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Bewertung

Ein abwechslungsreicher Arbeitsplatz mit spannenden Events und interessanten Gästen aber zu wenig Wertschätzung

3,5
Empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2021 bei Maritim Hotel Düsseldorf in Düsseldorf gearbeitet.

Arbeitsatmosphäre

Die allgemeine Arbeitsatmosphäre war angenehm und kollegial. Die Zusammenarbeit im Team hat Freude bereitet und ließ die Arbeitszeit wie im Flug vergehen. Das Verhalten der Vorgesetzten hatte zeitweise einen belastenden Einfluss auf das Teamklima. Ohne ihre direkte Präsenz war die Zusammenarbeit deutlich angenehmer. Ein sehr traditionsbewusstes Haus, das sich Neuerungen gegenüber verschließt. Die Ausbildung wirkte überholt – mit Sprüchen wie ‚Lehrjahre sind keine Herrenjahre‘ statt echter Förderung. Später war der Umgang mit Mitarbeitenden, die Veränderung suchten, ähnlich kühl: ‚Reisende soll man nicht aufhalten‘ war sinnbildlich für die Haltung gegenüber Entwicklung und Bindung.
Seit dem letzten Monat gibt es eine neue Direktorin im Haus, mit der ich persönlich keine Erfahrungen gemacht habe. Von langjährigen Kolleg:innen habe ich bisher jedoch überwiegend kritische Rückmeldungen gehört.

Image

Das positive Gäste-Image der Maritim Häuser ist berechtigt, da alle sich für die Gäste einsetzen. Für die Mitarbeitenden gilt das allerdings nicht immer.

Work-Life-Balance

Work-Life-Balance war kaum vorhanden, was im Hotelgewerbe nicht unüblich ist. In meiner Abteilung konnte man immerhin Wünsche für Wunschfreie Tage äußern – das hat meist gut funktioniert. Je größer das Team, desto unorganisierter und schwieriger wird es. Die Schichtplanung war so eng gestrickt, dass bei jedem Krankheitsfall sofort Dienste getauscht werden mussten – oft sehr kurzfristig und auf Kosten der Planbarkeit für alle anderen.
Die Wochenenddienste waren ungleich verteilt – die Chefin ließ sich selbst nie blicken und überließ die Arbeit lieber dem Team. Aber auch hier kommt es eher auf die Abteilung an.

Karriere/Weiterbildung

Wer möchte, kann an Trainings teilnehmen. Beförderungen gibt es allerdings nur bei freien Stellen.

Gehalt/Sozialleistungen

Die Bezahlung richtet sich nach dem geltenden Tarifvertrag. Angesichts der Größe des Hauses und des damit verbundenen Arbeitsaufwands wäre jedoch eine zusätzliche Vergütung angemessen, die über den Tarif hinausgeht – diese bleibt jedoch aus.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Im Haus wird Wert auf Mülltrennung gelegt, es gibt die Initiative ‚Pro Tomorrow‘ sowie ein eigenes Bienenprojekt – was ein grundsätzliches Umweltbewusstsein erkennen lässt. Maßnahmen wie Stromsparen scheinen allerdings eher aus wirtschaftlichen als ökologischen Gründen umgesetzt zu werden. Hier wäre noch Potenzial für spannendere und ganzheitlichere Nachhaltigkeitsprojekte.

Kollegenzusammenhalt

Die Zusammenarbeit mit den Kolleg:innen war durchweg positiv – unabhängig vom Alter herrschte ein offenes, unterstützendes Miteinander.

Umgang mit älteren Kollegen

Die Zusammenarbeit mit älteren Kolleg:innen war besonders bereichernd. Ihre Erfahrung und ihr Wissen waren wertvoll, und die gemeinsame Arbeit hat viel Freude gemacht.

Vorgesetztenverhalten

Die interne Kommunikation hätte transparenter gestaltet werden können. Der Führungsstil war sehr kontrollierend, was auf ein begrenztes Vertrauen ins Team schließen ließ. Besonders belastend war das ständige Reden über Kollegen hinter deren Rücken – ein Verhalten, das für Misstrauen sorgte.

Arbeitsbedingungen

Die technische Ausstattung ist insgesamt durchschnittlich – weder veraltet noch besonders modern. Ergonomische Arbeitsplätze, wie höhenverstellbare Tische oder Sitzmöglichkeiten am Empfang, fehlen jedoch weitgehend.
Die Mitarbeitenden haben Zugang zu einer optisch ansprechenden Kantine. Die Qualität des Essens war allerdings oft enttäuschend – insbesondere für den Spätdienst. Es entstand der Eindruck, dass hier weniger Wert auf Qualität gelegt wurde, da das Essen für Spätschichtmitarbeitende kostenfrei war.

Kommunikation

Das Unternehmen nutzt eine interne App, um Informationen transparent zu kommunizieren und allen Mitarbeitenden zugänglich zu machen.

Gleichberechtigung

Aus meiner Sicht wird Gleichberechtigung im Unternehmen aktiv gelebt. Vielfalt ist fest in der Unternehmenskultur verankert und spiegelt sich im täglichen Miteinander wider.

Interessante Aufgaben

Die Tätigkeiten waren breit gefächert und boten eine gute Mischung aus Routine und Abwechslung. Auch wenn bestimmte Aufgaben täglich anfielen, entwickelte sich jeder Tag individuell – was den Job interessant machte.

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Arbeitgeber-Kommentar

Dennis Schwarz, Personalkoordinator
Dennis SchwarzPersonalkoordinator

Liebe ehemalige Kollegin, lieber ehemaliger Kollege,
danke für Deine Bewertung und Dein Feedback. Erfahrungsberichte wie Deiner helfen uns dabei, unser Arbeitsumfeld und unsere Arbeitsabläufe weiter zu verbessern.

Dass Du Dich im Team mit Deinen Kolleginnen und Kollegen wohlgefühlt hast, ist schön. Ein gemeinsames und familiäres Wir-Gefühl zu schaffen, ist uns als familiengeführtes Unternehmen sehr wichtig. Dazu trägt, wie Du es auch anmerkst, bei, dass wir eine unternehmensweite interne Mitarbeiterapp haben. Es ist toll, dass Du sie aktiv genutzt hast.
Die Work-Life-Balance ist im Schichtdienst der Hotellerie immer eine komplizierte Angelegenheit. Wir versuchen, unsere Mitarbeitenden in dieser Hinsicht bestmöglich zu unterstützen, indem wir die Dienstpläne so früh wie möglich rausgeben und Freiwünsche berücksichtigen. So möchten wir unseren Mitarbeitenden Planungssicherheit gewährleisten.

Dass Du mit Deinen Vorgesetzten nicht vollkommen glücklich warst, ist schade. Wir trainieren unsere Führungskräfte kontinuierlich in modernen Leadership-Standards und Mitarbeiterführung.

Wenn Du nochmal über Deine Zeit bei uns sprechen möchtest, bieten wir Dir sehr gerne an, Dich nochmal an Deine alte Personalabteilung zu wenden. Im gemeinsamen Gespräch können wir bestimmt einiges aufklären.

Wir wünschen Dir in jedem Fall alles Gute für Deine persönliche und berufliche Zukunft.
Viele Grüße von Dennis aus dem HR Relations Team.