Familiengeführter Arbeitgeber - ideal für den Berufseinstieg aber schwierige langfristige Perspektiv
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Miteinander zwischen den Kollegen.
Man wird gut eingearbeitet und alle sind hilfsbereit.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Unflexible Arbeitszeitenregelung ohne Zeiterfassung.
Erwartungshaltung + Workload führen zwangsläufig zu Überstunden.
Dies wird dann aber nicht entsprechend gewürdigt.
Kein transparenter Entwicklungsplan.
Verbesserungsvorschläge
Transparente Entwicklungspläne mit einen Talentpool unter Einbindung von Personal- und Schulungsabteilung (Coaching)
- Was sind die nächsten Schritte in der beruflichen Entwicklung?
- Was wird erwartet?
- Welche Gehaltssprünge sind realistisch möglich?
Ansonsten werden kontinuierlich motivierte Leute von Bord gehen.
Und nicht bei Firmenevents knausern, sondern gönnen.
(Eine Weihnachtsfeier in der Kantine entspricht nicht der Wertschätzung, die sich die meisten am Jahresende wohl verdienen und wünschen.)
Arbeitsatmosphäre
Hohe Erwartungshaltung von Führungskräften, gute Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen.
Viel Workload wodurch sehr viele Kollegen im Dauerstress sind.
Work-Life-Balance
Maximal 1x Home Office pro Woche und selbst das mit Einschränkungen. Präsenzkultur.
Offiziell Gleitzeit aber trotzdem keine Zeiterfassung, wodurch Überstunden einfach verfallen.
Unflexible Urlaubsplanung durch Betriebsurlaubstage an Brückentagen und Weihnachten / Silvester.
Sehr starre Kernarbeitszeit 8:30-16:00 Uhr.
Karriere mit Kind stelle ich mir hier sehr kompliziert vor.
Karriere/Weiterbildung
Guter Arbeitgeber für den Berufseinstieg, aber schwierig mit langfristiger Perspektive.
Gehalt/Benefits
Orientiert sich an IGBCE ist aber nicht tarifgebunden.
Gehalt ist noch OK aber eher unter Markt.
Kommt auf individuelle Verhandlung an.
Wer nicht explizit nachfragt, bekommt auch keine Anpassung.
Verhältnis von Leistung, Verantwortung und Gehalt empfand ich anfangs (2021) noch gut aber am Ende (2026) als unfair.
Kollegenzusammenhalt
Sehr gutes Miteinander zwischen den Kollegen.
Umgang mit älteren Kollegen
Relativ junge Abteilung (im Schnitt 25-30 Jahre). Die wenigsten haben Kinder.
Vorgesetztenverhalten
Man wird gefördert, aber nicht wirklich konkret.
Die meisten Führungskräfte sind seit der Ausbildung dort und haben noch nie einen anderen Betrieb kennengelernt. Wirkt oft wie Betriebsblindheit.
Arbeitsbedingungen
Kein Betriebsrat.
Sehr viel Workload. Man ist gezwungen Überstunden zu machen, aber bekommt dafür kaum Wertschätzung. Es wird mehr oder weniger erwartet.
Viele schreiben noch spätabends Mails von zu Hause.
Kommunikation
Oftmals unkonkrete/vage Perspektive. Man will nichts versprechen.
Wenig Lob und Wertschätzung. Man wird oft hingehalten und vertröstet auf nächstes Jahr.
Gleichberechtigung
Im gesamten Betrieb würde ich sagen 50/50 aber in Führungspositionen sind kaum Frauen.
Interessante Aufgaben
Sehr spannende Tätigkeiten, die nie eintönig sind. Immer wieder neue Möglichkeiten sich weiterzuentwickeln.