Wo Kompetenz keine Rolle spielt
Gut am Arbeitgeber finde ich
Ich würde hier gerne etwas schreiben. (habe ich ja jetzt)
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Unternehmenskultur ist der eigentliche Grund für den Niedergang. Leistung wird nicht belohnt, Fähigkeiten nicht gefördert. Karriere macht nicht zwingend der Fähigste, sondern oft derjenige, der am wenigsten aneckt.
Wer mit Anzug und den richtigen Floskeln durchs Haus läuft, dabei aber niemandem gefährlich wird, hat wenig zu befürchten. Wer hingegen Leistung einfordert, Verantwortung übernimmt oder Missstände anspricht, macht sich schnell unbeliebt.
Das Ergebnis ist absehbar: Die Guten gehen, die Angepassten bleiben. Und genau deshalb bewegt sich das Unternehmen seit Jahren nicht vom Fleck. In der Verwaltung arbeitet niemand (das meine ich ernst) niemand der etwas drauf hat und woanders bestehen könnte.
Verbesserungsvorschläge
Nach einem kurzen Intermezzo bin ich inzwischen wieder weg und ehrlich gesagt deutlich zufriedener. Diese Erfahrung hat mir vor allem gezeigt, wie wichtig eine Unternehmenskultur ist, die Leistung, Kompetenz und Verantwortung wertschätzt.
Mein Rat an das Unternehmen: Besorgt euch endlich Menschen in Führungspositionen, die zwei entscheidende Eigenschaften mitbringen: EMPATHIE und FÄHIGKEITEN. Beides scheint vielerorts Mangelware zu sein.
Solange Leistung nicht honoriert, Kompetenz nicht gefördert und kritisches Denken eher als Bedrohung denn als Chance verstanden wird, werden die fähigsten Mitarbeiter weiterhin gehen. Die eigentliche Herausforderung sind nicht Prozesse, Strukturen oder Strategien sondern die Kultur.
Gute Mitarbeiter verlassen selten Unternehmen. Sie verlassen schlechte Führung, fehlende Perspektiven und ein Umfeld in dem Engagement keinen Unterschied macht. Genau dort sollte die Selbstreflexion beginnen.
Arbeitsatmosphäre
Es gibt einen Unterschied zwischen Vorgesetzten und Führungskräften. Ersteres ist vorhanden, Letzteres leider kaum. Und die Personalentscheidungen wirken teilweise so kurios, dass selbst ein Komiker Schwierigkeiten hätte, sie satirisch zu übertreffen.
Gehalt/Benefits
Das Unternehmen lebt zunehmend von seiner Vergangenheit. Der Ruf stammt aus besseren Zeiten, die Gegenwart wirkt geprägt von Verwaltung, Gremien und Beschäftigung mit sich selbst. Das Gehalt stimmt, die Perspektive weniger. Viele der fähigsten Kollegen haben längst erkannt, dass ihre Talente anderswo besser aufgehoben sind. Wer gestalten will, geht. Wer bleibt, arrangiert sich mit dem Status quo. Der Letzte macht dann irgendwann das Licht aus.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind grundsätzlich in Ordnung, vorausgesetzt, man hat keinerlei Ambitionen, sich fachlich oder beruflich weiterzuentwickeln. Vieles wirkt wie reine Beschäftigungstherapie: Es wird vor allem Papier produziert, ohne dass daraus spürbare Veränderungen oder Entscheidungen entstehen.
Diejenigen, die gestalten, Verantwortung übernehmen und etwas bewegen wollen, habe ich über die vergangenen 1,5 Jahre nach und nach gehen sehen. Die meisten von ihnen sind längst nicht mehr da. Wer von seinen Fähigkeiten überzeugt ist und diese auch einsetzen möchte, sucht sich früher oder später ein Umfeld, in dem Leistung, Initiative und Wirkung tatsächlich gefragt sind.
Gleichberechtigung
Ok!