Leider nicht mehr empfehlenswert
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Das Menschliche ist auf der Strecke geblieben. Vorher war das Arbeitsklima freundlich, familiär geprägt, mit viel Verständnis. Inzwischen herrscht hier ein Rauer ton, Monotonie und "Zucht und Ordnung". Der familiäre Aspekt ist gänzlich in den Hintergrund gerückt, das Arbeitsklima nachträglich geschädigt und das Vertrauen in die Geschäftsführung zumeist nicht mehr vorhanden. Kollegen reden offen über sämtliche Probleme, trauen sich aber nicht einmal mehr, diese bei der Betriebsleitung anzusprechen, damit diese Informationen später nicht gegen sie benutzt werden. Viele gute Kollegen vom ehemaligen Stammpersonal sind inzwischen nicht mehr da oder sind gerade dabei sich etwas neues zu suchen, genau aus diesen Gründen, was natürlich unfassbar schade ist und ein herber Verlust für die Firma.
Grundsätzlich kann ich unter diesen, selbst herbeigeführten Gründen, das Unternehmen nicht mehr als Arbeitgeber empfehlen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist inzwischen leider geprägt von Schnellschüssen aus der Betriebsleitung, den Mitarbeiter "klein halten" und sich nicht an Absprachen halten. Vertrauen kann man hier keines Aufbauen.
Image
Die Produkte sind grundsätzlich nicht schlecht, der Preis auch nicht. Hinter den Kulissen wird alles auf dem Rücken der Belegschaft ausgetragen.
Work-Life-Balance
Ein Fremdwort in den Augen der Betriebsleitung. Ist etwas nicht fertig, wird länger geblieben. Vor allem in der Produktion oder in der Endkontrolle ist dies stark auffallend. In den Wintermonaten wird Samstags auch gearbeitet, bis zu 60 Stunden die Woche, monatelang. Wer dann ausfällt weil er nicht mehr kann, bekommt Geld von seinem Weihnachtsgeld abgezogen.
Karriere/Weiterbildung
Es sind soweit keine Weiterbildungen oder Karrieremöglichkeiten vorhanden. Die "Lieblinge" der Betriebsleitung erhalten zwar eine Weisungsbefugnis innerhalb ihrer Abteilung, mehr Geld oder Mitspracherecht erhalten sie dadurch aber nicht. Hier wird absichtlich darauf gepokert, dass der entsprechende Mitarbeiter mitspielt, welcher zumeist in der Hoffnung ist, auf der Karriereleiter weiter nach oben zu kommen und rackern sich bis aufs Zahnfleisch ab, zumeist merken die Kollegen aber nicht, dass es die Karriereleiter in diesem Unternehmen nicht gibt.
Gehalt/Benefits
Im Schnitt klar unterdurchschnittlich, knapp über Mindestlohn. Auf Rückfragen bzw. einem Gehaltsgespräch wird man oft im Regen stehen gelassen oder hört Aussagen seitens der Betriebsleitung wie "Geld darf niemals der Motivator sein".
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Müll wird getrennt in Pappe und Industriemüll. Im Großen und Ganzen wars das auch schon, viel erwarten darf man auch hier nicht.
Kollegenzusammenhalt
Der wirklich einzige Punkt, der einen dort vielleicht etwas länger hält. Zuletzt gingen aber viele gute Kollegen, was man ihnen aber auch nicht verübeln kann.
Umgang mit älteren Kollegen
Es wird von allen grundsätzlich die gleiche Arbeitsleistung verlangt. Egal ob 18 oder 55 Jahre alt, egal ob körperliche Beschwerden oder nicht.
Vorgesetztenverhalten
Wohl der negativste Aspekt der Firma. Seit dem Wechsel der Betriebsleitung wird hier viel hinter dem Rücken gesprochen; Kollegen ohne Kommentar in andere Abteilungen verschoben, oder auch gerne mal vor versammelter Abteilung relativ laut und persönlich angegangen. Der Ton macht die Musik, vielleicht sollte man sich das mal zu Herzen nehmen.
Nicht zu selten wird hier auch gerne mit einer Abmahnung gedroht.
Als natürliche Reaktion darauf macht sich natürlich Unmut und Überdrüssigkeit bei der Belegschaft breit, wo ebenfalls versucht wird, dies nachträglich klein zu halten.
Arbeitsbedingungen
Arbeitsmittel sind stark veraltet, von Ergonomie hat hier noch nie jemand etwas gehört. 8 Stunden (In Wintermonaten 10) stehen und schwer körperliche Arbeit sind hier an der Tagesordnung, sollte jemand seitens der Betriebsleitung beim Sitzen "erwischt" werden, kann es auch mal laut werden.
Kommunikation
Die Kommunikation ist seitens der Betriebsleitung nicht vorhanden. Zumeist wird man vor vollendete Tatsachen gestellt; Arbeitsabläufe werden gänzlich zum schlechten geändert, nur damit etwas geändert wird. Neue Regelungen oder Arbeitsanweisungen erfährt man sowieso nur über dritte bzw. den "Flurfunk" und weiß dann oft nicht, was wahr ist und was nicht.
Gleichberechtigung
Männer und Frauen werden grundsätzlich gleich behandelt, zumindest innerhalb des Kollegiums.
Interessante Aufgaben
Eigentlich ist alles sehr monoton. Wechselt man die Abteilung lernt man neues durch die Kollegen, aber die Abläufe sind grundsätzlich immer die Selben und man arbeitet einfach nur stumpf ab.
