Eine ArbeitgeberIn, die ihre MitarbeiterInnen als Zahlen und Werkzeuge sieht
Gut am Arbeitgeber finde ich
Zusammenhalt unter den Kollegen, abwechslungsreiche Aufgaben, internationale Teams
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Sehr hierarchische Struktur, wenig Frauen in der Geschäftsführung, MitarbeiterInnen werden als Zahlen und nicht als Menschen gesehen, kein Umwelt-/Sozialbewusstsein, es geht nur um Umsatz
Verbesserungsvorschläge
Mehr Diversität in der Managementebene; Förderung teamübergreifender Zusammenarbeit; Förderung einer “Miteinander” Unternehmenskultur (vor allem zwischen Management und MitarbeiterInnen); mehr Verständnis und Förderung von alternativen Arbeitsmodellen für Mütter (selbstverständlich auch Väter) – ein Unternehmen, in dem hauptsächlich Frauen arbeiten, sollte hierin eine Vorbildfunktion einnehmen; Einführung anderer Erfolgsfaktoren, die nichts mit Umsatz zu tun haben (Beispiel: Senkung CO2-Ausstoß, Mitarbeiterzufriedenheit, Kundenzufriedenheit, etc.)
Arbeitsatmosphäre
Innerhalb des eigenen Teams top, auch mit anderen auf dem gleichen “Level”. Nicht aber mit der Managementebene.
Work-Life-Balance
Es gibt zwar Vertrauensarbeitszeit und die Option auf Home-Office (auch schon vor Corona), was es einem ermöglicht spontaner seinen Alltag zu gestalten. Jedoch sehe ich die Vertrauensarbeitszeit sehr kritisch. Eine Möglichkeit mehr der ArbeitgeberIn die ArbeitnehmerIn auszunutzen und sich aus der Verantwortung zu ziehen, was die Überbelastung der ArbeitnehmerIn angeht. Die MitarbeiterIn kann sich ihre Zeit selbst einteilen und ist quasi selbst schuld, wenn sie Überstunden macht und mit der Arbeit nicht hinterherkommt. Auch gibt es die unausgesprochene Erwartungshaltung immer 150% zu geben. 100% sind nicht genug.
Karriere/Weiterbildung
4 Sterne, da die ArbeitgeberIn ihren MitarbeiterInnen viel ermöglicht, wenn es um Weiterbildungen geht. Allerdings sind die Aufstiegschancen im Unternehmen (gefühlt) eher gering.
Gehalt/Benefits
Gehälter sind sehr niedrig. Es gibt sehr selten bis gar keine Gehaltserhöhungen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es geht immer um Umsatz, Umsatz, Umsatz. Umwelt-/ und Sozialbewusstsein sind auf der Prioritätenliste ganz weit unten oder gar nicht erst vorhanden.
Kollegenzusammenhalt
Teamübergreifenden ist der Zusammenhalt unter den KollegInnen top. Auch hier aber nicht, wenn es ein paar Ebenen nach oben geht.
Umgang mit älteren Kollegen
Oft wird deren Expertise und Erfahrung nicht geschätzt.
Vorgesetztenverhalten
Emotionale Intelligenz scheint leider ein Fremdwort zu sein.
Arbeitsbedingungen
Schöne Büros mit Klimaanlagen, große Schreibtische, keine Großraumbüros, Laptops und Dockingstations um sowohl im Homeoffice, als auch im Büro zu arbeiten, gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr
Kommunikation
Fast kaum, bis gar nicht vorhanden. Oft erfährt man nur zufällig über Entscheidungen, die einen selbst auch betreffen.
Gleichberechtigung
Gefühlt besteht das Unternehmen zu 90% aus weiblichen MitarbeiterInnen. Die Managementebene lässt da jedoch noch zu wünschen übrig. Auch was die Solidarität und Unterstützung von Frauen während der Schwangerschaft und nach der Elternzeit angeht. Vor ein paar Jahren war ein Teilzeiteinstieg nach der Elternzeit undenkbar, wird mittlerweile aber zum Glück immer öfter ermöglicht. Für ein Unternehmen, in dem hauptsächlich Frauen arbeiten, ist noch einiges zu machen was Gleichberechtigung angeht.
Interessante Aufgaben
Aufgrund der relativ kleinen Teams und der schnelllebigen Branche, sind die Aufgaben sehr abwechslungsreich und interessant. Auch teamübergreifend wird viel zusammengearbeitet, was einem ermöglicht in andere Bereich einzutauchen. Es wird einem auf alle Fälle nicht langweilig.