Eine gute Unternehmensidee braucht gute Führung
Verbesserungsvorschläge
Ich wünsche mir einen deutlich offeneren und ehrlicheren Umgang mit Problemen im Unternehmen. Mitarbeiter sollten die Möglichkeit haben, Kritik und Beschwerden vertraulich und ohne Angst vor negativen Konsequenzen zu äußern.
Insbesondere das Führungsverhalten der Teamleitungen sollte regelmäßiger und unabhängiger überprüft werden. Dabei sollte nicht nur die fachliche Leistung, sondern auch der Umgang mit den Mitarbeitern eine wichtige Rolle spielen.
Hinweise auf Mobbing, Druck oder Ungleichbehandlung sollten konsequent geprüft und ernst genommen werden. Es sollte nicht davon abhängen, ob ein Mitarbeiter besonders gut mit einer Führungskraft auskommt oder nicht. Auch die Leistung sollte objektiv und transparent bewertet werden – persönliche Sympathien oder Antipathien dürfen dabei keine Rolle spielen.
Besonders wichtig ist für mich, dass früher gehandelt wird. Wenn sich Mitarbeiter plötzlich vermehrt krankmelden oder sogar während der Arbeitszeit weinen, obwohl zuvor bereits mehrfach darauf hingewiesen wurde, dass das Verhalten bestimmter Personen nicht in Ordnung ist, ist es aus meiner Sicht längst zu spät. Wann wird angefangen zu handeln, bevor Mitarbeiter gesundheitlich darunter leiden?
Probleme sollten nicht nur angehört, sondern ernst genommen, aufgearbeitet und konkrete Maßnahmen daraus abgeleitet werden.
Arbeitsatmosphäre
Wenn man sich mit den Kollegen versteht und gegenseitig unterstützt, ist die Arbeitsatmosphäre grundsätzlich gut. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Leider wird das Arbeitsklima durch das Fehlverhalten mancher Vorgesetzter erheblich belastet. Teilweise werden Abteilungen bewusst gegeneinander ausgespielt. Sympathie scheint dabei wichtiger zu sein als Leistung oder ein fairer Umgang miteinander. Wer nicht ins persönliche Bild passt, muss leider mit Ausgrenzung und Mobbing rechnen.
Image
Das Image des Unternehmens wird nach außen deutlich positiver dargestellt, als es die Realität teilweise widerspiegelt.
Mein Appell an HR und die Geschäftsleitung ist daher, insbesondere die Teamleitungen genauer zu betrachten. Der äußere Eindruck kann täuschen. Wenn es gelingt, bestehende Führungsprobleme konsequent anzugehen und ungeeignete Führungskräfte entsprechend zu hinterfragen, könnte das positive Image von Mann & Schröder sowohl nach außen als auch nach innen wieder stärker der tatsächlichen Unternehmenskultur entsprechen.
Ich wünsche mir, dass hier künftig jeder Stimme Gehör geschenkt wird und Themen wie Mobbing, Druck und Unterdrückung konsequent ernst genommen und aufgearbeitet werden.
Work-Life-Balance
Von einer guten Work-Life-Balance kann man meiner Meinung nach nur sprechen, wenn die Arbeitsbelastung dauerhaft in einem angemessenen Rahmen bleibt und nicht regelmäßig jeden Abend Überstunden anfallen. Wenn die Aufgabenmenge entsprechend hoch ist, bleibt dafür leider wenig Raum.
Besonders belastend ist jedoch die angespannte Situation im Umgang miteinander. Eine solche Mobbing- bzw. Konfliktsituation kann einem mit der Zeit sehr nahegehen und auch mental stark belasten. Dadurch fällt es schwer, nach Feierabend wirklich abzuschalten und die Arbeit hinter sich zu lassen. Selbst außerhalb der Arbeitszeit beschäftigt einen häufig noch, was während des Arbeitstages passiert ist.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt ist sehr unterschiedlich. Teilweise funktioniert die Zusammenarbeit gut, gleichzeitig ist die Stimmung aufgrund zahlreicher Konflikte, die meiner Wahrnehmung nach durch die Teamleitung entstanden sind, sehr angespannt. Häufig entsteht der Eindruck, dass versucht wird, anderen die Schuld für Probleme zuzuschieben oder gezielt nach Fehlern zu suchen, um Kollegen bzw. andere Abteilungen schlecht dastehen zu lassen.
