Schon schön hier.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Sein gutes Image, seine Tradition, dass er noch nie pleite war (Verantwortung), das angenehme Arbeitsklima, die netten Kollegen, das gute Essen, den Blick auf die Lübecker Bucht, das Umweltbewusstsein, die Firmenfeiern und noch einiges mehr.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die schwache Kommunikation in Richtung Belegschaft über strategische Fragen. Nur wenn wir wissen, wohin es geht und wie weit es ist, dann können wir auch volle Pulle mit rudern. Sonst halt nicht. Und diese Mannschaft rudert noch gerne!
Verbesserungsvorschläge
Klarer und offener mit der Planung für den großen Umbau umgehen, damit wir nicht spekulieren müssen und uns sicher und informiert fühlen (Kommunikation).
Die Vorgaben der Gruppe könnten differenziert für die individuellen Häuser angepasst werden. Ein Urlaubshotel an der Ostsee hat viele spezifische Besonderheit, die von denen eines Tagungshotels am Rhein stark abweichen. Auch die Gemüter der Menschen unterscheiden sich. Einfach mal verinnerlichen. Und im Sinne der Ökologie nicht immer nur einen zentralen Dienstleister kreuz und quer durch Deutschland schicken. Spart Kosten und CO2. Vor Ort geht auch vieles schneller und direkter.
Arbeitsatmosphäre
Für mich eine der angenehmsten Atmosphären, die ich bisher kennengelernt habe.
Kommunikation
Kommunikation ist häufig Glückssache, denn letztlich liegt es an jedem und jeder Einzelnen, klar, offen, respektvoll, wertschätzend und vollständig zu kommunizieren. Im Großen und Ganzen sind hier alle im Ziel vereint und tragen sich gegenseitig wichtige Informationen zu. Ich werde eher doppelt und dreifach informiert, als einmal zu wenig. Es nimmt sich auch jeder Vorgesetzte immer die Zeit, für ein kurzes Vier-Augen-Gespräch falls nötig und es gibt regelmäßige Feedback-Gespräche.
Kollegenzusammenhalt
Schon fast sehr gut. Auch hier sind wir im Ziel vereint. Man hilft sich abteilungsübergreifend gegenseitig. Hier und da könnte man immer noch mehr Rücksicht aufeinander nehmen. Eine noch perfektere Kommunikation wäre ein wichtiger Schlüssel dazu.
Work-Life-Balance
Hotelbetrieb heißt: 24/7/365 für die Gäste da sein und zwar vor Ort. Homeoffice und sowas ist da betriebsbedingt sehr eingeschränkt. Im Rahmen der Möglichkeiten geht es schon ganz gut, finde ich. Nach Absprache durfte ich bisher immer mal Überstunden ausgleichen, später kommen oder früher gehen für einen Arztbesuch - ist aber in der Technik vielleicht auch etwas leichter, als in anderen Abteilungen.
Vorgesetztenverhalten
Überwiegend sehr gut. Kritik in angemessenem Tonfall ist immer zulässig. Verbesserungsvorschläge werden gehört und ernstgenommen. Teilweise ist der Handlungsspielraum durch Vorgaben der Gruppe oder ähnliches natürlich immer begrenzt. Nasenfaktor und Kommunikationshemmnisse können sich wie immer und überall nachteilig auswirken.
Interessante Aufgaben
Es wird nie langweilig! Jeden Tag kommt etwas (für mich) Neues dazu. Teilweise sind es für langgediente Kollegen alte Hüte, aber für mich halt neu. Ich habe keine einzige bedeutungslose Aufgabe und auch keine, deren Grund und Ursache nicht absolut nachvollziehbar wäre. Das bringt schon Spaß.
Gleichberechtigung
Ich bin jetzt ein Jahr dabei und habe noch keinen Fall von Ungleichberechtigung erlebt. Da wird schon sehr drauf geachtet, dass alle gleich anständig behandelt werden. Das ist auch viel besser als in anderen Branchen, die ich bisher kennengelernt habe.
Umgang mit älteren Kollegen
Sehr gut, bzw. absolut normal. Gehört ja auch zur Gleichberechtigung. Wer Einschränkungen hat, wird entsprechend berücksichtigt. Besuche von ehemaligen Kollegen sind gern gesehen. Man nimmt sich Zeit für ein Gespräch.
Arbeitsbedingungen
An Werkzeug und Material ist immer alles da. Sozialräume, Angestellten WC's und drgl. könnten ein Update gebrauchen. Die Cafeteria wurde gerade frisch renoviert - auf neue Fenster und Heizkörper wurde verzichtet mit der vielzitierten Begründung, dass ein großer Umbau kurz bevorsteht. Ich bin gespannt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Außergewöhnlich gutes Umweltbewusstsein! Es gibt schon viel zeitgemäße Technik im Haus, die "auf Sicht" weiterentwickelt wird. Keine großen Würfe, denn: "Wir bauen ja bald um!". Eine Arbeitsgruppe zur Verbesserung des ökologischen Footprints, die die Direktion mit einschließt, trifft sich regelmäßig und entwickelt immer neue Ideen zur Nachhaltigkeit und CO2-Reduktion (Green Sign Zertifikat).
Sozial wird auch individuell viel gemacht. Die Direktion hat ein Herz für die Menschen und ein gutes Feingefühl. Wer hier um Hilfe bittet, wird sie auch bekommen, tlw. bis in den privaten Bereich hinein. Unterstützung der Kollegen untereinander ist diesbezüglich auch super. Man hilft sich.
Gehalt/Benefits
In anderen Branchen könnte ich vielleicht etwas mehr verdienen, aber die Benefits sind auch etwas wert. Das Essen für die Mitarbeiter ist gut. Nicht ganz so gut, wie in Düsseldorf, aber gut. Essen kaufen, zubereiten und Abwaschen zuhause kostet auch Zeit und Geld. Das sollte man für sich berücksichtigen.
Image
Tradition wird gelebt. Seit 57 Jahren. Ein Inhabergeführtes Traditionsunternehmen von hohem Ansehen, das nur Freude und unvergessliche Urlaubserlebnisse verkauft. Da ist für mich grundpositiv und ich kann mich sehr gut damit identifizieren.
Hier werden keine Waffen oder Giftmüll produziert, es gibt keine Korruption, keine Ausbeutung, keine Spekulationsgeschäfte, hier bekommt niemand etwas verkauft, was er oder sie nicht haben möchte. Mit so etwas würde ich nie arbeiten wollen.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt verschiedene Möglichkeiten im Haus und über externe Anbieter, sich weiter zu qualifizieren und fortzubilden. Es muss natürlich zielgerichtet für eine weitere Verwendung im Unternehmen sein. Das zu klären bedarf guter Kommunikation.


