Punkten zeigt das Unternehmen echtes Bemühen, und positiv fällt auf, dass zunehmend Frauen in Projektleitungspositionen zu finden sind. Allerdings wünsche ich mir bei Themen wie Geschlechterdiskriminierung und Grenzüberschreitungen mehr kritische Selbstreflexion: Unpassende Bemerkungen sollten nicht als "Humor" abgetan werden. Hier braucht es mehr Bewusstsein dafür, warum Betroffene solche Vorfälle oft nicht direkt ansprechen.

Auch beim Thema psychische Gesundheit und Arbeitsbelastung wünsche ich mir mehr Balance: Es ist gut, dass auf individuelle Bedürfnisse und Ausfälle Rücksicht genommen wird. Allerdings sollte dabei nicht aus dem Blick geraten, wie sehr das verbleibende Team durch Vertretungen und Projektüberlastung beansprucht wird – auch diejenigen, die ihre Belastungsgrenzen weniger laut kommunizieren.

Umgang mit älteren Kollegen

Kann ich nicht viel zu sagen.

Arbeitsbedingungen

Technische Begebenheiten im persönlichen sehr gut, ich habe hochwertigen Laptop erhalten und wenn man Equipment braucht, bekommt man dieses auch meist. In den Räumen vor Ort allerdings muss man Glück haben, dass der Arbeitsplatz funktionsfähig ist.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Auch hier: Mandarin ist bemüht, könnte aber so viel besser sein. Früher gab es Ausschlussklauseln von Kunden / Projekten, diese werden mittlerweile großzügig überhört und tauchen auch nicht mehr auf der Seite auf. So kann es schonmal sein, dass Projekte auf dem Tisch landen, die sozial oder umwelttechnisch Fragen aufwerfen.

Gehalt/Benefits

Sehr viele und gute Benefits, die kaum zu wünschen übrig lassen. Gehalt ist in meiner Wahrnehmung und Austausch mit anderen in MV eher im unterdurchschnittlichen bis durchschnittlichen Bereich – aber es kommt hier auch stark auf das eigene Verhandlungsgeschick an. In meinem Bereich war die Spanne sehr groß, was sich manchmal durch Kompetenz begründen ließ, aber eben auch nicht immer.
Viele berichten im Austausch hier von demselben Phänomen, dass man vor allem zum Einstieg sehr gedrückt wird, dafür gibt es aber Möglichkeiten, Gehälter anzupassen im Laufe der Zeit. Leider hat man aber da oft das Gefühl zu nerven.

Image

Das Image schwankt: Extern wird die Agentur von einigen als sehr modern wahrgenommen, andere blicken durchaus skeptisch auf das Portfolio. Im Branchenvergleich steht das Unternehmen als Arbeitgeber solide da, braucht in meinen Augen aber eine klarere Fokussierung. Im Team steckt extrem viel Potenzial und Know-how. Allerdings führt der aktuelle Kurs, immer mehr Produkte und Leistungen gleichzeitig anzubieten, schnell zu Verzettelung. Statt die "eierlegende Wollmilchsau" sein zu wollen, wäre eine Besinnung auf Kernkompetenzen und Qualität zielführender.

Karriere/Weiterbildung

Kostenlose Weiterbildungen jederzeit möglich – es gibt ein Weiterbildungs-Zeitkontingent. Wenn gerade keine Projekte da sind oder stagnieren, kann man hier in Eigenregie wunderbar Weiterbildung betreiben. Leider sind für mich nie große Weiterbildungsprogramme möglich gewesen, nicht mal für ein Weiterbildungsslot durch einen externen Speaker war Geld da – wobei ich nicht davon ausgehe, dass es am Geld lag, sondern eher an Priorisierung. Was grundsätzlich ja auch legitim sein kann, aber Beteiligte dieses Weiterbildungsthemas wurden nie in die direkte Kommunikation eingebunden. Schade.
Auch zu Weiterbildungsmessen gehen immer dieselben, es wird nie gefragt, wer vlt noch mitkommen möchte.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.