Besonders problematisch finde ich, dass wir auf Anweisung der Teamleitung teilweise dazu angehalten wurden, gezielt nach Fehlern einer bestimmten anderen Abteilung zu suchen, um diese im Nachhinein entsprechend darstellen zu können. Als Begründung wurde sinngemäß angeführt, dass man sich damit besser rechtfertigen könne, wenn hinterfragt wird, weshalb etwas nicht eingehalten wurde.
Ich habe selbst Situationen erlebt, in denen meiner Wahrnehmung nach bewusst mit Informationen bzw. Darstellungen manipuliert wurde, um die Verantwortung von der eigenen Abteilung wegzulenken. Ein solcher Umgang fördert weder den Kollegenzusammenhalt noch eine konstruktive Zusammenarbeit und sorgt langfristig für Misstrauen und ein sehr angespanntes Arbeitsklima
Vorgesetztenverhalten
Zum Vorgesetztenverhalten der Teamleitung Regulatory habe ich bereits an anderer Stelle ausführlich Stellung genommen. Besonders kritisch sehe ich, dass die betreffende Führungskraft trotz der beschriebenen Verhaltensweisen offenbar Unterstützung innerhalb der Führungsebene erhält. Dies erschwert die Situation für betroffene Mitarbeiter zusätzlich.
Die bestehenden Probleme sind bekannt. Dennoch habe ich nicht den Eindruck, dass sich nachhaltig etwas verändert hat. Für mich ist schwer nachvollziehbar, dass andere Führungskräfte teilweise beobachten, wie Mitarbeiter behandelt, gemobbt und unter Druck gesetzt werden, ohne entsprechend einzugreifen.
Geschäftsleitung
Über die Geschäftsleitung kann ich hingegen überwiegend positiv berichten. Ich erlebe sie als engagiert und gut informierend. Regelmäßige Maßnahmen, Angebote und Informationsveranstaltungen sowie die Mitarbeiter-App sorgen dafür, dass wichtige Entwicklungen und Informationen zeitnah an die Beschäftigten weitergegeben werden. Insgesamt habe ich den Eindruck, dass kontinuierlich an Verbesserungen und neuen Angeboten für die Mitarbeiter gearbeitet wird.
Kommunikation
Die Kommunikation ist stark vom jeweiligen Arbeitsklima abhängig. Leider legen manche Abteilungsleiter einen äußerst unangemessenen Ton an den Tag. Ich habe mehrfach mitbekommen, dass sich Vorgesetzte hinter dem Rücken von Kollegen abwertend bzw. beleidigend über diese äußern.
Insbesondere im Regulatory bei Mann & Schröder herrscht meiner Wahrnehmung nach eine ausgeprägte Ellenbogengesellschaft, was sich auch in der Kommunikation widerspiegelt. Die Kommunikation und der Umgang der Teamleitung vermitteln teilweise den Eindruck von Mobbing, Unterdrückung und gezielter Ausgrenzung. Zudem habe ich wiederholt erlebt bzw. mitbekommen, dass ein ähnlicher Umgang gezielt gegenüber Kolleginnen aus anderen Abteilungen eingesetzt wird.
Ein respektvoller und wertschätzender Umgang miteinander scheint leider nicht für alle gleichermaßen zu gelten.
Gleichberechtigung
Von echter Gleichberechtigung kann man in dieser Firma aus meiner Sicht nicht sprechen. Teilweise scheint der persönliche Eindruck eine größere Rolle zu spielen als eine objektive und faire Behandlung. Die tatsächliche Leistung scheint dabei nicht immer entscheidend zu sein. Wenn man bei der Teamleitung nicht gut angesehen ist, wird die eigene Leistung teilweise negativ dargestellt und es werden gezielt Gründe gesucht, um diese Bewertung zu rechtfertigen. Wer nicht ins persönliche Bild passt, muss sich dadurch zusätzlich mit Druck und teilweise auch Mobbing von oben auseinanderzusetzen.
Das Thema Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen scheint inzwischen auch bei einigen langjährigen Mitarbeitern zunehmend anzukommen. Allerdings entsteht teilweise der Eindruck, dass dies insbesondere dadurch begünstigt wird, dass das Unternehmen von einer Frau geführt wird.

