Aus einer guten Firma hat ein amerikanischer Konzern einen Abstiegskandidaten gemacht.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Leider werden meine positiven Einschätzungen zu meinem aktuellen Arbeitgeber immer schlechter. Positiv sind die morderne Ausstatung, der Kollegenzusammenhalt, flexiblere Arbeitsmodelle und die Möglichkeit des Homeoffice.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Kein erkennbarer Wille die ehemalige Firma Treif in die Zukunft zu führen. Ein unwissender und teilweise unfähiger Geschäftsführer, welcher nur die Aufgabe zu haben scheint unterschriften zu leisten und sonst ferngesteuert ist.
Die Firma wird es, wenn nicht eine radikale Änderung eintritt, in ein paar Jahren nicht mehr existieren.
Verbesserungsvorschläge
Ein großer Teil der Belegschaft würde es begrüßen wenn die Geschäftsführung und das Personal darüber ausgetauscht würde. Auch einen Wechsel des Eigentümers hin zu einem deutschen, idealer weise Mittelständler, wäre eine gute Lösung für den Betrieb in OLR.
die aktuelle GL verfolgt Ziele welche unrealistisch sind und opfert hierfür den Betrieb. Hier muss jemand in die Funktion der GL der für den Standort Oberlahr kämpft und nicht andere andere Standorte protegiert.
Arbeitsatmosphäre
Alles, wirklich Alles wird nur dem Ziel der Kostenreduzierung (Sparen) unterworfen. Dies drückt maximal auf die Arbeitsatmotsphäre. Ebenso die Maßnahmen der GL (Kündigungen) drücken auf die Arbeitsatmosphäre.
Kommunikation
Es gibt zwar sogn. Townhalls welche vordergründig der Kommunikationdienen sollen. Hier wird jedoch nur nochmals eingeheizt das man Sparen muss. Es stellt sich ein Obergeschäftsführer vor die Mannschaft und sagt einzige Chance ist weiter die Kosten zu reduzieren. Im Endeffekt hat er gesagt das es weitere Entlassungen geben wird.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt ist einer der wenigen Pluspunkte. Aus alten Zeiten war dies immer die Stärke. Wobei auch dies merklich schlechter wird. dieser Effekt scheint auch so gewollt zu sein, damit man die Manschaft besser unter Kontrolle hat.
Work-Life-Balance
Auch hier grundsätzlich will man immer mehr Leistung von den Kollegen. Das Ziel Work-Life Balance ist allen anderen Sparzielen untergeordnet,wird aber versucht zu realisieren. Dies ist aber vom jeweiligen Vorgesetzten und dem persönlichen Verhältnis abhängig.
Vorgesetztenverhalten
Es gibt Vorgesetzte die sich ernsthaft Mühe geben sich ordentlich zu deren Mitarbeitern zu verhalten. Oft haben diese aber keine Chance da Sie von deren Vorgesetzten zu unpopulären Maßnahmen gedrängt bzw. von denen unter Druck gesetzt werden. Final muss man sagen das das Upper Management (Abteilungsleiter und GL) wirklich schlecht ist.
Interessante Aufgaben
Wenn es in der Konzernführung gewollt wäre das sich die Firma entwickelt, würden sich interessante Aufgaben ergeben. Leider ist man nur daran interessiert kurzfristig unrealistische Ebita (>20%) zu erwirtschaften. D.h. es gibt kaum noch Innovationen was dazu führt das nur noch der Bestand verwaltet wird.
Gleichberechtigung
Hier ist die Firma auf einem guten Weg. Aus einer Zeit der überwiegend Männlich geprägten Belegschaft entwickelt sich dies mehr und mehr in eine paritätisch verteilte Belegschaft. Dies ist noch ein langer Weg, aber die Richtung stimmt. Leider gibt es kaum weibliches Führungspersonal.
Umgang mit älteren Kollegen
Da es ein ständiges Ziel ist Kosten zu reduzieren, und dies durch Personalabbau erreicht werden soll, wird geschaut die Kollegen möglichst kosten neutral zu verrenten. Ein Angebot von Altersteilzeit oder ähnlichen fortschrittlichen Angeboten gibt es nicht und ist auch nicht gewollt. Dies sehe ich als einen eher unfairen Umgang mit älteren Kollegen und wird mit fehlender Verfügbarkeit von Fachpersonal begründet. Auf der anderen Seite gibt es keine wirkliche Personalplanung.
Arbeitsbedingungen
Die Ausstattung ist in den letzten Jahren besser geworden, wodurch sich die Arbeitsbedingungen verbessert haben. Gleichzeitig wird an allen Stellen Druck aufgebaut um zu sparen und die Effizience zu steigern. Also arbeiten unter ständigem Druck und Kontrolle sind keine guten Arbeitsbedingungen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Umweltbewusstsein ist gut, dient ja auch der Außendarstellung. Sozialbewusstsein jedoch nicht. Hier gilt das amerikanische Führungsmodell "hire and fire", ist ja auch ein amerikanischer Konzern.
Gehalt/Benefits
Die Gehälter sind im Vergleich zu früheren Zeiten gestiegen. Jedoch eher aufgrund dessen das man früher kurz gehalten wurde. Die Gehälter sind im Vergleich zu Firmen mit einem Tarifvertrag bis zu 20% geringer.
Image
JBTMarel hat aus einem angesehenen Unternehmen in Rekordzeit ein mittelmäßige firma gemacht. Warum ist nicht verständlich, da sie eine hervorragende Marke hatten aber durch das, mit allen Mitteln durchgesetzte Branding, das gute Image zerstört haben. Alle Maßnahmen deuten darauf hin das es nie Ziel war die alte Marke/Firma in die Zukunft zu führen, sondern sich nur das Wissen der Marke Treif zu sichern, die Firma aus zu bluten und diese sterben zu lassen.
Karriere/Weiterbildung
Da es keine wirklich logische Personalplanung gibt, werden die Abgänge nicht ersetzt. Was dazu führt das es viel zuwenig Ausbildungsplätze gibt. Auch werden Azubis oft nicht übernommen bzw. gehen, aufgrund ihrer Erfahrungen im Betrieb, eher zu anderen Arbeitgebern.
Karrieremöglichkeiten sind nicht vorhanden, da es auch keine attraktive Stellen gibt. Karriereplanung und Angebote ist ebenfalls eher schwach. Um Karriere zu machen im unternehmen zu machen ist es vorteilhaft Holländer zu sein. Fachliche Qualifikation ist hier unnötig.

