Mehr Schein als Sein
Gut am Arbeitgeber finde ich
Hunde im Büro, Kollegen im direkten Fachbereich, Internationalität, Home-Office Möglichkeit
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Außenwerbung und das Image, die eine Unternehmenskultur vorstellen, die nicht mehr viel mit der gelebten Kultur zu tun hat, der Standort ist naja ... da hilft remote sicher weiter, aber auch daran wird wieder geschraubt, Gehalt wird immer durchschnittlicher und auf gute Vorgesetzte/ Führungskräfte wird immer weniger geachtet. Das Management Team hatte auch schon mal mehr Sachverstand und gelebte Werte.
Verbesserungsvorschläge
Die Prinzipien, die überall stehen mehr leben, statt nur das Image zu pflegen und ohne Taten folgen zu lassen.
Arbeitsatmosphäre
Netzwerk und Nasenfaktor bestimmen das vorankommen. Es steht und fällt mit dem Vorgesetzten und gute, menschliche Führungskräfte mit Weitblick und Werten sind Mangelware geworden. Alles ist recht politisch, klassischer amerikanischer Großkonzern.
Image
Image nach außen ist ok, man tut viel für die Medien und den guten Auftritt. Mit Familienkultur, Werten und Prinzipien hat es dennoch nicht mehr viel zu tun. Hier wird genauso "raus gemanaged" und gekürzt wie woanders auch. Einziger Unterschied es ist kein Aktienunternehmen, aber ansonsten spürt man von dem "Familien"unternehmen nicht wirklich viel. Die Werte stehen mehr an der Wand, als das sie verkörpert werden.
Work-Life-Balance
Sehr abhängig vom Vorgesetzten und den eigenen Grenzen. Es wird viel über Mental Health, Wellbeing usw. geredet, gelebt wird eher wenig davon. Der Umgang mit den Mitarbeitern war schon mal fairer, unqualifizierte Vorgesetzte/Management werden zunehmend auch mehr, Burnout ist auch hier trotz vieler Kampagnen einen häufiges Thema, oft ausgelöst durch Vorgesetzte und zu viel Arbeit. Stellen werden gekürzt, die Arbeit verteilt, der Klassiker ...
Karriere/Weiterbildung
Ja, es werden "alle" Stellen ausgeschrieben, aber das ist mehr Schein als Sein. Absolut individuell, abhängig vom Chef und ohne Netzwerk meist keine Chance. Stellen sind oft schon vergeben, trotz Ausschreibung. Da zählt der reine Nasen- und Empfehlungsfaktor. Weiterbildung durch eigene Universität und andere Software ist ganz gut, Vorgesetzten unabhängig möglich. Weitere Trainings werden kaum genehmigt. Weiterentwicklungsmöglichkeiten werden auch weniger durch Stellenstreichungen und sind einigen wenigen "Talenten" vorbehalten.
Gehalt/Benefits
Es wird immer mit "überdurchschnittlich" beworben, was aber sehr stark von Beförderungen, Vorgesetzten etc. abhängt. Gehaltssteigerungen sind sehr Nasenfaktorabhängig im Jahresendgespräch und eigentlich nur wirksam möglich mit dem nächsten Karriereschritt. Loyalität bringt da wenig, die normalen Erhöhungen sind eher mickrig, der Vorgesetzte kann sein "Budget" verteilen und dann ist gut. Variable Bestandteile sind nichts worauf man sich verlassen sollte, obwohl sie Teil des tollen Gehaltspaketes sind. Die betriebliche Altersvorsorge ist gut, wurde aber auch schon mehrfach "verschlankt". Alles in allem durchschnittlich aber nicht mehr wow.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ist halt ein Konzern, der versucht sein Image nach außen "reinzuwaschen". Korallenriffpflege, Tierheimspenden .... es gibt viele medienwirksame Projekte, über den Rest spricht man besser nicht, wenn man bleiben möchte.
Kollegenzusammenhalt
Sehr unterschiedlich/ abteilungsabhängig. Man hat seine engen Freunde und sein Netzwerk aber es gibt kein "Standortgefühl", jeder arbeitet mehr oder weniger isoliert in seinem Bereich/ seinem Segment.
Umgang mit älteren Kollegen
Ist ok, aber für eine langfristige Karriere bei Mars ... die Zeiten sind vorbei. Es wird viel "raus gemanaged" bei den diversen Veränderungen und die Organisation verschlankt.
Vorgesetztenverhalten
Reine Glückssache. Es gibt langjährige sehr erfahrene Vorgesetzte (werden weniger), aber ultimativ ist der nächste Karriereschritt wichtiger als die Mitarbeiter. Nach außen ist man immer freundlich, aber wenn es drauf ankommt, darf man wenig/ nichts erwarten. Jeder ist sich selbst am nächsten, vor allem das Management.
Arbeitsbedingungen
Jobrad, Sportangebote, Werksmedizin und Hund im Büro sind eine tolle Sache, trägt auch maßgeblich zur Atmosphäre bei, aber sind halt auch nur nice to have, wenn die Vorgesetzte, Management etc. nicht passen.
Kommunikation
Es gibt regelmäßige Townhalls mit den üblichen wiederkehrenden Aussagen, die wenig Mehrwert bieten. Jedes Segment arbeitet für sich. Der Flurfunkt ist effektiver.
Gleichberechtigung
Es wird viel drüber gesprochen, es gibt diverse Mitarbeiterarbeitsgruppen aber (vor)gelebt wird wenig. Rückkehr aus Elternzeit eher schwierig und kein Karrierepusher sondern Glückssache, flexible Arbeitszeiten ja, Vereinbarkeit naja ... verschiedene Kulturen am Standort sind vorhanden, werden eingebunden.
Interessante Aufgaben
Aufgaben sind vielfältig, man hat Gestaltungsspielraum. Kann sich einbringen, aber auch das abhängig vom Job/ Vorgesetzten.
